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4 wichtige Voraussetzungen, um sich STILLE als neuen Luxus leisten zu können

 

 „Es gibt eine Vollkommenheit, tief inmitten allem Unzulänglichen.
Es gibt eine Stille, tief inmitten aller Rastlosigkeit.
Es gibt ein Ziel, tief inmitten aller weltlichen Sorgen.
Das bist Du.“ 

Buddha 

 

Die äußere Welt ist laut und grell. Sie schläft nicht mehr, hat ihren natürlichen Rhythmus verloren. Die Kabel und Satelliten rund um die Welt arbeiten und liefern Daten und Informationen. Unablässig prasseln Bilder, Texte, Töne und Filme in die Gehirne der Menschen. Doch diese haben sich nicht so schnell entwickelt wie die Technik. Daher reagieren viele darauf mit Erschöpfung, sind gestresst, fahrig und unkonzentriert, schlafen schlecht bis gar nicht und nicht selten endet es in Krankheit.

Auf der Jagd nach Erfolg, Glück und Erfüllung hetzen viele Menschen von Termin zu Termin. Sie setzen sich selbst ständig unter Druck, müssen dies und das noch schaffen und verlieren dabei das Wesentliche und vor allem sich selbst aus den Augen. 

 

Verordnet ihnen das Leben dann einmal kleinere Ruhepausen in Form von Wartezeiten, können sie damit schlecht umgehen. Sie ärgern sich, regen sich darüber auf und strapazieren auf diese Weise noch mehr ihr bereits überdrehtes System. Wer sich auf der Überholspur des Lebens befindet, dem droht in dieser schnelllebigen Zeit ein Kollaps. Dann ist der Akku leer, der Mensch ausgebrannt und das seelische Feuer braucht lange, bis es wieder zurückkehrt und dem Menschen wieder Antrieb und Stärke verleiht. 

In der Stille einfach Sein – der Gegenpol zum Werden

Ein einfaches Mittel, um solch einem Ausbrennen vorzubeugen, ist die Stille. Mit dieser Stille meine ich nicht die Abwesenheit von Lärm im Außen. Vielmehr meine ich damit den stillen Raum in mir, der immer spürbar und präsent ist, auch dann, wenn ich mitten auf einem Bazar stehe, umgeben von vielen Menschen und lautem Getriebe. 

Dieser stille Raum in mir befindet sich hinter den Gedanken, hinter dem Lärm der 10.000 Affen im Kopf. Sobald ich mein Gewahrsein auf diesen Raum richte, bin ich ganz wach und präsent. Ich bin im Sein. 

Das Sein ist der Gegenpol zum Werden. Beide Pole ergänzen sich. So wie es keinen Tag ohne eine Nacht gibt, so gibt es kein Werden ohne ein Sein. Das Werden gebiert sich aus dem Sein heraus. Das Sein ist somit die Quelle des Werdens. 

Was heißt das jetzt für unser alltägliches Leben? Nun, wenn wir so leben, wie es unser derzeitiges Wirtschaftssystem vorgibt, dann soll es immer nur ein Werden, ein Wachstum geben. Angetrieben von der Technik stehen die Maschinen nicht mehr still. Ständig wird produziert. Dabei wird versucht die Nacht zum Tag zu machen, während sich der Mensch immer weiter von den natürlichen Rhythmen der Schöpfung entfernt. Das ständige Werden, das seinen Gegenpol vernachlässigt, lässt eine Gesellschaft, die innerhalb solcher Strukturen lebt, in eine ungesunde Einseitigkeit schlittern. Die Auswirkungen auf Mensch und Natur sind mittlerweile überall offensichtlich und spürbar. Krankheiten wie Burnout und Depressionen sowie die Verschmutzung der Umwelt und die klimatischen Veränderungen sind enorm und zeugen alle von der schädlichen Einseitigkeit des weltweiten Wirtschaftssystems und der daraus entstehenden ungesunden Lebensweisen.

 

Was braucht es, um in eine neue Balance zu finden
– individuell und auch kollektiv?

Nun, ein Kollektiv besteht aus lauter Individuen und somit liegt die Lösung auf der Hand. Es geht darum, dass jedes Individuum, jeder Einzelne bei sich beginnt und in eine neue Balance findet. Bezogen auf das Gegensatzpaar Sein und Werden braucht es daher mehr von dem Pol, der bislang zu kurz kam – das Sein. 

Die Gegenbewegung ist auch bereits in vollem Gange. Achtsamkeit, Yoga, Meditation und viele andere Methoden, die dazu dienen den Menschen in eine größere Ruhe und Entspannung zu bringen, helfen wieder vermehrt ins Sein zu gelangen. Das Problem derzeit ist noch, dass die etablierten Systeme patriarchaler Natur sind und somit dem Bestreben in eine neue Balance zu finden, entgegen wirken. 

Daher gilt es diese neuen Ansätze auch in Bildung, Wirtschaft und in die Politik zu bringen. Es gilt die weiblichen Werte endlich wieder vermehrt in die Gesellschaft einzubringen, sie zu leben und damit Einfluss zu nehmen, so dass sich die alten Strukturen allmählich wandeln. Doch wie können wir diese weiblichen Werte und Qualitäten bewusster leben? 

Hier nun die 4 wichtigsten Voraussetzungen, um sich den neuen Luxus STILLE leisten zu können

1. Entstressen, runterkommen und entspannen

2. In Verbindung mit sich selbst kommen

3. Urvertrauen zurück gewinnen – in eine größere Gelassenheit finden

4. Bewusst in Verbindung mit dem größeren Ganzen treten – Verbundenheit fühlen

Was gilt es also zu tun? 

