Die Freude am Leben – Freude am Sein

Wenn wir das Wesen in uns hervorzurufen wollen, dürfen wir den Ballast und die Masken, die sich unsere Persönlichkeit im Laufe des Lebens zugelegt hat, fallenlassen.  Das enge Korsett der Selbstbegrenzung, das wir uns in langen Jahren erschaffen haben, darf jetzt geöffnet werden. Darunter zeigt sich der nackte Wesenskern in seiner verletzlichen und zugleich strahlenden Essenz.

Getragen von der Freude am Sein, heiter und vergnügt, offenbart sich unser Wesen tief im Herzen. Anfangs wie ein Schimmer in einem kurzen Moment, erfahren wir grundlose Freude aus uns selbst heraus, wie einst als Baby, doch jetzt in Verbindung mit großer Weisheit. Es ist ein glückseliges Sein, das aus großer Tiefe  in uns auftaucht und unseren Herzensraum erfüllt, ihn ausdehnt und weit und frei werden lässt.

In dieser Freude am Sein erfahren wir unsere Essenz, grenzenlos, weit und frei, getragen vom Urgrund des Lebens. Befreit von jeglicher Anhaftung, von allem Erdachten und Vorgestellten.

Sich befreien aus den Verwirrungen

Was vorher schwer und einengend empfunden wurde, wird leicht und lässt sich ähnlich einer Seifenblase im Nichts auf.  Dieses Nichts ist erfüllt von Lebendigkeit, die uns jetzt durchströmt und uns als das erfahren lässt, was wir wirklich sind. Der ureigenste Ausdruck des Lebens selbst. Freude und Liebe in seiner Essenz im unendlichen Augenblick.

Erlauben wir uns uns aus dem Knäuel der Verwirrungen, die wir mittels unseres Denkens erzeugt haben,  heraus zu ent-wickeln. Erlauben wir uns die Widerstände darin aufzugeben, die alten ausgetretenen Kreisläufe zu verlassen und uns unserer wahren Natur hinzugeben.

Anfangs in stillen Momenten des Innehaltens, dann in wachsenden Kreisen, die sich immer mehr in unseren Alltag hinein ausdehnen, bis der anfängliche Schimmer zu einem Strahlen und Leuchten wird.

Genießen, staunen und bewundern

Heiter und vergnügt wollen wir Raum und Zeit durchschreiten, nicht daran hängen wie an einer Heimat. Genießen, bestaunen und bewundern wir das Geschöpf, das wir sind. Würdigen wir unsere Schöpfungen, unseren Beitrag zum großen Ganzen und teilen wir die Freude am Sein mit der Welt um uns.

Die Freude am Leben


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Tief in unseren Herzen ist sie zu finden, die Freude am Leben zu sein, lebendig zu sein, zu existieren, da zu sein.
Welch ein wonniges Gefühl. Ein Ganzkörper-Ja zu unserem Leben. Das Leben vibriert und strömt in unserem Körper. Unser Geist ist ruhig und klar, wie die Oberfläche eines Sees, wenn kein Lüftlein weht.

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In unseren Herzen ist es warm, hell und rein. Freude verströmt sich, fließt über. Wir sind wie ein großer, überfließender Kelch, aus dessen Tiefe unaufhörlich die Wasser des Lebens nachfließen.

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Lebensfreude, sich am Leben erfreuen. Ihr Gegenspieler ist die Lebensangst, die Angst vor dem Leben, die Angst vor Veränderung. Sie lässt uns festhalten an der Vergangenheit, an dem was wir sind und haben. Sie verhindert, das wir uns dem Strom des Lebens anvertrauen. Stattdessen, verharren wir in einer Haltebucht, lassen das Leben an uns vorbeiziehen, bis wir eines Tages doch loslassen müssen. Wie schwer fällt es uns dann uns vom Leben zu lösen und frohen Mutes weiter zu gehen.

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Darum lass los von dem, was du meinst zu sein und zu haben. Verabschiede dich vom Schein und wende dich dem Wahren in dir selbst zu.

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Tauche tief ein in dein Herz! Durch Schichten von Schmerz, Trauer, Groll und Wut. Bejahe alles und erfühle es, ohne es verändern zu wollen. Lass geschehen. Lass die Bewegungen des Lebens in dir geschehen und geh für eine Weile aus dem Weg. Lass dich vertrauensvoll tragen von dem, was größer ist als deine Persönlichkeit, dein Ich. Gib dich dem Größeren in dir hin.

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Lass dich tragen zu dem, was du wirklich bist: allumfassende Liebe und Fülle, grundlose Freude, grenzenlose Freiheit, unendlich tiefer Frieden.

Du bist wunder-voll, einzigartig, mächtig und grenzenlos.

Und hier das wunder-volle Gedicht von Marianne Williamson

Unsere tiefste Angst ist nicht,
ungenügend zu sein.

Unsere tiefste Angst ist, 
dass wir über alle Maßen kraftvoll sind. 

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, 
was wir am meisten fürchten,

Wir fragen uns, wer bin ich denn, 
um von mir zu glauben, dass ich brillant, 
großartig, begabt und einzigartig bin?

Aber genau darum geht es, 
warum solltest Du es nicht sein?

Du bist ein Kind Gottes.

Dich klein zu machen nützt der Welt nicht.

Es zeugt nicht von Erleuchtung, sich zurückzunehmen, 
nur damit sich andere Menschen um dich herum 
nicht verunsichert fühlen.

Wir alle sind aufgefordert, wie die Kinder zu strahlen.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, 
die in uns liegt, auf die Welt zu bringen.

Sie ist nicht in einigen von uns, 
sie ist in jedem.

Und indem wir unser eigenes Licht scheinen lassen, 
geben wir anderen Menschen unbewusst die Erlaubnis, 
das Gleiche zu tun.

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, 
befreit unser Dasein automatisch die anderen.