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Raus aus der Schnelllebigkeit

 

Ja, ich weiß. Du denkst dir jetzt … und das jetzt vor Weihnachten. Doch gerade jetzt komme ich mit meinem Appell, denn jetzt unterstützt uns die Zeitqualität dabei zu entschleunigen. Darum von mir heute in diesem Beitrag ein paar Impulse  und Gedanken dazu.

Nachfolgend ein Auszug aus meinem Buch „Die Zeit ist reif …!“, in dem ich beschreibe, dass wir derzeit einen falschen Umgang mit der Zeit haben und welche Auswirkungen dies hat.

“Unser Zeitempfinden hängt von unserem Bewusstseinsstand ab. Noch im Kindesalter vergeht die Zeit wie im Flug, wird der Moment im Spiel zur Ewigkeit. Die Zeitwahrnehmung, das Empfinden für Zeit, fehlt gänzlich. Mit den Jahren lernen wir mehr und mehr die Zeit kennen. Chronos, der griechische Gott der Zeit, hat sich in den Chronometern, den Uhren, verewigt und brachte die gemessene Zeit ins Bewusstsein der Menschen.

Das Empfinden für die Qualität der Zeit, das dem Gott Kairon unterstellt war, ist aus dem Alltag des modernen Menschen verschwunden. Nicht, dass es ihn nicht mehr gäbe, den richtigen Zeitpunkt. Allerdings nehmen wir ihn aus unserem verengten Blickfeld heraus nicht mehr wahr. Was wir nicht wahrnehmen, scheint es nicht zu geben, oder unterliegen wir da einem weiteren großen, modernen Irrtum?

Jesus sprach: „Wahrlich ich sage euch, wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht ins Himmelreich eingehen.” Kinder vergessen im Spiel die Zeit. Das kindliche Spiel wird getragen von der Lust und Freude und dabei weiten sich Zeiträume zur Ewigkeit. Ähnlich wie im Erwachsenenalter die sexuelle Lust das Zeit- und Raumempfinden aufzulösen vermag.

Das starke Sich-Einbinden in die lineare Zeit versklavt uns Menschen. Wir sind getrieben, laufen der Zeit hinterher. Dabei verengen sich die Zeitraumgrenzen und es entsteht als Folge davon Hektik, Stress und die Schnelllebigkeit. Hinter dieser Entwicklung, die vordergründig mit der Industrialisierung und dem technischen Fortschritt erklärt werden kann, stehen die Ängste. Sie führen, weil unbewusst, ein mächtiges Schattendasein. Existenzangst, Lebensangst, Angst vor Kontrollverlust, Macht und Ohnmacht sind die wahren Regenten auf unserem Planeten.

Aus bisheriger Sicht hat das, was wir bis jetzt getan haben, immer gut geklappt. Natürlich gab es viele Krisen, doch irgendwie ging es doch weiter. Die Frage ist, haben wir aus unseren Fehlern, die in die Krise geführt haben, wirklich etwas gelernt oder fallen wir da sowohl unserer eigenen Unehrlichkeit, als auch unserer begrenzten Sichtweise zum Opfer? Haben wir es lange genug versäumt, genau hinzusehen und unser Leben so wahrzunehmen, wie es wirklich ist?

Unsere Persönlichkeit – eine Maske, die unser Wesen verbirgt

Wir haben uns nach außen eine heile Welt geschaffen, die es zu kontrollieren gilt. Wir versuchen uns so gut wie nur möglich vor Eventualitäten in unserem Leben abzusichern. Auf diese Weise überdecken wir unsere unbewusste Ohnmacht und die mangelnde Selbstkontrolle. Wir haben vieles aus unserem menschlichen Leben verdrängt, ohne uns bewusst zu sein, dass wir es uns selbst geschaffen haben. Es ist unsere Persönlichkeit, die Persona, die Maske, die sich mächtig macht, um sich nicht ohnmächtig fühlen zu müssen. Ja, unsere Persönlichkeit ist unsere Maske, die uns anerzogen wurde. Im Laufe der Zeit haben wir uns immer mehr damit identifiziert, sodass wir uns für das halten, was wir nach außen darstellen. Wir halten uns für die Rollen, die wir spielen. Doch wer steckt dahinter?

Die Zeit ist reif, hinter die Maske zu sehen und dem Wesen in uns auf die Spur zu kommen. Das Leben unterstützt uns dabei, denn in diesen Zeiten funktioniert nichts mehr so wie bisher. Da ist Sand ins mechanistische Weltgetriebe gekommen. Oder hat es einen Frequenzwechsel gegeben und wir haben es noch nicht bemerkt? Was bisher Erfolg versprechend war, läuft nicht mehr, erfüllt nicht mehr in der bisherigen Weise. Das Dasein erscheint vielen sinnentleert. Das selbstzerstörerische Leistungsbewusstsein und die Wahrnehmung der Zeit als rein quantitative Größe hat uns in die beschleunigte Zeit hineingetrieben.

In diesem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, verschlingt die abwärts drehende Verfallspirale Menschenleben, Existenzen, Unternehmen und Abermillionen von Euros. Wertverfall statt Wertschöpfung, wohin das Auge blickt. Wer keine Zeit mehr hat, sich und sein Dasein wahrzunehmen, verliert beides. Zeit ist Geld, ist Lebensenergie. Doch es handelt sich hier um ein großes Missverständnis, denn es geht darum, sich Zeit zu nehmen, um Zeit zu haben. Nur so kann Wertschöpfung entstehen und ein erfülltes Dasein möglich werden. Denke für eine Weile darüber nach – nimm dir diese Zeit!”

Die Leichtigkeit des Seins  wieder entdecken

Der Strom des Lebens vollzieht sich unaufhörlich. Er ist ohne Anfang und ohne Ende. Wir sind eingebettet in diesen Strom. Lassen wir uns von ihm tragen, sind wir sicher geborgen. Wir fließen mit ihm, mit dem Leben, das sich uns in mannigfaltigen Arten und Formen zeigt. Wir können staunend und bewundernd die Schönheit der Schöpfung erfahren und uns darin immer mehr erkennen. Das ist das Ideal, doch die Realität sieht derzeit anders aus.