 

1. Innehalten, lauschen, atmen

Stille finden wir, wo immer wir uns gerade aufhalten. Es gilt sie wahrzunehmen. Dazu gilt es innehalten und zu lauschen. Lauschen auf die Geräusche der Umgebung im Außen. Anfangs ist es förderlich die Lärmmacher wie Radio, Fernsehen und was uns sonst noch „unterhält“ einfach abzustellen. Dann gilt es sich der einsetzenden Stille anzuvertrauen. Doch genau das scheuen viele Menschen. Das Nichts der Stille umgibt sie und dafür werden jetzt die Stimmen im Kopf lauter. Sie drängen sich auf, wenn der Lärm im Außen verstummt. 

Diesen inneren Lärm in uns gilt es jetzt die Aufmerksamkeit zu schenken. Ein Mittel, das uns hier unterstützt ist der Atem. Je bewusster wir den Fokus auf unseren Atem und somit auf unser Ein- und Ausatmen lenken, desto mehr beruhigt sich das Geplapper in uns. Wir kommen zu uns. Plötzlich spüren wir uns wieder. Wir kommen uns wieder näher und in diesem sich selbst näher sein, sind wir auch dem Leben wieder näher. 

In der Verbindung mit uns selbst können uns die nähren Kräfte des Lebens wieder zufließen und unsere Akkus laden. Lebensenergie ist ein kostbares Gut. Ohne sie werden wir nicht „unterhalten“ und genährt. Lebensenergie ist auch Schaffenskraft. Als solche können wir sie nur nutzen, wenn wir die Gesetze des Lebens respektieren und auch entsprechend leben. So gehört zur Kreation die Rekreation, zur Aktivität auch die Passivität. Diese Gegenpole ergänzen und bedingen sich, wie das Werden und das Sein.

Ohne das eine kann es das andere nicht geben. Wer jedoch immer auf Kosten des anderen Pols lebt, erzeugt ein Ungleichgewicht, das im schlimmsten Fall immer in eine Krankheit führt. 

Wir können daher viel tun, um in einer gesunden Balance zu leben und damit unsere Lebenskraft auf einem hohen Niveau zu halten. Angefangen von gesunder Ernährung, über ausreichend Bewegung an der frischen Luft, bis hin zu ausreichenden Schlaf- und Ruhezeiten, in denen sich unser System entspannt und wieder kostbare Lebenskraft schöpft. Und auch Zeiten der Stille und der Selbstbegegnung sorgen dafür, dass unser Körper, unser Geist und unsere Seele wieder in Einklang kommen. 

  

2. In Verbindung mit sich selbst kommen

Wie oben schon angesprochen, gelangen wir in der Stille leichter in die Verbindung mit uns selbst, in eine Selbstnähe. Wenn ich hier von einem Selbst spreche, so meine ich damit nicht die Persönlichkeit, sondern ich meine damit das spirituelle Selbst, das immerwährend präsent ist und als stiller, unendlicher Raum hinter dem inneren Lärm wahrgenommen werden kann. Es braucht ein wenig Übung, um sich dieses Selbst als Raum gewahr zu werden. Denn anfangs macht sich all das bemerkbar, was wir bislang weggesteckt und unter den Teppich gekehrt haben.

In der Stille taucht es dann wieder auf. Denn die Weisheit des Lebens sorgt immer wieder für Möglichkeiten das Ausgegrenzte ins Bewusstsein zu bringen, damit es integriert werden kann und damit Heilung und genau genommen Ganzwerdung erwirkt wird. 

In der Stille gelingt es besser dem Unerhörten zu lauschen, das Verdrängte zu erkennen und es im nächsten Schritt anzunehmen. Schließlich ist es ein Teil von uns, der uns ganzer macht, wenn wir ihn liebevoll annehmen und integrieren. 

Licht und Schatten gehören zum Menschsein, wie Tag und Nacht zur Erde und daher tun wir gut daran unsere Herzen für beide Pole zu öffnen. Unser Herz bietet dafür auch zwei Kammern an. In unseren Herzen ist Platz für beides und die Gunst der Gnade ermöglicht es, dass sich irgendwann die Wand zwischen den Kammern auseinander schiebt und ein großer Ballsaal entsteht, indem sich Licht und Schatten die Hände zum Tanz reichen. Welch ein Fest, welch eine Wonne. Dann werden wir das Feuer neu entdecken.

3. In ein Urvertrauen und somit in eine größere Gelassenheit finden

Je öfter wir uns der Stille hingeben, desto mehr Gelassenheit im Alltag entwickeln wir daraus. Es ist, als hätten wir für Stress unsere Andock-Sensoren ausser Kraft gesetzt. Unsere natürlichen Schutzschilde lassen vieles an uns nicht mehr so nah heran. Manches prallt ab, anderes gleitet sanft an uns ab, ohne uns aus unserer Mitte zu reißen. Selbst wenn wir bei einem einschlagenden Lebensereignis diese Mitte kurzzeitig verlieren, gelangen wir doch über die Stille sehr schnell wieder zurück ins eigene Lot, dorthin, wo wir uns geschützt und geborgen fühlen, dort wo es die einzige und wahre Sicherheit gibt.  In der Verbindung mit dem Urgrund des Seins finden wir zurück ins Urvertrauen. Hier fühlen wir uns getragen, genährt und geatmet von einer Kraft, die soviel größer ist als unsere Persönlichkeit.

4. Bewusst in Verbindung mit dem größeren Ganzen treten

Stille, welch kostbares Gut in einer im lauter werdenden, lärmenden Welt. Stille ermöglicht es mir der Melodie meines Herzens, meiner Seele, zu lauschen. Ich wähle sie täglich und kehre ein in mein Sein. Hier gelange ich wieder in meine ursprüngliche Ordnung, hier vereint sich das, was der Verstand nicht einen kann. In der Stille gelange ich näher zu mir selbst. Nichts lenkt mich mehr ab. Ich komme zur Ruhe. Ich spüre mich selbst, kann meine Gedanken und Gefühle beobachten und mir meiner Verbundenheit mit allem über meinen Atem bewusst werden. 

