Wir sind Kinder dieser Zeit und derzeit erfahren wir das Ende des langen, dunklen Seelenwinters, der sich nochmals kräftig aufbäumt, bevor er weichen muss. In diesem zurückliegenden Entwicklungsabschnitt der Menschheit war keine Zeit für ein entspanntes Lebensspiel. Da galt alles dem Überlebenskampf. Viele führen ihr Leben immer noch in diesem Modus, obwohl das Licht und die Energie des seelischen Frühlings bereits allerorts gegenwärtig ist. Sie gehen noch gefangen in sich selbst, gefangen in Schuld-, Scham- und sonstigen dunklen Gefühlen aus alten Zeiten. Gebunden an Versprechen und an Gelübde.

Die neue Energie wirkt elektrisierend und verursacht, dass diese alten, tief in uns vergrabenen Bindungen in Bewegung kommen. Gefühle, die bisher im Unterbewusstsein lagerten, drängen jetzt ins Bewusstsein und zerren an den Nerven. Einige halten das nicht aus und es kommt zu Kurzschlusshandlungen und zu Amokläufen.

Das Verdrängen und Wegstecken funktioniert nicht mehr

Die alten Strategien des Verdrängens und des Wegsteckens greifen nicht mehr. Augenscheinlich sieht es danach aus, als würde sich der Überlebenskampf vieler Menschen verschärfen, statt überzugehen in ein Leben, das auf Wertschätzung, Dankbarkeit und Erfüllung ausgerichtet ist. Doch das, was sich gerade zeigt, hat schon lange im Unterbewusst gelauert und wird jetzt offensichtlich.

Zwei wichtige Dinge gilt es in diesem Punkt zu unterscheiden. Zum einen den gewohnheitsmäßig geführten Lebenskampf, den viele führen, weil sie ihren Fokus auf Mangel und Vergleich gerichtet haben. Zum anderen die inneren Kämpfe in uns, im inneren Schattentheater, mit den Meuterern, den Richtern und den Widerständlern. Wir sollten hinterfragen, ob nicht letztendlich diese inneren Bedrohungen, die sich immer wieder in uns aufbäumen, uns im Überlebenskampf-Modus halten.

 

Es gilt die Waffen niederzulegen

Egal, wie die Antwort ausfällt, in jedem Fall gilt es die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Ein Kampf mit den inneren Saboteuren kann nicht gewonnen werden. Diese Gegner sind unsichtbar. Ihre Waffen schwingen sie machtvoll in unserem Unterbewusstsein. Zu verspüren bekommen wir sie immer wieder, weil sie gehört und angenommen werden wollen, Weil das Leben evolutionäre nach Ganzheit strebt und zwar in jeder Spezi.

Dieser Überlebenskampf-Modus ist in unsern Zellen gespeichert. Mit jeder weiteren Anstrengung, die wir dagegen unternehmen, nähren wir sozusagen den bösen Wolf in uns. Aufhören ihn zu nähren bedeutet, die Waffen niederlegen und die Verantwortung für diese Schattenseiten in uns und die damit einhergehenden Gefühle zu übernehmen. Dann gilt es sich dem hinzugeben, es anzunehmen und auszuhalten, bis es sich in uns wandelt und damit integriert.

 

Mach den Doktor im Annehmen

Vertrauen wir darauf, dass das Leben uns weiterhin trägt, auch wenn wir nicht mehr kämpfen. Ja, dass es uns sogar noch mehr zu geben vermag, wenn wir uns öffnen für alles Umerlöste in uns und es lieben lernen. Wir können im Kleinen damit beginnen und uns täglich auf die Übungsmatte stellen mit Offenheit und der Bereitschaft das anzunehmen, was sich uns täglich zeigt.
Auf diese Weise beenden wir den Widerstand gegen das Leben, beenden wir den Kampf mit uns selbst, mit unseren Schattenanteilen. Gelingt die Integration setzt sich Lebensenergie frei, die vorher blockiert und gebunden war. Sie steht uns jetzt zur Verfügung und damit können wir den Fokus sofort auf das richten, was wir wirklich wollen, was wir uns zutiefst im Herzen ersehnen.

Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Fülle in unserem Leben. Dankbarkeit öffnet unser Herz und damit verändert sich unsere Ausstrahlung, die Schwingung unserer persönlichen energetischen Signatur. Es entsteht eine Kohärenz mit dem, was uns gesund und glücklich macht und so gehen wir allmählich in Resonanz zur neuen Energie und leben kohärent mit dem Leben, mit uns selbst.