Wir haben uns isoliert vom großen Strom des Lebens und uns ein  eigenes Leben geschaffen, eine eigene kleine Insel. Manchen Menschen gelingt es, sich auf ihrer Insel wohl zu fühlen. Sie haben nur wenige Mauern errichtet und Gäste sind ihnen willkommen. Andere wiederum leben auf ihrer Insel hinter hohen, dicken Mauern und fühlen sich isoliert und einsam. Zu bedrohlich haben sie das empfunden, was der große Strom zu ihnen gebracht hat und so haben sie versucht sich vor den Unwägbarkeiten zu schützen, sich abzusichern.

So haben wir unsere Persönlichkeit stark gemacht wie eine Trutzburg. Unsere übermäßige Identifizierung mit unserem physichen Ausdruck, unserem Körper und mit unseren Gedanken und Gefühlen, hat uns diesen Schutz aufbauen lassen. Jetzt trennt uns dieser übermächtige Schutz augenscheinlich von dem, was uns trägt und uns Existenz verleiht.

Die Persönlichkeit – Schutzschild und Gefängnis

Wir haben uns mit unserer Persönlichkeit ein Schutzschild geschaffen und zugleich auch ein Gefängnis. Je dichter das Gewebe gestrickt ist aus Gedanken und Gefühlen, desto weniger erfahren wir die Leichtigkeit des Seins, den Urgrund des Lebens.

Die Gedanken, Empfindungen, Gefühle, Ideen und Vorstellungen der Persönlichkeit verändern sich fortwährend. Ein großes Netz, innerhalb dessen der Eindruck von Bewegung, Fortschritt und Wachstum entsteht, weil sich vieles erfahrbar über die Sinne verwirklicht. Doch all das ist vergänglich und unbeständig.

Es kostet viel Energie eine Persönlichkeit zu sein, seine Ansichten und Standpunkte zu vertreten, zu verteidigen und ggf. sogar dafür zu kämppfen. Hingegen ist es leicht einfach zu sein. Es ist mühelos und nährend zugleich. Doch es braucht Vertrauen in diesen Urgrund des Lebens. Es braucht ein Urvertrauen.

Die Leichtigkeit des Seins erfahren

Wollen wir uns wahrlich weiterentwickeln hinein in unsere wahre Natur, gilt es sich wieder zu öffnen für den Strom des Lebens und die Mauern abzubauen. Das Übermaß an materiellem Ballast, an emotionalen Gepäck, an mentalen Konzepten und Konstrukten darf reduziert werden, um die Leichtigkeit des Seins als essenzielle Natur unseres Wesens wieder zu erfahren, so wie einst als Kind, jedoch jetzt mit der Weisheit unseres Herzens.

Das Sein, als Pol der Ergänzung zum Werden, ist essenziell wichtig auf unserem Weg der Ganzwerdung. Die Persönlichkeit tritt auf diesem Weg immer mehr zurück, entspannt sich in den Urgrund des Seins hinein, wird zum Gefäß für Wahrheit und Inspiration aus der Schöpfungsebene unseres wahren Selbst. Wir werden zum lebendigen, spontanen Ausdruck des Lebens selbst im gegenwärtigen Augenblick – ohne Anfang und ohne Ende.

Fragen wir uns daher:

  • Wie könnte das Leben aussehen, wenn wir uns wieder diesem unviversellen Urgrund anvertrauen würden?
  • Wie könnte ich damit im Kleinen beginnen?
  • Wie würde sich unser Zusammenleben als Menschheit verändern?
  • Wie wäre es, würden wir uns im DU erkennen mit Licht und Schatten?
  • Wie würden wir uns fühlen getragen zu sein vom großen Strom des Lebens hinauf auf die nächste Oktave unserer Entwicklung?

Gerne lese ich deine Gedanken dazu. Schreib sie mir einfach ins Kommentarfeld unterhalb dieses Beitrags, oder schreib mir eine Mail. Ich antworte dir gerne.

 

Falls du dich für mein Buch “Die Zeit ist reif …! interessierst, findest du hier alle Informationen.

Es gibt das Buch auch als Hörbuch mit 4 CD´s in einer Jewelbox.

 und auch mit einem eigens dazu kreierten Kartenset..

 

 

 

Warum dein inneres Kind dein größter Schatz ist

Viele Menschen tragen in sich ein verletztes Kind, das traurig und verlassen in den unbewussten Räumen haust. Hier erzeugt es Stimmungen von Unlust, Einsamkeit und beeinflusst unseren Alltag mehr, als uns das bewusst und auch lieb ist. Zwischendurch macht sich Lustlosigkeit breit und wir beginnen alles auf die lange Bank zu schieben. In Beziehungen stehen sich oftmals zwei bedürftige, verletzte, erwachsene Kinder gegenüber. In ihrer Bedürftigkeit erwarten sie aus einem kindlichen Anspruch heraus, vom Gegenüber die so sehr vermisste Geborgenheit und Liebe zu erhalten. Geschieht dies nicht, entstehen oftmals Konflikte, Schuldzuweisungen, Ablehnung oder völliger Liebesentzug. Falls einer der beiden dominanter in seinen Forderungen ist und der andere darauf eingeht, entsteht daraus eine Abhängigkeit. In dem Fall ist die Abhängigkeit das falsch verstandene Liebesprinzip. Derjenige, der die kindlichen Bedürfnisse des anderen erfüllt, geht in eine andere Rolle. Eine Begegnung auf Augenhöhe ist hier nicht mehr möglich.

Wieder in die Leichtigkeit des Seins zurück finden

Wenn wir dem verletzten Kind in uns keine Beachtung schenken, fehlt uns das Spielerische, das Heitere und das Unbedarfte und wir erstarren in der Monotonie des Alltags. Wiederkehrende, unangenehme Ereignisse in unserem äußeren Leben sind dazu da, uns auf Muster aus der Kindheit aufmerksam zu machen. Statt in einem nie endenden Kreislauf das, was nicht gefällt, zu bekämpfen, können wir uns mittels Reflexion bewusst werden, um was es da wirklich geht.

Fragen wir uns in solchen Momenten

  • was fühle ich in dieser Situation?
  • warum wühlt mich das so auf?
  • wo im Körper fühle ich diese Wut/Zorn/Trauer/ etc.?

bringen uns diese Fragen zu den Ursachen, die nicht in den äußeren Geschehnissen liegen, sondern in uns selbst, entstanden in einer Prägephase in der Kindheit.