Auch die Natur lehrt mich die Stille. Wenn ich zum Beispiel einen Baum betrachte und sein stilles tief verwurzeltes Sein wahrnehme, oder auch einen großen Felsen, fühle ich deren Stille in mir, werde ich eins mit dem Baum, mit dem Felsen. Für meine innere Stille ist äußere Stille zwar hilfreich, jedoch nicht unbedingt notwenig. Denn selbst im größten Lärm kann ich mir der Stille in mir hinter dem Lärm gewahr werden. 

Einfach sein

Es gibt sicherlich viele Methoden und Möglichkeiten, in die Stille zu gehen und still zu werden. Doch nicht alles passt für jeden. So gilt es herauszufinden was zu mir passt. Ich persönlich bin nach fast zwanzigjähriger Meditationserfahrung zu einer sehr einfachen und wirkungsvollen Methode gelangt. 

Während ich die Augen schließe und erstmal ganz in meinem Körper ankomme richte ich meine Aufmerksamkeit auf den Atem. Dabei entspannt sich mein Körper mit jedem Ausatmen. 

Wenn ich dann tief entspannt in einem fühlenden Zustand bin, formuliere ich folgende Sätze ganz langsam im Geist und fühle die Wirkung dieser Worte. 

  • Ich bekenne mich zu mir selbst und zu meiner Seele
  • Ich bin einverstanden mit mir selbst, mit meiner Seele
  • Ich glaube und vertraue mir zu hundert Prozent. 
  • Ich bin in Ordnung, so wie ich bin.
  • Alles darf so sein wie es ist. 
  • Jetzt und in aller Ewig- und Unendlichkeit

Ähnlich einem Schuhlöffel, verhelfe ich mir damit in mein Sein und in die Stille, aus der heraus das entsteht, was im Einklang mit meiner Seele steht.  

 

Ich habe diese Meditation aufgenommen und vertont.
Wenn du interessiert bist, dann kannst du sie inklusive
einer kleinen Anleitung in Form eines Booklets hier erwerben,
gleich downloaden und eintauchen in ein Wonnebad mit deiner Seele.

Hier kannst du dir die Meditation gleich holen.

 

 

In einer Welt, die sich im Außen immer schneller und schneller zu drehen scheint, ist es enorm wichtig, dass jeder Einzelne in seiner individuellen Lebenssituation einen Gegenpol zur hektischen Aussenwelt kreiert und pflegt. Es gilt ausreichend Auszeiten, Ruhe und  Entspannung, sowie Nichtstun und einfach Sein als wertvolles Kulturgut wieder in den Alltag zu bringen. So finden wir in eine neue Balance, wo menschliche Werte wieder gelebt werden und wir gemeinsam eine menschliche und lebenswertere Welt bewusst mitgestalten. 

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann danke ich dir für deine Aufmerksamkeit. Ich bin mir sicher, dass du ein Mensch mit Tiefgang bist, der sich danach sehnt sein eigenes Wesen mehr und mehr zu erfahren. Stille ist das Tor und so lade ich dich ein dir den neuen Luxus zu erlauben.

 

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Bianka Maria Seidl

 

P.S. Schreib mir gerne auch deine Gedanken ins Kommentarfeld. Gerne lese ich sie und antworte dir.

Im Getümmel der Masse kann sich der einzelne Mensch weniger gut indiviualisieren. Zu stark sind die kollektiven, geistigen Fasern, die sein Korsett seit Eintritt in dieses Erdenleben schnüren. Dieses Korsett, das unsichtbar und dennoch wirksam ist, verhindert dass sich der Mensch tatsächlich in seinem Kern, in seinem Sein erfährt.
Doch ohne diesen Kern zu erfahren, wissen wir nicht wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen. Stattdessen drehen wir uns im Kreis, tagein und tagaus. Wir wechseln dabei die Umgebung, streichen unsere Wände neu, geben uns eine neue Frisur und neue Kleider, doch all das berührt nicht das, wer wir wirklich sind.

 

Fehlende Gesetzmäßigkeit führt in ein Ungleichgewicht

Der Wunsch nach immer größer, weiter und schneller hat viele Menschen in einen Sog, in eine Abwärtsspirale getrieben, die den Verfall von Werten, Wertschätzung und Wertschöpfung nach sich zieht. Die Gesetzmäßigkeiten des Lebens werden ignoriert. Der Lebenslehrling Mensch entpuppt sich als Zauberlehrling, dem seine Schöpfungen und Kreationen völlig aus dem Ruder laufen. Gesetzlichkeit hat daher den Platz von Gesetzmäßigkeit eingenommen und davon braucht es immer mehr.

Die Unwissenheit und auch Ignoranz im Hinblick auf die Gesetzmäßigkeiten des Lebens haben dazu geführt, dass jetzt ein Übermaß erreicht ist, das uns alle betrifft und für alle spürbar ist. Die Ursache für dieses Ungleichgewicht ist die Trennung des Menschen in seinem Bewusstsein von der Schöpfung. Und diese Trennung wurde wiederum verursacht durch einen einseitig orientierten männlichen Geist, der das weibliche Schöpfungsprinzip außer acht lässt.

 

Alles entsteht aus einer männlichen und weiblichen Kraft

Jede Kreation entsteht aus einer männlichen und weiblichen Kraft – ähnlich der Pole einer Batterie zwischen denen Strom fließt. Wird das weibliche Prinzip verdrängt, so wie es in den vergangenen Jahrhunderten passiert ist, entsteht eine Einseitigkeit, die uns überall mittlerweile entgegenschlägt. Die Nacht wird zum Tag gemacht und Zeit wird gleichgesetzt mit einem Geldwert. Diese Gleichmachung bewirkt, dass wir den natürlichen Rhythmus ignorieren, ja völlig aus den Augen verlieren und damit nehmen unsere biologischen Systeme Schaden. Denn diese lassen sich nicht in ein Zeitschema pressen, nur weil es wirtschaftlicher ist. Wir bemerken das im Kleinen bereits alljährlich bei der künstlichen Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit.