 

Auf der bunten Wiese des Lebens spielerisch kreieren

Eine tägliche Praxis der Hinwendung an das, was noch der Erlösung bedarf und zugleich auf das, was gut, schön und wertvoll in unserem Leben ist, lässt uns allmählich in einen neuen Lebensmodus finden. Ein Modus, in dem wir das Leben wieder ursprünglich erfahren in seiner Schönheit mit all seiner Fülle und mit all seinen Geschenken für uns. Plötzlich erkennen wir, dass wir dem Schlachtfeld entkommen sind und stattdessen auf der bunten Wiese des Lebens spielen.

Hier spielen wir im Sonnenlicht, in aller Bewusstheit mit den anderen Geschöpfen, die wie wir, den Funken einer göttlichen Herkunft in sich tragen. Wir fühlen mit denjenigen, die noch im Kampf stehen und sich noch nicht befreien konnten.
Unser Mitgefühl vermag ihnen den Tag zu erhellen und im nächsten Augenblick staunen wir über das Wunder des Lebens, das sich uns in jedem Augenblick offenbart – im Öffnen einer Blüte, im Auge eines Tieres, in der Bewegung des Wassers über einen Stein.

Mit geöffnetem Herzen gehen wir bewundernd und staunend über die Spielwiese des Lebens. In dieser Leichtigkeit des Seins inspirieren uns Farben, Töne und Formen und der Spieltrieb lässt uns Neues ausprobieren. Er öffnet unserer Kreativität alle Türen. Das Schöpfungsspiel kann beginnen. Als kleine Schöpfungslehrlinge tun wir es dem Schöpfer gleich. Im Einklang mit unserer inneren Autorität sind wir uns bewusst, dass diese Kraft in jedem Menschen steckt, da diese Kraft unser Herz schlagen und uns atmen lässt.

Öffnen wir uns und unser Herz für diese nächste Ebene unserer Entwicklung. Verlassen wir das Opfer-Täter-Drama der alten Zeit und spielen wir authentisch, frei und schöpferisch auf der bunten Spielwiese des Lebens.

 

Lesen Sie hierzu auch „Stimmigkeit – den Dreiklang in uns wahren“

17 Kommentare
  1. Isabell
    Isabell sagte:

    Ein sehr schöner Beitrag! Diese Sichtweise wäre für viele von uns wirklich förderlich und gerade passt es auch zeitlich für mich gut, diese Worte von dir zu lesen. 🙂

    Antworten
    • BiankaMariaSeidl
      BiankaMariaSeidl sagte:

      Sehr gerne, Azra. Danke für deine Rückmeldung. Komme gerne wieder und wenn du regelmäßig informiert werden möchtest, kannst du dich gerne in meinen Newsletter eintragen. Dann erhältst du so alle 3-4 Wochen die neusten Beiträge. Herzliche Grüße

      Antworten
  2. svenja
    svenja sagte:

    Interessanter Post! Mal was ganz anderes als ich sonst so lese. Aber werde mir bestimmt das ein oder andere zu Herzen nehmen und mal genauer darüber nachdenken.

    Antworten
    • BiankaMariaSeidl
      BiankaMariaSeidl sagte:

      Welch eine Freude zu lesen, dass dich mein Beitrag berührt hat und du dir daraus sogar etwas zu Herzen nimmst. Genau so soll es sein -dann erfüllt er seine Bestimmung. Danke für deine Rückmeldung dazu.

      Antworten
  3. Martina Baehr
    Martina Baehr sagte:

    Mal wieder ganz große Klasse dieser Artikel, liebe Bianka Maria Seidel. Insbesondere der Hinweis alle was passiert mit Hingabe zu integrieren ist für mich gerade sehr hilfreich. Dann erkennt man auch wie viel Schönes und Sinnvolles darin steckt und schafft den Perspektivenwechsel. Und immer wieder daran erinnert zu werden, dass wir uns in einer solchen Übergangszeit befinden und alle Dinge Mal ein wenig relativieren kann ja auch nicht schaden 🙂
    Danke Dir
    Martina

    Antworten
    • BiankaMariaSeidl
      BiankaMariaSeidl sagte:

      Liebe Martina,
      vielen Dank für deinen wertschätzenden Kommentar. Es freut mich zu lesen, dass einer der Hinweise in meinem Artikel hilfreich für dich ist. Mir ist bewusst, dass es zur Zeit viele Impulse braucht, die den Menschen diese Übergangszeit bewusst machen und dass es darum geht, dass wir achtsam, liebevoll und nachsichtig mit uns selbst und unseren Mitmenschen umgehen.
      Herzliche Grüße

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