Die schwarzen Perlen – der vergessene Schatz

Vergessen und abgedrängt liegen „schwarze Perlen“ am Grunde des Unterbewusstseins, verborgen im Schlamm. Wenn wir bereit und gewillt sind, tief in uns einzutauchen, um diese Perlen zu finden, entdecken wir den Schatz. Diese Perlen sind die verkapselten Gefühle, die wir in unserer Kindheit verdrängen mussten, um zu überleben. Zu groß war der Schmerz, des nicht gesehen werdens, des nicht gut genug seins, des nicht dazu zu gehörens.

Sind diese schwarzen Perlen erst einmal entdeckt und geöffnet, gilt es diese Gefühle zu fühlen und sie in unser liebendes Herz zu bringen. Doch das ist nicht immer einfach, denn oftmals ist der Zugang zum Herzen verengt oder gar verschlossen. Zu lange haben wir die zarten Herzensempfindungen überhört, übertönt und uns davon abgelenkt. In solch einem Fall ist es angebracht, dass wir uns professionelle Hilfe holen, bei einem Coach oder einer Beraterin, die aus einem tiefen Erfahrungswissen schöpft.

Es obliegt unserer Verantwortung

  • uns um unser inneres Kind zu kümmern
  • es anzunehmen in seinem Schmerz, seiner Trauer
  • da zu sein und mitzufühlen
  • es zu halten und ihm die fehlende Geborgenheit und Liebe zu schenken, die es so vermisst hat.

Auf diese Weise kann es sich aus seiner Isolation, seiner Einsamkeit lösen und gibt den Weg frei für die Entfaltung seiner wahren Schätze – seiner Gaben und Talente, die unser Potenzial und letztendlich unseren wahren Reichtum ausmachen. Ab dem Momentverändern sich auch unsere Beziehungen und die Umstände in unserem äußeren Leben.

Die innere Schatztruhe öffnen

Durch die Integration des inneren Kindes öffnet sich die Schatztruhe in uns. Statt eines ermüdenden, wiederkehrenden Kreislaufes, eröffnen sich jetzt neue Wege, die von mehr Leichtigkeit, Spontaneität und Lebensfreude begleitet sind und auf denen wir den Schatz, der wir sind, in die volle Entfaltung bringen und ihn mit der Welt teilen. Tun wir so, dann werden wir auch eine neue Gesellschaft formen, in der Kinder wieder ihren wesensgemäßen Platz finden. Eine Gesellschaft, in der Kinder ihrer selbst willen geliebt, ohne dass sie missbraucht werden, um die Bedürfnisse und den Mangel der Erwachsenen zu stillen und dadurch selbst wieder zu lieblosen Erwachsenen werden, die das Leben gierig ausbeuten, ohne je Erfüllung zu finden.

Sagte doch Jesus bereits: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht ins Himmelreich einkehren.“ Damit wir den Himmel auf die Erde bringen, braucht es die Gaben und Talente unseres inneren Kindes und das ist unser größter Reichtum.

Falls du dich durch den Artikel angesprochen fühlst und tiefer in das Thema einsteigen willst, lade ich dich ein beim kostenfreien Info-Webinar dabei zu sein.

Info-Webinar “Dein inneres Kind heilen”
03. April 2019 – 18.30 h

Falls

  • dein Alltag einen Grauschleier hat und du dich oft energie- und antriebslos fühlst
  • du öfters eine Unlust verspürst, die dazu führt, dass du alles auf die lange Bank schiebst
  • du leicht gereizt bist, dich schnell verletzt fühlst und dich zurück ziehst
  • es dir schwer fällt spontan und offen auf neue Situationen und Herausforderungen zuzugehen
    – egal ob privat oder im Business

dann ist das Info-Webinar „Heile dein inneres Kind“ genau das Richtige für dich.

Hier kannst du dich gleich anmelden!

 

Der Kraftfluss der Seele und was ihn stärkt – Teil 2

 

„Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt, der froh von ihren Taten, ihrer Größe den Hörer unterhält und, sich freuend, ans Ende dieser schönen Reihe sich geschlossen sieht.“

Johann Wolfgang von Goethe, Iphigenie

 

Im ersten Teil dieser Artikelserie ging es mir darum aufzuzeigen, dass wir über unsere Herkunft eine starke Anbindung an das Lebendige erfahren. Insbesondere sind es Vater und Mutter, die den Kraftfluss unserer Seele nähren. Ihre Kraftlinien verbinden sich in uns, leben in uns und werden auch durch uns weitergegeben an unsere Kinder. Solltest du den 1. Teil „Der Kraftfluss der Seele und was ihn stärkt“ verpasst haben, kannst du ihn hier nachlesen.

 

Im zweiten Teil möchte ich nun aufzeigen, dass auch die größere Familie unserer Herkunft, unsere Sippe, zum einen eine Quelle der Kraft und Weisheit ist. Zum anderen bringt sie oftmals auch Last und Bürde mit sich bringt, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Da sich die Menschen im Westen gerade auf dem Weg der Individuation befinden, bedeutet dies, dass wir uns von den Ahnenverstrickungen lösen müssen, um in unser Potenzial zu gelangen  und unseren ganz individuellen Weg gehen zu können.

Viele Menschen in der modernen Zeit sind von ihren Wurzeln abgeschnitten. Manche haben ein Leben lang das Gefühl, nicht richtig in ihre Kraft zu kommen und ihr Leben zu leben. Sie fühlen sich wie ein Baum, den der nächste Sturm umweht. Wenn Teile der Wurzeln fehlen fühlt der Mensch eine innere Leere. Dabei ist eine liebevolle Verbindung zur Herkunft, zu den Eltern und Ahnen eine wesentliche Quelle für Kraft und Weisheit im Alltag. Damit gewinnt der Mensch an innerer Sicherheit, an Schaffenskraft und auch an Mut den Herausforderungen in seinem Leben zu begegnen. Ganz aktuell zeigt sich ein Trend auf breiter Masse – die Individualisierung. Auf diesem Weg kommen wir nicht daran vorbei uns mit unseren Wurzeln und unserer Herkunft zu beschäftigen und uns von dem zu lösen, das uns hindert unsere Individualität und unser Potenzial zu leben.