Weil der Mensch in den modernen Industriestaaten den Bezug zu den natürlichen Rhythmen verloren hat, hat er auch den Bezug zu sich und seinen natürlichen Bedürfnissen verloren. Die Folgen sind überall sichtbar. Noch nie gab es soviele psychosamtische Krankheiten wie in dieser Zeit. Krankheit entsteht immer aus einem Ungleichgewicht im Bewusstsein.

 

Das Ungleichgewicht kippt – der Gesetzmäßigkeit folgend

Auch in der Landwirtschaft ist die Einseitigkeit sichtbar. Monokulturen verdrängen die Artenvielfalt. Die Ökosysteme nehmen Schaden und das wirkt sich wiederum auf den gesamten Planeten aus.
Alles ist mit allem verbunden. Wir atmen die Luft, die, um ein Beispiel zu nennen, bereits Johann W. v. Goethe geatmet hat. Wir trinken das Wasser, das Platon schon getrunken hat. Denn die elementaren Kreisläufe bestehen schon seit Milliarden von Jahren hier auf der Erde.
Jetzt sind wir an einem Punkt in der Entwicklung der Menschheit angekommen, wo das Ungleichgewicht, das durch eine Überbetonung des männlichen Prinzips herbei geführt wurde, kippt und in ein vorübergehendes Chaos führt. Die Kräfte müssen sich neu verteilen und auf einer neuen Entwicklungsebene in ihre ursprüngliche Ordnung finden. Dieser derzeit wirkende evolutionäre Impuls folgt lediglich der Gesetzmäßigkeit des Lebens, die wie im Kleinen auch im Großen wirkt.

 

Die Qualitäten des weiblichen Prinzips integrieren

Das weibliche Prinzip muss seinen gesetzmäßigen Platz im Schöpfungsprozess des Menschen wieder einnehmen dürfen. Damit einher gehen Qualitäten von Verbundenheit, Wertschätzung des Lebenendigen, der Kreatur und der Natur. Das Wissen und die Weisheit um die natürlichen Rhythmen, für den richtigen Zeitpunkt, aber auch für den guten Platz sind Qualitäten des weiblichen Prinzips.
Es braucht wieder ein Fühlen und Spüren von Qualitäten, die für das normale Auge unsichtbar sind. Für die feinen Stimmen und Laute in den Zwischenräumen des Atems, der Sprache, des Ausdrucks. Es braucht ein Lauschen auf die inneren Impulse, die innere Stimme, die Intuition und auch Inspiration.

All das darf in der kommenden Zeit, nach dem großen Umbruch, die Schöpfungsprozesse der Menschen bereichern und damit das Leben hier auf dieser Erde in eine neue Ära führen.

Eine Ära in der sich Menschen ihrer Verbundenheit mit der Schöpfung wieder bewusst sind. Eine Zeit, die ein neues Miteinander ermöglicht, weil das DU im Außen, so wie das ICH auch, als Teil eines umfassenderen großen Ganzen erkannt und gefühlt wird.

 

Vom Zauberlehrling zum Mitschöpfer

Auf dieser neuen Entwicklungsebene verbinden sich die Kräfte des männlichen und weiblichen Prinzips wieder vermehrt harmonisch und es entstehen daher auch Kreationen, die sowohl der Natur, als auch der universellen Schöpfung zuträglich sind.
Der Mensch wird zum Mitschöpfer im großen Plan, der gemäß den Gesetzmäßigkeiten des Lebens sein Umfeld gestaltet und verwaltet und dabei seine bestmögliche Version verwirklicht.

Fragen wir uns daher

  • Wie sieht es in meinem geschaffenen Leben aus hinsichtlich dieser zwei Prinzipien?
  • Wie sind die Kräfte verteilt?
  • Wo kommt das weibliche Prinzip zu kurz?
  • Welche Ungleichgewichte gibt es und wie kann ich diese wieder ins Lot bringen?
  • Was braucht es in meiner Lebensführung, um mich wieder vermehrt mit den
    natürlichen Rhythmen in Verbindung zu bringen und damit auch mit der Schöpfung?

Und dann ist es wichtig, dass wir unsere Antworten umsetzen und auch leben.

 

Jetzt ist die Zeit der großen Veränderung. Wir alle sind davon betroffen, ob es uns bewusst ist oder nicht, ob es uns passt oder nicht. Wagen wir es das Jetzt radikal neu zu gestalten und geben wir dem weiblichen Prinzip vermehrt Raum darin. Machen wir uns so als Individuum in Verbundenheit mit der Menschheit auf den Weg hinein in eine lebenswertere Zukunft.

 

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Der weibliche Weg – Raus aus den alten Strukturen und Systemen

Damit alte, rigide Strukturen und Systemen sich wandeln, braucht es manchmal einen Schock, sowohl im persönlichen Bereich, als auch im Kollektiv einer Gesellschaft. Die Art und Weise, wie solch ein Schock geartet sein muss, um diese aufzubrechen, ist sehr unterschiedlich, je nach Grad der Verdichtung oder besser gesagt der Verhärtung. Der männliche Weg über Revolution, Krieg und Vernichtung kann hier nicht förderlich sein. Hat doch bereits Einstein gesagt, dass ein Problem nicht auf die gleiche Weise gelöst werden kann, wodurch es auch entstanden ist.

Orientieren wir daher vielmehr an der Schöpfung, an der Natur, von der wir selbst ein Teil sind. Solange ein Baum stark verwurzelt  und gesund ist wird ihm ein Sturm nichts anhaben können, ist er alt, oder krank, so wird ihn dieser Sturm schädigen, vielleicht sogar zum Fallen bringen. Genauso ist verhält es sich auch in jedem persönlichen Leben und auch in einer Gemeinschaft.

