LishareArt
Künstlerin in Windberg
Ich bin Bianka Maria Seidl, Künstlerin in Windberg, und signiere meine Bilder mit Lishare. Li ist im Buch der Wandlung das Feuer, share heißt teilen: die, die das Licht teilt.
Ich male mit natürlichen Materialien, mit Sumpfkalk, Marmormehl, Hämatit und reinen Pigmenten, in vielen Schichten und im ständigen Dialog mit dem, was ich dabei empfinde.
Ich male nicht, um eine Antwort zu geben, sondern um einen Raum zu öffnen. Mir geht es um Resonanz. Lass dich ein und schau, was dich berührt.
Wie ich male
Ein Impuls, ein Material, viel Zeit zum Trocknen. Zwischen mir und dem Bild entsteht ein Empfindungsdialog.
Mein Atelier und mein Ort
Ein Wächterhaus von 1600 in der Klosteranlage Windberg, drei Feuerstellen und eine Kleine Galerie im Gewölbe.
Mein Weg
Von der Seidenmalerei 1987 über die Stille des Ateliers bis zur Vernissage und zum Kunststudium.
Mehr über mich
Dieser Name kam 2010 zu mir, in einer Innenschau. Ich wollte die Frequenz meiner Seele in einem Namen erkennen. Elf Jahre lang hat er sein Geheimnis für sich behalten, auch als ich ihn googelte. 2021, als ich auf Teneriffa mein Buch über Schamanische Ahnenarbeit abschloss, kam es mir auf einer Wanderung wie ein Blitz: Li ist im Buch der Wandlung das Feuer, share heißt teilen. Lishare, die das Licht teilt. Osten und Westen in einem Wort.
Angefangen hat alles 1987 mit der Seidenmalerei. Sie war damals eine Art Therapie für mich. Wenn die Farben auf der Seide flossen, kam auch meine Energie ins Fließen. Dabei zeigte sich eine Gabe: Ich konnte mit Farben umgehen, ohne je Farblehre gelernt zu haben, und sie zum Leuchten bringen. Auf Kunsthandwerkermärkten wurden meine Tücher, Schals und Accessoires bekannt, später arbeitete ich in einer kleinen Galerie-Werkstatt mit anderen Kunsthandwerkern in Regensburg. Man bat mich, Kurse zu geben. Dort durfte ich vielen Menschen helfen, ihre Scheu vor der weißen Fläche zu überwinden, im Grunde die Scheu vor dem eigenen Ausdruck, und eigene Werke zu schaffen.
Am Anfang steht ein innerer Impuls, eine kreative Lust, etwas zum Ausdruck zu bringen. Dann klärt sich, worauf ich arbeite: Leinwand, Holzplatte oder ein Material, das ich gerade erforsche. Danach kommt das Format, hoch, quer oder quadratisch. Der Untergrund wird bearbeitet, bevor ich den ersten malerischen Schritt tun kann.
Ich arbeite viel mit Strukturmassen. Die rühre ich vorher an wie in einer Küche. Wenn sie fertig sind, lege ich das Bild an und trage die Spachtelmassen auf. Dabei führe ich einen ständigen Empfindungsdialog zwischen dem, was ich tue, und dem, was ich dabei spüre. Das ist das Intuitive an meiner Arbeit.
Manchmal bringe ich die Farbe nass in nass in die frische Masse. Manchmal muss die Struktur erst trocknen, viele Stunden, manchmal Tage. Erst dann geht es mit Farbe weiter, in vielen Schichten.
Ich wünsche mir, dass du dich einlässt, dass du dich auf der Empfindungsebene öffnest. Dann kann dich berühren, was da zu dir spricht. Mir geht es um Resonanz. Wer mich zuerst fragt, was das darstellen soll, betrachtet das Bild mit dem Kopf. Von dort aus kommt man selten hinein.
Ich arbeite mit natürlichen Materialien ohne industrielle Bearbeitung: Pigmente, Leinöl, Gips, Hämatit, Sumpfkalk und Marmormehl. Sie sind für mich einfach lebendiger. Ich fühle sie wie einen Teil von mir. Bei industriell hergestellten Farben und Strukturpasten erlebe ich das nicht.