Wenn wir uns in der Natur umsehen und einen Baum betrachten, so erkennen wir, wie wichtig die Verbindung zu den Wurzeln ist. Der Baum bezieht darüber seine Nahrung und die Wurzeln geben ihm Halt, so dass er sich in seiner ganzen Pracht und Größe entfalten kann. Fehlt es ihm hingegen an starkem Wurzelwerk bleibt sein Wachstum begrenzt. Ebenso verhält es sich beim Menschen.

Unsere Familie und unsere Sippe sind, ob uns das passt oder nicht, eine Quelle der Kraft. Unsere Geschwister, unsere Eltern und Großeltern und unsere Ahnen sind jene Kraftlinien, die sich in uns verbinden, die in uns leben und die durch uns auch weiter gegeben werden.

 

Traumatische Erfahrungen werden über Generationen weiter gegeben

Die DNA als Träger der Erbinformation liefert mit den Genen den Bauplan für alle Zellen des Körpers. In der Epigenetik, ein neues Forschungsgebiet der Biologie, wird untersucht, wie die Aktivität eines Gens gesteuert und seine Funktion eingestellt werden kann und welche Auswirkungen das auf unser Leben hat. Bisherige Erkenntnisse zeigen: Wie wir leben und was wir erleben, wirkt sich auf unsere Gene aus – und sogar auf die unserer Kinder und Enkel.

Dabei sind Ernährung und Umwelt oft entscheidende Faktoren. Aber auch Stress kann epigenetische Spuren hinterlassen. So zeigte eine Studie von Forschern der Universität Konstanz, dass die Babys von Frauen, die in der Schwangerschaft misshandelt wurden, noch in ihren Teenagerjahren epigenetische Veränderungen zeigten. Durchlittene Entbehrungen, Misshandlungen, aber auch Zeiten des Überflusses prägen nicht nur einen Menschen. Solche Erfahrungen können auch über Generationen weitergegeben werden.

Die freie Journalistin Sabine Bode, beschreibt dies sehr gut in ihrem lesenswertem Buch „Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation“. Sie schreibt: „Als Friedenskinder sind sie in den Zeiten des Wohlstands aufgewachsen. Es hat ihnen an nichts gefehlt, oder doch? Die Generation der zwischen 1960 und 1975 Geborenen hat mehr Fragen als Antworten: Wieso haben so viele das Gefühl, nicht genau zu wissen, wer man ist, und wohin man will? Wo liegen die Ursachen für diese diffuse Angst vor der Zukunft?“

Die tiefen Gefühle der Entwurzelung enden nicht mit der nachfolgenden Generation. Vielmehr dauert es teilweise bis zu vier Generationen, bis sie sich auflösen. Bis dahin trägt einer aus der aktuellen Familie dieses Gefühl, gespeichert auf der Zellebene, in sich.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind in uns durch eine innere Kraftquelle miteinander verwoben. Wir sind mit unserer Ahnenreihe, unsere Sippe nicht nur genetisch, sondern auch energetisch verbunden.  So wie ein Baum seine Wurzeln hat, um damit Halt zu finden in der Erde, so erben wir von unseren Vorfahren sowohl deren Schmerz, als auch ihre Kräfte und Potenziale in Form der Ahnengaben. 

 

Fehlende Verbindung zwischen den Generationen

Unsere sozialen Gefüge haben sich in den letzten zwei Jahrhunderten drastisch verändert. Sippe und Großfamilien schrumpften auf die Kleinfamilien zusammen. Jetzt fehlt die enge Verbindung zwischen den Generationen.

Die moderne westliche Gesellschaft hat diesbezüglich keinerlei Kultur mehr. Obwohl in den ländlichen Regionen der sonntägliche Besuch am Friedhof noch Brauch ist, hört die Verbindung zu den Ahnen doch spätestens bei den Großeltern auf. Auch der Herrgottswinkel ist aus den Häusern verschwunden. Dort standen nach dem Ableben immer noch die Fotos oder sonstige Andenken an die Verstorbenen und somit wurde eine gewisse Verbindung mit ihnen aufrechterhalten.

In vielen Familie gibt es keinerlei familiären Zusammenhalt mehr. Da ist es mehr als verständlich, dass die Ahnen auch nicht mehr bewusst relevant sind. Vielmehr werden sie oft einfach ignoriert. Die eigenen, schwierigen Erfahrungen im Elternhaus animieren nicht gerade dazu, sich mit den eigenen Ahnen näher zu beschäftigen. Die Situation ist alarmierend und erschreckend zugleich. Die Verdrängung der eigenen Ahnenreihe und Geschichte ist allerdings kein besonders brauchbarer und gangbarer Weg. Denn wenn wir nicht wissen, wo wir herkommen, werden wir auch nicht wissen, wo wir hingehen.

 

”Wer seine Herkunft nicht ehrt, verliert seine Zukunft” 

 

Gründe dafür, dass Menschen sich von ihren Wurzeln abgeschnitten fühlen

Zum einen, wie  schon erwähnt, haben sich die sozialen Gefüge sehr stark verändert. Der fehlende Halt in der Familie bringt junge Leute dazu, sich in Gruppen zusammenzuschließen. Hier verbinden die gemeinsamen Ideale und schaffen so oftmals eine neue geistige Heimat, die Halt gibt, wenn die Gesinnung der Gruppe lebensförderlich ist. Nicht immer gelingt dies.

Zum anderen entsteht ein tiefes Gefühl von Entwurzelung zum Beispiel bei den sogenannten Findel- oder Klappenbabies. Hierbei handelt es sich um inzwischen längst Erwachsene, die von ihrer Mutter verlassen, bzw. in einer Babyklappe abgegeben und von anderen Menschen adoptiert wurden. Diese Menschen können später selten eine eigene, stabile Identität entwickeln. Auch eine territoriale Vertreibung oder Flucht, die zum Beispiel aus dem ersten oder zweiten Weltkrieg resultieren, können eine Entwurzelung beim Menschen bewirken. Wichtig zu wissen ist, dass diese tiefen Empfindungen nicht mit der nachfolgenden Generation enden. Vielmehr dauert es teilweise bis zu vier Generationen, bis sich diese Gefühle wieder auflösen. Bis dahin trägt einer aus der aktuellen Familie dieses Gefühl der Entwurzelung in sich, gespeichert auf der Zellebene.