 

Der Sturm in der Menschheit – individuell und kollektiv

Der evolutionäre Sturm, der derzeit durch die Menschheit als Kollektiv fährt, erschüttert all jene Strukturen und Systeme, die die Menschheit nicht mehr nähren und ihrer Weiterentwicklung nicht mehr dienen. Systeme, die Ausbeutung zugunsten einiger Individuen gefördert haben, sind dem Zeitlichen gesegnet. Um diese endgültig zum Einstürzen zu bringen, braucht es Menschen, die anders als bisher agieren, ohne dass dies sofort als dienlich erkannt wird. Denn es geht zuerst einmal darum die alten Strukturen aufzuweichen und unkonventionell vorzugehen, anders als bisher gewohnt, abgerückt von der bisherigen Norm. Nicht immer wird es daher als förderlich erkannt. Diese Zeit empfinden wir als chaotisch und vielen fehlt es an Orientierung und vor allem an der gewohnten Sicherheit. Doch genau das ist auch die große Chance in diesem evolutionären Wandel. Die Menschen sind auf sich selbst zurück geworfen, genauer gesagt auf ihr Inneres, weil auf das Äußere kein Verlass mehr ist. Und genau hier beginnt der weibliche Weg.

Die Schritte in die Neuordnung und Harmonisierung folgen erst später und bis dahin haben die Menschen mehr vom Guten, Schönen und Wahren in sich selbst entdeckt und tragen es durch ihr authentisches Sein und Handeln in die Welt.

 

Raum schaffen für das weibliche Prinzip

Die alten Strukturen und Systeme haben uns geprägt und bereits im Mutterleib haben sich die Gefühle unserer Mütter, Großmütter und Urgroßmütter eingeprägt, einem Stempel gleich. Wir alle, egal ob Mann oder Frau, haben die Gefühle des Weiblichen in uns aufgenommen. Dieses weibliche Sein, dessen Qualitäten über mehrere Jahrtausende hinweg gering geschätzt, unterdrückt und verleugnet wurde. Und so vertrauen sowohl Männer, wie auch Frauen, sich zu wenig dem weiblichen Prinzip an.

Der derzeitige evolutionäre Shift, der jetzt das Kollektiv Menschheit erfasst, schafft Raum für das weibliche Prinzip, für einen weiblichen Weg,  sowohl in den Frauen als auch in den Männern. Die alten patriarchalen Strukturen, die über eine langen Zeitraum etabliert worden sind, beginnen sich zu verändern. In der Gesellschaft hat das in kleinen Gruppen bereits vor mehreren Jahrzehnten begonnen. Jetzt hat es auch die großen Systeme im Bereich Wirtschaft und Politik erreicht.

 

Erweiterung des Selbstbildes

Der Ruf nach Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frau im Außen  nützt wenig, wenn die Frauen in Führungspositionen versuchen sich den alten Strukturen anzupassen, um wiederum persönliche Macht zu erlangen. Vielmehr braucht es die weibliche Qualität des Führens, sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern.

Damit sich das weibliche Prinzip in der äußeren Welt verwirklichen kann, muss es vom Individuum im Inneren zuerst gelebt werden. Es braucht vermehrt ein Fühlen dessen was ist, das über das rein Kognitive hinaus geht. Das Wissen muss gefühlt und gelebt werden, damit es in Weisheit gipfeln kann. Es braucht vermehrt die Kompetenz der Intuition, die unsere Handlungen führt aus der inneren Autorität heraus. Es braucht ein Herzensbewusstsein, aus dem heraus wir mitfühlen und wertschätzen. Und es  braucht eine Erweiterung unseres Selbstbildes. Statt sich lediglich über den Körper und vor allem das Gehirn zu definieren, gilt es einverstanden zu sein mit dem Teil von uns, der unsichtbar und doch soviel größer ist, als unsere physische Erscheinung.

Dies zu erkennen und zu erfahren gelingt auf dem weiblichen Weg. Es bedeutet Hingabe an das eigene Sein, an den Urgrund des Seins, aus dem alles entsteht. Indem wir uns diesem Urgrund vermehrt anvertrauen entsteht Urvertrauen und wir fühlen uns verbunden und eingebettet in das große Ganze. Im Bewusstsein dieser Kraft, die uns in jedem Moment atmet und unser Herz schlagen lässt, entsteht der Raum, indem das, was sich jeder Mensch zutiefst in seinem Herzen wünscht, auftauchen kann.

 

Gleichstellung auf natürliche Weise

Wir alle tragen in uns eine große Sehnsucht nach tiefem Frieden und Erfüllung. Das ist der große Traum. Was die wenigsten wissen ist, dass wir diese Schätze bereits in uns tragen, ebenso wie wahre Freude und auch Freiheit. Diese Seinsqualitäten werden fühl- und erfahrbar, wenn wir aufhören uns weiterhin lediglich mit unserer physische Form, unserem Körper und den Fähigkeiten unseres  Gehirns zu identifizieren.

Erst wenn wir uns aus dieser Identifikation lösen, werden wir uns hinein entfalten in das, was bereits in uns ist. Es wird in uns erblühen und mehr und mehr Raum einnehmen. Mit jedem Atemzug, indem wir den Strom des Lebens in uns bewusst aufnehmen und uns durchlässig dafür machen, erfahren wir uns als das Leben selbst – grenzenlos frei, ewig während, in tief empfundener Freude und im Frieden mit dem was ist. Der Impuls zur Handlung geschieht spontan aus unserem Wesen heraus, ohne Berechnung eines persönlichen Vorteils, vielmehr aus der Liebe des Lebens zu sich selbst.