Mit diesen Materialien zu arbeiten, verlangt eine meditative Haltung. Es ist ein krasser Gegensatz zum äußeren Leben, das auf Tempo und Schnelligkeit getrimmt ist. Ich muss die Materialien gut kennen, wissen oder herausfinden, wie sie miteinander reagieren, wie ihre Trockenphasen sind, was sie mögen und was nicht. Das hat Tiefe für mich. So haben schon die alten Meister gemalt, etwa in der Freskomalerei.

Ich lebe und arbeite im Wächterhaus der Klosteranlage Windberg, einer ehemaligen Stallung aus dem Jahr 1600. Das spirituelle Kraftfeld des Klosters ist hier deutlich spürbar. Tiefe statt Weite, Ruhe statt Hektik: Ein Leben und Arbeiten, das aus innerer Ruhe entsteht, fördert das Sein.
Im Erdgeschoss liegt im Gewölbe meine Kleine Galerie. Darüber, im ersten Stock, ist mein Atelier, und im Dachgeschoss mein Schreibraum. Drei Feuerstellen im Haus sind im Winter meine Inspirationsquellen. Ich liebe es, am Feuer zu sitzen und mich dem Tanz der Flammen hinzugeben. Im Sommer umgibt das Haus rückwärtig ein Garten mit überdachter Terrasse, uralten Steinplatten und einer alten Mauer.
Die Räume sind lichtdurchflutet, mit vielen Fenstern. Besucher sagen mir, dass es hier sehr gepflegt wirkt, klar und zugleich harmonisch.
Nach den Seidenjahren kam mein zweiter Sohn zur Welt, und ich zog von der Stadt aufs Land. Dort wechselte ich, nur für mich, von der Seidenmalerei zur Acrylmalerei, im stillen Kämmerlein. Ich bin Autodidaktin mit einer natürlichen Begabung, ein Naturtalent, wie ich oft gehört habe. In der Familienzeit, allein erziehend und selbständig, war die Malerei ein Hobby.
Richtig Fahrt nahm mein Ausdruck auf, als ich in die Klosteranlage Windberg zog. Hier begann ich, mich als Künstlerin zu fühlen. Gezeigt habe ich mich noch nicht, nur Menschen, die mir nahestanden, wussten davon. In der Coronazeit habe ich ein Buch geschrieben und war regelmäßig im Atelier. Seitdem hat sich mein Künstlerinnensein herausgebildet.
2023 habe ich in meiner Kleinen Galerie im Haus meine erste Vernissage gefeiert, ohne sie an die große Glocke zu hängen. 2025 habe ich mich entschieden, meinen KunstRaum LishareArt zu veröffentlichen und meine Werke ins Netz zu stellen. Im Sommer 2026 habe ich mich bei den Windberger Festspielen im Ort gezeigt, mit einer kleinen Ausstellung, Kunst am Gartenzaun. Am 12. und 13. September 2026 fand meine Vernissage „Die Schwelle zum Gold“ statt, zusammen mit dem Erscheinen meines Buches ICH · SEELE · SELBST. In der Hardcover-Ausgabe sind drei meiner Werke abgebildet.
Im Sommer 2026 habe ich außerdem das erste Modul eines dreijährigen Kunststudiengangs an der Akademie der bildenden Künste Kolbermoor abgeschlossen. Dort vertiefe ich mein Wissen über Materialien, Trockenphasen und das Verhalten der Pigmente.

Die Kleine Galerie Windberg
Meine Kleine Galerie liegt im Erdgeschoss des Wächterhauses, in einem Gewölbe der Klosteranlage Windberg. Hier hängen meine Originale, hier liegen Kunstkarten und Bücher, und hier kannst du mit den Bildern allein sein.
Ein Rundgang durch die Ausstellungsräume
Besuch
Die Kleine Galerie Windberg ist nach telefonischer Vereinbarung geöffnet, Telefon 09422 4032 488. Eingang um die Ecke, Pfarrplatz 4, bei Bedarf klingle bitte.
Du erreichst mich auch per Mail: lishareart@biankaseidl.de