 

Weitere Ursachen für das Fehlen gesunder Wurzeln

  • der frühe Verlust eines oder beider Elternteile, vor allem in sehr jungen Jahren (Prägephasen)
  • der Verlust von Geschwistern bei Abgang, Abtreibung oder Todgeburt
  • wenn das Kind unerwünscht war
  • wenn das Kind abgetrieben werden sollte
  • wenn das Kind ein Kuckuckskind war – wissentlich oder unwissentlich nicht das leibliche Kind des vermeintlichen Vaters
  • Tod der Mutter im Kindbett bis in die 7. Ahnenreihe zurück
  • Vertreibung, Flucht, Auswanderung direkter Vorfahren bis in die 7. Ahnenreihe
  • Verlust von Generationenerbe (Bauernhof, Fabrik, Weingut…)
  • ein Kind oder direkte Ahnen sind aus einer Vergewaltigung hervorgegangen

 

Typische Verhaltensweisen und Gefühle entwurzelter Menschen

Menschen, die eine schwache bis keine Verwurzelung verspüren, fühlen sich nie oder selten zugehörig, gleich zu welchen Gruppen. Selbst in einer Partnerschaft fühlen sie sich mehr oder weniger alleine und leer. Sie erleben ihre Kinder als Fremde, obwohl sie sie lieben.

Sie haben das Gefühl, ihr Leben von außen zu betrachten. So als würden sie neben ihrer Lebenspur laufen. Sie fühlen sich nirgends richtig zu Hause und haben womöglich schon viele Umzüge hinter sich. Menschen ohne Wurzeln drehen sich wie ein Fähnchen im Wind, lassen sich sehr schnell von außen beeinflussen und zweifeln oft an sich selbst. Sie begeben sich gerne in Abhängigkeit, brauchen sie doch jemanden der ihnen sagt, wo es lang geht. Im Extremfall haben sie eine gewisse Tendenz sich zu unterwerfen.

Wenn Menschen sich entwurzelt fühlen, fehlt ihnen die Kraft für eine klare Aus- und Aufrichtung im Leben. Bevor ein Mensch seine Träume verwirklichen kann, muss er sich wieder mit seinen Wurzeln verbinden. Es geht um die Wiederanbindung an den Kraftstrom der Generationen, damit daraus Kraft und Weisheit für das eigene Leben bezogen werden kann.

 

”Wer sich von seinen Wurzeln getrennt hat, treibt wie ein Segelschiff ohne Segeln” 

 

Klärung und Wiederanbindung an die Kraft unserer Herkunft

Ganz anders ist es da in Asien, wo die Ahnenverehrung der letzten sieben Generationen ein fester Bestandteil der Kultur ist. In China zum Beispiel wird der Tod als Schlaf angesehen, aus dem der Verstorbene wieder erwachen kann. Aus diesem Grund besitzt jedes gläubige Haus in China einen Hausaltar. Mit solch einem  Ahnenaltar, der mit den Namen der verstorbenen Verwandten versehen ist, dient dazu den Seelen der Toten Opfergaben anzubieten.. Auch nach der Bestattung ist es die Aufgabe der Hinterbliebenen, die Ehre der Ahnen aufrechtzuerhalten. Mit Opfergaben und Gebeten wird die Nähe zu den Ahnen bewahrt. Immer noch als Teil der Familie angesehen, sollen die Ahnen einen günstigen Einfluss auf bevorstehende Ereignisse ausüben, weshalb bei wichtigen Entscheidungen auch der Rat der Ahnen hinzugezogen wird.

Auch in allen traditionellen schamanischen Kulturen sind die Ahnen wesentliche und nicht selten die wichtigsten Verbündeten des Schamanen. Hier finden wir eine sehr effektive Möglichkeit der Wiederanbindung an die Ahnen. Der Hilfesuchende kommt auf einer tiefen, dem Alltagsbewusstsein verborgenen, energetischen Ebene wieder in Kontakt mit seinen energetischen Wurzeln, zurück bis zur siebten Generation. Eine solche Aufstellung wirkt oft wochen- bis monatelang nach und meist ist dann ein Gefühl von größerer Ruhe und mehr Lebenskraft spürbar.

 

”Wenn wir nicht wissen wo wir herkommen, werden wir auch nicht wissen wohin wir gehen.”

 

Eine Klientin, die an einem Aufstellungsritual teilgenommen hat, schreibt später darüber wie folgt: „Seit der Aufstellung kann ich sagen, dass ich mich mit der Kraft und Lebensfreude meiner nicht gekannten Großmutter immer wieder verbinden kann und hieraus enorme Kraft und ein inneres Lächeln spüren kann. Das tut soooo gut! Mit meinen Eltern fühle ich mich von Tag zu Tag noch mehr im Frieden und spüre die Liebe, die endlich frei geworden ist und hier fließen kann. All das was in diesem Kontakt zu meinen Eltern immer so schwer für mich, war hat sich einfach aufgelöst, wie wenn es niemals existiert hätte. Ein Geschenk, dass meine Eltern noch am Leben sind und ich dieses noch mit ihnen zusammen erleben kann.“

Für Menschen, die ihre Wurzeln geklärt haben, öffnen sich oftmals neue Türen im Berufsleben, auch geschehen Heilungen, wenn die Krankheit von einem Sippenmitglied übernommen war. Und bei einem Großteil harmonisierten sich die Familienverhältnisse. Letztendlich tritt ein Frieden ein, der einher geht mit mehr Ruhe und mehr Kraft für den Alltag. Weitere Erfahrungen aus den Workshops und auch den Einzelaufstellungen kannst du hier lesen.

 

Individuation – ein evolutionärer Impuls

In der jetzigen Zeit des Bewusstseinswandels stößt ein evolutionärer Impuls die Individuation des Menschen auf breiter Ebene an.  Damit das eigene, individuelle Potenzial entfaltet und gelebt werden kann, ist es von großer Wichtigkeit die eigenen Wurzeln zu klären und sich von der Last und dem Leid aus der Ahnenreihe zu befreien. Dabei spielt es keine Rolle, wie alt ein Mensch ist. Vielmehr gilt es die überholten Klischees zu überwinden. Einstellungen wie „man sollte“, „man müsste“, „man kann doch nicht“ sind der Entfaltung des individuellen Potentzials zu opfern. Mögen die anderen denken, was sie wollen. Unsere Verantwortung liegt einzig und allein darin uns selbst treu zu sein, unser Potenzial und uns selbst zu verwirklichen, ohne die Grenzen der anderen zu beschneiden.