Wagen wir uns, Männer wie Frauen, uns auf den Weg, den weiblichen Weg, zu machen. Entspannen wir uns vermehrt in unser Sein hinein und vertrauen wir uns ihm an.  Würdigen wir dieses Sein so, wie das Werden, und kreieren wir auf natürliche Weise die Gleichstellung des Weiblichen mit dem Männlichen in uns selbst und damit auch in der Welt. So gelangen wir in Einklang mit dem Schöpfungsprozess des Universums. In sich ewig  fortsetzenden Zyklen vereint sich die weibliche mit der männlichen Kraft, kreiert  neues Leben in all seiner Vielfalt und dehnt sich dabei aus ins Unendliche.

Gelingt uns diese innere Gleichstellung,  haben wir die nächste Entwicklungsebene als Menschheit erreicht. Wir sind den alten Rollen von Oper und Täter entwachsen und sind Mitschöpfer im großen göttlichen Plan für das Gute, das Schöne und das Wahre.

 

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Die 5 wichtigsten Schritte vom Überlebensmodus zum Schöpfermodus
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 Noch ein Tipp: Nimm dir mehrmals am Tag eine kleine Atempause. Übe dich  immer mehr in dein Sein zu gelangen. Je regelmäßiger desto wirkungsvoller und tiefer werden deine Erfahrungen.
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Danke dafür!
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Dunkelheit – der kosmische Nährboden

Wir alle lieben das Licht und haben unsere Welt im Außen entsprechend erhellt, so dass es oft nachts in Konkurrenz zum Licht der Sterne geht und diese für uns nicht mehr so gut erkennbar sind – vor allem in den Großstädten.

Die Dunkelheit hingegen ist negativ besetzt in unserem Kulturkreis und daher unerwünscht. Sie macht Angst, denn meist wird das Böse und die dunklen Kräfte damit verbunden. Dabei handelt es sich bei Licht und Dunkelheit um zwei gegensätzliche Pole, die ein Ganzes ergeben. Für den Schöpfungsvorgang braucht es immer das Weibliche und das Männliche als Kraftpole, so wie + und – bei einer Batterie. Diese gegensätzlichen Pole sind nicht zu bewerten, denn es braucht beide. So ist die Schöpfung eben angelegt. Wenn jedoch ein Pol auf Kosten des anderen gelebt wird, verkümmern letztendlich beide, da sie sich brauchen und bedingen.

 

In den vergangenen Jahrtausenden wurde des weibliche Prinzip weitest gehend unterdrückt und mit negativen Etiketten versehen. Auf diese Weise ist diese Kraft, dieser Pol, sowohl in den Männern als auch bei den Frauen mehr oder weniger nur auf Sparflamme gelebt worden. Dieses Ungleichgewicht ist auch in alles Geschaffene eingeflossen und so haben wir die Welt kreiert, in der wir derzeit leben.

In den letzten Jahren ist jedoch ein Bewusstseinswandel spürbar. Ein Wandel, bei dem das weibliche Prinzip und die damit verbundenen Qualitäten wieder ins Bewusstsein drängen. Ich habe zu Beginn dieses Jahres zwei Artikel    darüber geschrieben.

Wir verspüren plötzlich unser tiefes Bedürfnis nach Verbundenheit mit der Natur, aber Verbundenheit mit dem, was Größer ist als wir, auch wird der Intuition und den Gefühlen wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt, ja sie werden als Kompetenz des Menschen anerkannt. Auch Empathie mit Menschen außerhalb unserer Familien und Nationen ist spürbar und letztendlich spüren wir das tiefe Bedürfnis in Einklang zu kommen mit uns selbst, so dass wir in uns einen Frieden finden als Basis für ein freudvolles und erfülltes Leben.

 

Die Dunkelheit wird dem weiblichen Prinzip zugeordnet. Hier keimt die Saat aus der das Neue entsteht. Wenn wir uns diesem Teil in uns wieder zuwenden und lernen die Stille und das Dunkel zu genießen – sowohl im Außen als auch in unserem Innersten, erfahren wir die dunkle, weibliche Kraft, als heilsamen Gegenpol zur schnelllebigen, hellgrellen männlichen Welt im Außen. So gelangen wir in eine neue Balance und Ausgewogenheit in uns selbst und auch in der Welt, in unserer Gesellschaft.

Denn: Alles ist mit allem verbunden und beeinflusst sich fortwährend. Und daher hat jede noch so kleine Aktion eine Wirkung auf das Ganze.

 

Lasst uns daher die vorherrschende Zeit der Wintersonnwende dafür nutzen und uns der Dunkelheit hingeben, so dass das Licht in uns – das wahre Feuer – sich neu entzünden kann. Vielleicht entdecken wir auf diese Weise das Feuer wieder neu, wie es einst Teilhard de Chardin mit seinen Worten ausdrückte:

 

„Eines Tages, nachdem wir die Winde, die Wellen, Ebbe und Flut und die Gravitation gemeistert haben, werden wir uns auch die Energien der Liebe nutzbar machen und dann, zum zweiten Mal in der Geschichte unseres Planeten, wird der Mensch das Feuer entdecken.“

Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen dieser Zeilen, sowie auch allen Menschen mit denen wir verbunden sind ein Frohes Fest – ein Fest der Liebe!

In herzlicher Verbundenheit

Bianka Maria Seidl

Die 5 wichtigsten Schritte zur Stärkung der weiblichen Kraft

Mit dem heutigen Teil endet diese Artikelserie, in der ich im ersten Teil über den Energiekreislauf zwischen Mann und Frau berichtet und damit aufgezeigt habe, wie dieser gestört ist und was es zur Heilung braucht. Falls Sie diesen 1. Teil noch nicht gelesen haben, können Sie ihn hier nachlesen. In Teil 2  konnten Sie lesen wie es zu den Verletzungen der Yin-Pole bei Mann und Frau in der Vergangenheit kam und wie das weibliche Prinzip in der jetzigen Zeit wieder an Bedeutung und Wertschätzung gewinnt.

