Selbstverwirklichung im hohen Alter: Für einen dritten Frühling ist es nie zu spät

Eine lachende ältere Frau in pinker Kleidung und Sonnenbrille macht ein Selfie. Sie streckt die Zunge heraus und wirkt sehr lebendig. Auf dem Bild steht: "3. Frühling - Es ist nie zu spät“.

Inhalt

Eine Begegnung, die alles veränderte

Manchmal begegnest du einem Menschen und spürst sofort die Tiefe seiner Geschichte. So war es mit Anabell, die sich mit 84 Jahren bei mir meldete. Sie hatte mein Buch „Schamanische Ahnenarbeit“ gelesen und spürte, dass etwas in ihr noch nicht in Frieden war. Ihr innigster Wunsch war es, „vor ihrem Ableben noch etwas in sich zu ordnen“. Was folgte, waren zwei tief transformierende Sitzungen, die uns beide zutiefst berührten und Anabell zeigten: Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.

Die ungelebte Kindheit und ihre Folgen

Anabell wirkte nach außen hin stabil, gut situiert und war schon lange auf einem spirituellen Weg. Doch unter dieser Oberfläche gab es eine jahrzehntelang verdrängte innere Unruhe. Bereits im ersten Gespräch wurde deutlich, dass ihre übermäßige Fürsorge für ihre erwachsene Tochter Ausdruck einer tieferen Verstrickung war – eine energetische Bindung, die weit über ein gesundes Maß hinausging. Der Ursprung lag in Anabells eigener Kindheit, in der sie sich aus Angst vor den strengen und unberechenbaren männlichen Figuren – Vater und Großvater – an ihre Mutter klammerte. Die Folge: eine unbewusste Angst vor dem Männlichen, die sich später auf ihre Tochter übertrug, sodass diese ohne Partner blieb und Anabell sich diesbezüglich übermäßig Sorgen machte.

Doch der tiefste unbewusste Schmerz in Anabell lag noch weiter zurück: Nach ihrer Geburt erkrankte Anabells Mutter schwer und konnte das Neugeborene nicht zu sich nehmen. Anabell verbrachte die erste Zeit ohne mütterlichen Kontakt – eine sensible Prägephase, in der das Urvertrauen und das Gefühl für den eigenen Wert entstehen. Diese frühe Trennung wirkte wie ein Schock: ein tief verankertes Gefühl der Verlassenheit und Wertlosigkeit.

Rückführung: Die Wandlung von Last in Lebendigkeit

Im ersten Teil unserer Arbeit lösten wir überlebte, energetische Verstrickungen, die sich bei Anabell manifestiert hatten – im Nacken, auf der rechten Kopfseite und im Herzbereich. Es waren die Zonen, in denen sie Lasten und Verantwortungen trug, die überlebt waren. Als diese alten Fäden gelöst waren, spürte sie zum ersten Mal eine tiefe Entlastung. Ihre rechte, die männliche Körperseite, atmete auf.

In der zweiten Sitzung gingen wir noch tiefer. Anabell beschrieb ihren Vater als nach außen dominant, innerlich aber schwach, und ihre Mutter als hart in ihrer Stärke. Die Folge: ein erschüttertes Verhältnis zum Männlichen und eine anhaltende Selbstentwertung. Wir arbeiteten mit Rückführungen und Visualisierungen. Dabei begegnete Anabell ihrem inneren Mann – ihrem Animus und und später ihrem inneren Kindanteil – der kleinen Anabell als Baby. Als sie aus ihrem Erwachsenen-Bewusstsein heraus ihr inneres Kind liebevoll in ihr Herz nahm, brachen Tränen der Erlösung und Erleichterung hervor. Kurz darauf kehrte eine größere Lebendigkeit in ihr zurück.

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Der dritte Frühling: Ein neues Kapitel mit 84

Anabell erzählte mir, dass sie immer eine stille Liebe zur Malerei hatte, sich aber nie getraut hatte, ihr nachzugehen. Eine innere Stimme hatte ihr all die Jahre gesagt: „Ich doch nicht, ich kann das doch gar nicht.“ Doch jetzt, mit 84, in dieser neuen Lebendigkeit war sie bereit und ich bestärkte sie darin.

Beim Abschied sagte sie mit leuchtenden Augen: „Jetzt will ich gar nicht mehr sterben – sondern mindestens noch 20 Jahre leben!“ 

Diese Begegnung mit sich selbst veränderte sie zutiefst. Sie begann, sich für kreativen Ausdruck zu öffnen, und machte sich damit ein großes Geschenk – nicht trotz, sondern gerade wegen ihres Alters.

Fazit: Wir sind Wundertüten des Lebens

Solche Begegnungen berühren mich zutiefst, denn sie zeigen: 

Es ist nie zu spät, Frieden mit der eigenen Geschichte zu schließen. 

Nie zu spät, sich selbst zu begegnen und das innere Kind in die Arme zu nehmen. Und 

nie zu spät, mit etwas zu beginnen, das uns wirklich ruft. Wir alle sind wahre Wundertüten des Lebens, doch oftmals haben wir nur einen winzigen Teil dieser Wunder in uns ausgeschöpft.

Meine Hoffnung liegt darin, dass jede und jeder Einzelne von uns den Mut findet, die eigene Innenwelt zu erkunden und die unentdeckten Potenziale zu heben. Genau diesen Weg der Befreiung und Selbsterkenntnis beschreibe ich auch in meinem in Entstehung begriffenen Buch mit dem Arbeitstitel „ICH – SEELE – SELBST: Erwachen in der Lebensmitte“. (kann vom Verlag noch geändert werden)

🔸Welches Kapitel in dir wartet vielleicht noch darauf, neu geschrieben zu werden? 

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Wenn du spürst, dass dich alte Muster zurückhalten, lade ich dich ein: Komm zurück zu deinen Wurzeln. Erinnere dich. Und wähle dich. Du bist nicht hier, um Loyalitäten zu erfüllen. Du bist hier, um zu leben. Wahrhaftig. Frei. Und kraftvoll.

Wenn du dich nach tieferer Selbstverbindung, innerer Freiheit und gelebter Selbstbestimmung sehnst, lade ich dich herzlich zu meiner Masterclass „Deine Wurzeln als Kraftquelle“ ein.

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Bianka Maria Seidl am Schreibtisch – spirituelle Mentorin im Gespräch mit sich selbstg

Über die Autorin

Bianka Maria Seidl

ist spirituelle Mentorin, Buchautorin und Expertin für schamanische Ahnenarbeit. Seit über 35 Jahren begleitet sie selbständige Frauen auf dem Weg zu innerer Klarheit, seelischer Freiheit und einem erfüllten Wirken im Einklang mit ihrer Seele.

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