Es ist mir ein großes Bedürfnis andere Menschen dabei zu unterstützen ganz in ihre Kraft zu gelangen. Meine eigens gemachten intensiven Erfahrungen auf diesem Gebiet sind ein wichtiger Grund dafür. Als erfahrene Seelenmentorin lade ich daher Menschen zu meinem Aufstellungsritual Der Ahnenfriedenein. Dabei befreien sie sich  von der Last ihrer Sippe und erfahren stattdessen ihre Ahnen als große Quelle der Kraft und der Weisheit.

Die Transformation, die hierbei geschieht, ist ein wertvoller Beitrag für zukünftige Generationen. Wer seine Wurzeln klärt, tut dies auch für die Gemeinschaft – für seine Familie, seine Kinder und Enkel und darüber hinaus.

Wagen wir es daher die alten Lasten und Bürden abzugeben und uns davon zu befreien. Und möge so der Kern unseres Wesens immer mehr zum Vorschein kommen und sein Licht in eine langsam erwachende Welt strahlen – heiter und vergnügt.

 

P.S.:  Falls du dich für das Thema näher interessierst:

Seit Herbst 2017 gibt es auch einen Online-Kurs zum Thema.
“Der Ahnenfrieden – Kraft und Weisheit aus der Herkunft”                               
Vielleicht interessierst du dich dafür, dann kannst du dir hier weitere Informationen holen.

Termin: 22.03.2018 – 19 h
Anmeldung gleich hier.
  • Dein Alltag hat einen Grauschleier und du fühlst dich oft energie- und antriebslos?
  • Du verspürst eine Unlust, die dazu führt, dass du alles auf die lange Bank schiebst?
  • Du bist leicht gereizt und fühlst dich schnell verletzt und ziehst dich zurück?
  • Es fällt dir schwer spontan und offen auf neue Situationen und Herausforderungen zuzugehen, egal ob privat oder im Business?
Dann ist es Zeit, sich um das inneres Kind zu kümmern. Denn bei vielen Erwachsenen sitzt ein trauriges, oftmals auch verletztes Kind verlassen in den dunklen Räumen des Unterbewusstseins.
Dabei ist das innere Kind die Quelle von Lust und Lebensfreude, sobald es erkannt, geheilt und integriert ist. Dann erfahren wir unseren Alltag spielerischer, leichter und vor allem freudvoller. Wir verjüngen uns, fühlen uns wieder lebendig und gehen offen und optimistisch auf neue Herausforderungen zu und wachsen und entfalten uns so immer weiter.
Fühlst du dich angesprochen? Dann ist das Info-Webinar „Heile dein inneres Kind“ genau das Richtige für dich.
Melde dich jetzt hier an und sei dabei!

Er-Finde dich neu! – Ins Reine kommen mit sich selbst

Kostenfreies Webinar – auf 20 Teilnehmer begrenzt

Termine auf der Plattform Sofengo
MI 19.07.2017
MI 02.08.2017
MI 16.08.2017
MI 30.08.2017     Jeweils von 19 – 20 h

Hier kannst du dich zum kostenfreien Webinar auf der Seminarplattform Sofengo anmelden.

 

Wie gut fühlt es sich an, mit sich selbst und seiner Vergangenheit im Reinen zu sein. In diesem Zustand ist soviel mehr möglich – mehr Freiheit, mehr Frieden, mehr Freude und auch mehr Fülle.

Menschen, die in ihrem Leben glücklich sind, sind zumeist im Reinen mit sich selbst. Sie nehmen sich selbst, andere Menschen und die Welt im Großen und Ganzen einfach so an, wie sie sind. Sie haben sich von inneren Begrenzungen befreit, sehen sich nicht als Opfer und beschuldigen auch andere nicht dafür, wenn es Ihnen mal nicht so gut geht.

Menschen dir mit sich im Reinen sind, bleiben in ihrer Kraft, sind sich auch bewusst, dass sie ihres Glückes Schmied sind. Sie nutzen ihre Energie und ihre Kraft für das, wovon sie träumen und was sie wirklich erreichen wollen.

Sind das deine Ziele?

Du möchtest im Reinen sein mit dir selbst.
Du möchtest dich aus psychischen Abhängigkeiten befreien
Du möchtest deine inneren Fesseln sprengen
Du möchtest mehr Lebenskraft zur Verfügung haben.
Du möchtest deine Vergangenheit befrieden, so dass du frei bist für dein Leben und für die Entfaltung deiner Potenziale

Ist das deine Ausgangssituation?

Du bist fühlst dich oft gefangen in negativen Gedankenschleifen über dich selbst und andere
Du möchtest aus einem negativen Kreislauf aussteigen
Du kannst dich schwer entscheiden, zweifelst oft an dir selbst und bist nicht in deiner Mitte
Du fühlst dich antriebslos und möchtest wieder mehr Lebenskraft und auch Lebensfreude erfahren
Du willst dich nicht mehr Kleinmachen, stattdessen möchtest dich und deine wahre Natur besser
kennenlernen und auch leben

Dann melde dich jetzt zum kostenfreien Webinar auf der  Seminarplattform Sofengo anmelden.

Das Lebendige zwischen den Polen – männlich und weiblich

 

Bereits in der vergangenen Artikelserie „Die Renaissance der weiblichen Kraft“ habe ich die Störung im Energiekreislauf zwischen Mann und Frau beschrieben und auch Lösungswege aufgezeigt, um den weiblichen Pol wieder zu stärken und seine Qualitäten in Form von Werten vermehrt in unser individuelles und auch gesellschaftliches Leben zu integrieren und zu leben. Hierbei habe ich sowohl die augenscheinlichen als auch die energetischen Vorgänge angesprochen.