Im heutigen 3. und letzen Teil dieser Serie lesen Sie über praktische Vorgehensweisen, um das weibliche Prinzip in unserem individuellen Leben und auch in die Gesellschaft zu integrieren, zu stärken und zu leben.

 

Vom Opfer zur schöpferischen Kraft

Das Erwachen hinein in die ursprüngliche Weiblichkeit bedingt zugleich den Schritt heraus aus dem Opfersein, mit dem sich Frauen über die Jahrhunderte identifiziert hatten. Im kollektiven Feld hat dies zur Bildung eines Schmerzkörpers geführt, von dem vielen Frauen noch bestimmt sind, wenngleich auch unbewusst. Eckart Tolle schreibt darüber ausführlich in seinem Buch “Jetzt – Die Kraft der Gegenwart”.

Die Heilung alter emotionaler Wunden bedingt im ersten und wichtigsten Schritt, dass wir die Verantwortung für all die unerlösten Gefühle übernehmen, die verdrängt in den dunklen Kammern des Unterbewusstseins kauern, viel Energie rauben und oftmals die Stimmung auf den unteren Oktaven halten – von freudlos bis hin zu depressiv.  Es braucht ein Innehalten und dann den Mut hinzuschauen und hinzuspüren, um Licht in diesen Schmerzkörper zu bringen und die noch wirkenden Muster zu erkennen und  zu transformieren.

 

Hier die 5 wichtigsten Schritte im Überblick

  1. Innehalten – hinschauen – hinspüren – fühlen
  2. Eigenverantwortung übernehmen
  3. Heilung der alten emotionalen Wunden
  4. Aussöhnen mit dem inneren Mann und somit das Männliche und das Weibliche in sich selbst harmonisch vereinen
  5. Die weiblichen Prinzipien wertschätzen und vermehrt leben

Weiter unten beschreibe ich sie ausführlicher.

 

[bctt tweet=”Die Lösung der Probleme zwischen Mann und Frau liegt in jedem Individuum” username=”Biankamaria”]

 

Der Konflikt zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen, zwischen den Geschlechtern, ist ein innerer Konflikt im Individuum und kann daher auch hier gelöst werden. Wir finden im Außen im gegen-geschlechtlichen Partner einen Spiegel für unseren im Verborgenen liegenden gegengeschlechtlichen Anteil.

In der Annahme des gegengeschlechtlichen Anteils im Inneren kann die Aussöhnung geschehen, können die Schatten der Vergangenheit durchlichtet und aufgelöst werden. Die Verdunkelungen des inneren Himmels verziehen sich und das Licht der Seele kann aus den höheren Seineebenen wieder durch das Herz der Frau strahlen.

In dem von mir entwickelten integralen Coaching-System „Über die Wurzeln zur Krone©“ beginne ich die Arbeit mit meinen Klienten immer im Bereich der Herkunft, bei  ihren Wurzeln. Dabei geht es um die bewusste Wiederanbindung, um das Klären und somit auch Stärken der eigenen Wurzeln und das Bereinigen und Abschließen der Vergangenheit. So steht die freigesetzt Energie als Kraft für das Hier und Jetzt zur Verfügung und kann gezielt für die Entfaltung ausgerichtet werden.

Auf dieser Entwicklungsebene öffnet sich der Mensch für Inspiration und Offenbarung und wird zum Empfänger kosmischer Energien. Er richtet sich auf und aus und fühlt sich gerufen die Werte seiner höheren Seineebenen seiner Seele zu verwirklichen.

 

weibliche Schöpferkraft

 

Hier meine Anregungen zu den einzelnen 5 Schritten:

1. Innehalten, hinschauen und wahrnehmen

Ich empfehle Ihnen eine tägliche spirituelle Praxis des sich nach Innenwendens. Für diese Zeit der Selbstbegegnung in Form einer Meditation reichen anfangs 10-15 Minuten. Halten Sie tagsüber zwischendurch inne und nehmen Sie wahr, wo sich Ihre Lebensenergie hauptsächlich befindet. Sie werden feststellen dass dies im Kopf ist. Mittels Bauchatmung und einer bewussten Fokussierung auf das Becken bringen Sie Ihre Energie wieder in den Schoß – ins Hara sozusagen, wie es in den asiatischen Kampfkünsten praktiziert wird, um Kraft zu sammeln.

 

2. Verantwortung übernehmen

für das was ist. Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre eigenen Gefühle des Verletztseins, des Minderwerts, der Scham und Schuld, sowie auch für Ihre Gedanken, Worte und Taten – ohne wenn und aber. Hören Sie auf den “Schuldigen” im Außen dafür zu suchen und zu benennen. Auf diese Weise gelangen Sie zu sich selbst und nur hier können Sie etwas verändern.

 

3. Im Hier und Jetzt wach sein

Seien Sie präsent im Augenblick. Erkennen Sie, wenn Begegnungen und Ereignisse alte Wunden bei Ihnen triggern und damit das Unerlöste ans Licht bringen. Nehmen Sie sich  in diesen Momenten mit diesen Gefühlen an, durchleben Sie sie, ohne es zu bewerten. Bleiben Sie solange mit diesen Gefühlen, bis sie sich aufgelöst haben. Lassen Sie sich von nichts dabei ablenken. Auf diese Weise findet eine Integration der vorher verdrängten Anteile statt und das setzt Lebenskraft frei.

 

4. Den Kontakt zum inneren Mann/zur inneren Frau herstellen

Der gegengeschlechtliche Anteil zeigt sich in Form von Projektionen im Außen bei der Begegnung. Im Falle der Frau sind es die Männer, die ihr begegnen und bei den Männern sind es die Frauen im Außen. Treten Sie in einen achtsamen Dialog und ermöglichen Sie die Begegnung auf Augenhöhe. Sollten Sie feststellen, dass dies nicht möglich ist bedarf es der Vergebung und Aussöhnung mit dem inneren Mann, der inneren Frau.  Auch dies geschieht im Inneren doch oftmals braucht dieser Prozess im Außen eine zielsichere Begleitung in Form eines Seelen-Coachings.

[bctt tweet=”Das Herz integrieren und öfters schweigen – Reden ist Silber – Schweigen ist Gold” username=”Biankamaria”]

 

5. Weibliche Prinzipien beachten und vermehrt leben

Schenken Sie den weiblichen Prinzipien und Werte vermehrt Ihre Aufmerksamkeit. Wertschätzen Sie sie und integrieren Sie sie in ihr Leben. Gönnen Sie sich öfters Zeiten der Muse, des Verweilens und Genießens im Augenblick. Fühlen Sie mehr statt zu denken und schweigen sie öfters, statt zu reden. Wenn jemand das Herz auf der Zunge trägt, zeugt das von einem nicht integrierten Herzen. Darum heißt es im Volksmund auch Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

 

Das Wichtigste für die Frauen in der jetzigen Zeit ist, dass sie darauf achten, wessen Willen Sie verwirklichen und dass sie sich Inspiration und Vision suchen, die sie berührt und bewegt.

Hier ein paar essentielle Fragen, die Sie sich immer wieder stellen sollten. Damit hinterfragen Sie Ihre Komfortzone.

  • Wem diene ich mit dieser Entscheidung?
  • Ist es mein Wille, den ich verwirkliche?
  • Entspricht dies meinen Werten?
  • Will ich das wirklich?
  • Was wünscht sich meine Seele?
  • Was bringt mich in Bewegung?
  • Was mache ich mit meinen Zweifeln, mit meinen kleinmachenden Gedanken, mit meinen Minderwertsgefühlen, meinen Anspruch an Perfektion, es allen Recht machen zu müssen?
  • Was sind meine Werte?
  • Wie und wodurch kann ich sie in meinem Leben und in meinem Business verwirklichen?
  • Was kann ich kreieren, sodass ich meine Werte leben und damit mein Leben und das Leben der Gemeinschaft bereichere, es lebenswerter mache?

 

Ein altes Kulturgut neu beleben

Noch etwas zum Schluss: Beenden Sie Ihren Tag und Ihr Tagwerk mit einer Reflexion über den Tag. Das war früher ein Stück Kulturgut und das können auch wir wieder einführen, wenngleich auf eine andere Art und Weise. Während es früher in der Großfamilie so war, dass der Abend über den Tag mit all seinen Herausforderungen aber auch mit all dem Schönen und Guten gesprochen wurde und man anschließend den Tag bei Hausmusik ausklingen ließ, ist es in der modernen Welt heute so, dass die Menschen vor den Unterhaltungskisten sitzen – sei es der Fernseher, das Display eines Tabletts oder eines Handys. Da bleibt keine Zeit für Reflexion und die Ereignisse des Tage. Die Informationen, die während des Tages aufgenommen wurden, werden größtenteils mit ins Bett genommen. Dort wälzt sich der Mensch und findet nicht in den erholsamen Schlaf. Vielmehr plagen ihn all die Dinge, die er tagsüber auf der Überholspur ausgeblendet hat.

 

Kleine Rituale stärken im Alltag

Viel besser ist es, wenn wir den Abend mit einem kleinen Ritual beenden. Legen Sie sich ein Schreibbuch zu und reflektieren Sie abends Ihren Tag. Widmen Sie sich zuerst den Dingen, die unangenehm waren. Denken und fühlen Sie sich nochmals in die einzelne Situation hinein. Versetzen Sie sich auch in Ihr Gegenüber und überlegen Sie sich dann, was diese Situation von Ihnen erfordert hätte, damit sie optimal gewesen wäre. Damit überschreiben Sie in Ihrem Unterbewusstsein diese schwierigeren Erlebnisse und entlasten sich damit. Anschließen notieren Sie 5 Dinge, wofür Sie dankbar sind und auch 5 Dinge, die Sie an diesem Tag gut gemacht haben, wo Sie erfolgreich waren. Achten Sie dabei vor allem auf die kleinen Dinge des Alltags. Vor allem für uns Frauen ist so vieles selbstverständlich, was wir zwischendurch im Vorbeigehen noch so alles erledigen. Das geht oft auf Kosten der eigenen Wertschätzung und hier können wir viel für uns selbst tun, statt darauf zu warten, dass es die anderen bemerken und uns dafür anerkennen.

 

Die weibliche Kraft leben heißt mit dem Leben fließen

Je mehr wir uns in unser tiefes Sein hinein entspannen, je tiefer wir uns mit unseren Wurzeln und unseren weiblichen Quellen verbinden, desto mehr erblüht unsere Kraft.

Wenn wir unsere alten Verletzungen geheilt haben, fällt es uns leicht von Kontrollieren, Funktionieren und sinnentleertem Machen loszulassen. Auch lösen sich hier die Untugenden wie Vergleich, Neid und Konkurrenz auf. Wir erfreuen uns vielmehr an der gegenseitigen Unterstützung im Wachstum und bei der Entfaltung unserer Potenziale und es entstehen Gemeinschaften, in denen wir genährt, inspiriert und auch bereichert werden.

Statt weiterhin die Sehnsucht und Bedürftigkeit nach Liebe im Außen zu suchen, finden wir die Quelle dieser Liebe in uns selbst. Wir werden wach und sehen, dass wir die Liebe sind, nach der wir suchen – meist unbewusst. Wir sind die Fülle, nach der wir uns sehnen. All das ist in uns und wir können es in Hülle und Fülle verströmen und damit alles, was unser Herz begehrt zum Wachsen und Gedeihen bringen und damit auch die Gemeinschaft stärken. Jetzt erkennen wir: Wir sind die, auf die wir gewartet haben!

Falls Sie Teil 2 noch nicht gelesen haben, finden Sie diesen Teil hier .
und Teil 1 finden Sie hier.

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