Mit dieser neuen Artikelserie nehme ich Sie mit auf eine viel tiefer gelegene Ebene, die sich den meisten Menschen im normalen Tagesbewusstsein entzieht. Begleiten Sie mich in einer offenen Haltung und lassen Sie sich berühren. Sicherlich nicht von allem. Nehmen Sie das mit, was bei Ihnen anklingt. Den Rest lassen Sie einfach liegen, so wie in einem Ladengeschäft. Sie haben immer die freie Wahl.

 

Im heutigen ersten Teil dieser Artikelserie möchte ich Ihnen nahebringen, inwieweit das Lebendige in uns beeinflusst wird durch Faktoren, die zwar äußerst simpel klingen, dennoch nicht so leicht zum Erfassen sind, da wir uns dazu in die innere Welt, die Welt unserer Seele, begeben müssen. Zugegeben wir haben viele Messgeräte, um die äußere, die materielle Welt zu erfassen, doch wir haben kein einziges Instrument für die innere Welt, die Welt der Seele. Um die Lebenskraft, die Lebensenergie, die uns täglich durchströmt und auch nährt, (stark oder schwach) hat sich die Wissenschaft bisher kaum bemüht.

Das Wissen und die Weisheit um die Existenz und Wirkweise einer Lebensenergie, die die ganze Schöpfung durchpulst und bewegt, war jedoch in früheren Kulturen über den ganzen Erdball verbreitet. Die Menschen haben damals im Einklang mit der Kraft und ihrer Funktion gelebt.

Dieses Wissen ist nicht einfach verloren gegangen, vielmehr wurde es durch einige Jahrtausende hindurch ausgerottet, bis es fast völlig in Vergessenheit geraten war. Die über Jahrhunderte andauernden Hexenverbrennungen in Europa sind nur ein historisches Beispiel für diesen Vernichtungsfeldzug. Doch jetzt in Zeiten der Vernetzung der Welt gelangt immer mehr Wissen aus anderen Kulturkreisen, wo es weiterhin gehütet wurde, zu uns.

Wie einige Leser vielleicht wissen, bin ich seit mehr als zwanzig Jahren mit der Lebensenergie beschäftigt. Ich experimentiere und forsche damit im Auftrag meiner eigenen Befreiung von all den Konditionierungen, die meine Lebenskraft gebremst, gehemmt, ja sogar blockiert haben. Das Wissen darum fand ich in Asien im Taoismus, in den Lehren der Akupunktur der chinesischen Medizin und im Feng Shui. In den vergangenen zwanzig Jahren habe ich auf diesem Gebiet viele Ausbildungen gemacht und das Wissen für meine Kunden nutzbringend in ihrer äußeren Welt für ihr inneres Wohlbefinden eingesetzt. Dabei habe wurden deren Räume so gestaltet, dass mehr Vitalität und ein größeres Wohlbefinden entstanden ist.

Aufgrund meiner eigenen Entwicklung habe ich mich im Laufe der Jahre immer mehr der inneren Welt, der Welt der Seele, zugewandt. Dabei fand ich heraus, dass ich hierfür eine große Gabe mitbringe, die ich früher nur unbewusst genutzt hatte – die Fähigkeit tief ins Unterbewusstsein zu reisen und dort die Ursache für ganz viele Probleme in der Außenwelt aufdecken und auch lösen zu können.  Das hat im Laufe der Jahre dazu geführt, dass ich mich immer mehr befreien konnte von den Fesseln der karmischen und auch der familiären Verstrickungen innerhalb meiner Sippe. Heute lebe ich mich selbst und es steht soviel mehr Energie zur Verfügung steht.

Diesen Beitrag schreibe ich aus dem Reichtum meiner eigenen Erfahrungen heraus und möchte Sie, werte Leserin, werter Leser, daran teilhaben lassen.

 

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind durch eine innere Kraftquelle miteinander verwoben

Unsere Familie und unsere Sippe sind, ob uns das passt oder nicht, eine Quelle der Kraft. Unsere Geschwister, unsere Eltern und Großeltern und unsere Ahnen sind jene Kraftlinien, die sich in uns verbinden, die in uns leben und die durch uns auch weiter gegeben werden. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind auf diese Weise durch eine innere Kraftquelle miteinander verwoben. Fließt diese Quelle, fallen viele Probleme, mitunter auch Krankheiten, einfach von uns ab.

Doch bei vielen Menschen ist diese Quelle nicht mehr frei zugänglich. Statt sich auf die eigene Quelle der Kraft in ihrem Inneren zu besinnen und die Schwellen, die den Kraftfluss behindern zu beseitigen, suchen viele im Außen danach. Dies hat vielfältige Erscheinungsformen. Die einen reisen auf andere Kontinente, um dort Kraftplätze aufzusuchen, wieder andere  überqueren, so wie ich auch, den Atlantik, unbewusst auf der Suche nach den eigenen Wurzeln. Andere wandern von Partnerschaft zu Partnerschaft ohne sich bewusst zu sein, dass sie in jedem Partner die Verbindung zu ihrer Kraftquelle suchen und folglich immer wieder enttäuscht werden. Wieder andere betreiben intensiv Ahnenforschung und versuchen auf der intellektuellen Ebene die Annäherung.

 

Den Kraftfluss der Seele speisen

Unseren Körper nähren wir mittels Nahrung, Bewegung und Schlaf sowie dem Wechsel zwischen Aktion und Ruhe. Auf der geistig-seelischen Ebene braucht es andere Energieeinheiten, um wieder aufzutanken. Nehmen wir hierfür das Bild einer Batterie. Sie wird aufgeladen, indem sie an zwei Pole, einen Plus- und einen Minus-Pol, angeschlossen wird. Dazwischen existiert ein hohes Spannungsgefälle. Aus diesem Gefälle heraus erwächst die Kraft. Gemäß dem Gesetz der Entsprechung – wie im Kleinen, so auch im Großen – ist es auch bei unserer Seele so, nur dass hier der Pluspol männlich und der Minus-Pol weiblich ist. Schließlich hat auch unser Körper eine Polarität – rechte und linke Körperhälfte.

Bei der Batterie fließen im Ladevorgang elektrisch geladene Teilchen (Ionen) von der einen zur anderen Seite. Ebenso verhält es sich im menschlichen Körper und auch auf der Ebene der Seele. Als der Psychoanalytiker Sigmund Freud sich diesem seelischen Energiefluss näherte, nannte er ihn „Libido“. Nehmen wir also mal an die Libido ist dieser seelische Energiefluss, dann gibt es darin kleine Teilchen, wie die Ionen, die hier fließen. Nennen wir sie der Einfachheit halber „Seelionen – ein Arbeitstitel.

Jetzt stellen wir uns folgende Fragen:

  • Gibt es bei den Seelen unterschiedliche Energiegefälle und -potenziale?
  • Kann die Energie der Seele sich erschöpfen, wie auch beim Körper?
  • Wenn ja, wie geschieht das ? Welche Ereignisse führen dazu?
  • Gibt es Lademöglichkeiten, die sie wieder auffüllen?

 

Die Kraft, die auf der Packung steht, leben

Ab der Geburt hat jeder Mensch ein gewisses Grundreservoir an Energie zur Verfügung. Dies ist das Energieniveau seiner Seele, welches nicht erhöht werden kann. Aber der Mensch kann sehr wohl unter seinem Energieniveau leben. Vergleichen wir dies wieder mit einer Batterie. Eine 3-Volt-Batterie wird keine 6 Volt liefern, vielmehr sind die 3 Volt die 100% der Energie. Jedoch ist es möglich mit einer 3 Volt-Batterie lediglich eine 1,5 Volt Spannung zu erzeugen. Ebenso verhält es sich beim Menschen. Die meisten von uns leben nicht die Kraft, die auf ihrer Packung steht. Ihr Ladezustand ist meist wesentlich niedriger. Kehren wir zu den “Seelionen“ zurück dann haben ein Großteil davon ihr Ziel verfehlt und die Seele konnte nicht richtig geladen werden. Damit läuft sie auf Reserve im Zustand der Erschöpfung.

Jetzt tauchen natürlich weitere Fragen auf:
• Wer oder was ist das Ladegerät für unsere Seele?
• Woher kommt der Fluss der „Seelionen“?

Nun, es sind Vater und Mutter – die Repräsentanten des Männlichen und Weiblichen – die als  Energiewesen mit dieser Ladung das Fundament für die Lebenskraft eines jeden Menschen schaffen und das auch über ihren Tod hinaus.

 

[bctt tweet=”Vater und Mutter speisen als Plus- und Minus-Pol den Kraftfluss der Seele” username=”Biankamaria”]

 

Eltern sind als Energiegeber in der Lage die Lebensbatterie ihrer Kinder mit genügend Lebenskraft zu versehen, jedoch liegt es auch am Energienehmer, ob er bereit ist die Verbindung zur Ladestation aufrecht zuhalten und ob er die Energie, die er bekommt auch willkommen heißt.

Als ich vor einigen Jahren in Indien bei einem Schweigeretreat war, habe ich Interessantes in puncto  seelische Ladestation „Eltern“ erfahren. In den Vedischen Schriften steht, dass wenn die Mutterbeziehung eines Menschen gestört ist, er oftmals Krankheiten und viele andere Widrigkeiten in seinem Leben vorfindet. Ist hingegen die Vaterbeziehung gestört, bedeutet dies oft, dass der Erfolg im Leben ausbleibt. Die schöpferische, männliche Energiezufuhr ist blockiert. Es herrschen Selbstzweifel und Missmut und es fehlt an Vitalkraft. Diese Störung in der Beziehung kann auf vielfältige Art und Weise entstanden sein. Fest steht jedoch, dass der Austausch gestört ist – das kann zum einen das Geben oder auch das Nehmen betreffen.

 

[bctt tweet=”Wenn die Vaterbeziehung gestört ist bleibt der Erfolg im Leben aus” username=”Biankamaria”]

 

Doch wir müssen noch weiter ausholen, denn auch Vater und Mutter waren einmal Energienehmer und auch die Großeltern und hier ergeben sich bereits Verwicklungen und Schwachstellen im Kraftfluss der Seele. Es kann also sein, dass eine heutige Störung ihre Ursache bereits durch die Generationen hindurch innerhalb der Sippe vorgezeichnet ist. Hier finden wir das Phänomen des „Generationen-Symptoms“.

 

Der Generationenstrom

 

Die seelischen Energien werden ununterbrochen durch die Generationen hindurch weitergegeben und damit auch die Verwicklungen und Verknotungen, die auftreten, wenn entweder das Geben oder auch das Nehmen nicht auf natürliche Weise geschieht und stattdessen Widerstände den natürlichen Energiefluss verzerren, hemmen und ihn sogar blockieren.

Diese Energieprobleme zeigen sich in Form eines lebensverneinenden Geistes, als dunkle Flecken in Energiefeld des Menschen. Und immer dort, wo sich ein Nein in der Seele befindet ist das ein Widerstand gegen etwas und jemanden, der den Energiefluss bremst und dabei einen Großteil der Lebenskraft aufzerrt. Diese negativen, geistigen Elementale innerhalb einer Sippe suchen sich bei nachfolgenden Generationen einen Träger, eine Trägerin, die von solch einem Ausgangsproblem nicht die leiseste Ahnung hat, geschweige denn, dass sie davon weiß. Denn die Ursache liegt einige Stockwerke tiefer. Zum Glück geht nie etwas verloren und im Unterbewusstsein ist alles gespeichert. Hier kann der Zugang zur Ursache gefunden und auch gelöst werden.

 

[bctt tweet=”Eine gestörte Mutterbeziehung bedingt oftmals Krankheit und Widrigkeiten im Leben” username=”Biankamaria”]

 

Anselm Grün, der deutsche Benediktinerpater und Schriftsteller sagt zum Beispiel: „Seinen Platz im Leben zu finden, sich geborgen zu fühlen und seiner Selbst bewusst sein. Wer seine Wurzeln kennt, der weiß, was sein Lebensbaum braucht, um in seine ganz eigene Gestalt hinein zu wachsen. Wer jedoch ziel- und planlos umherirrt, kann in sich auch nichts entwickeln. Er wird überall etwas anfangen, jedoch nichts zu Ende bringen. Er wird überall nippen, aber nicht wirklich trinken“.

Doch das tut der Psyche nicht gut und früher oder später meldet sich von tief innen ein Gefühl der Unzufriedenheit und des Unerfülltseins. Menschen, die von ihren Wurzeln abgeschnitten sind, fehlt etwas im Leben und sie finden nicht in die Kraft, die erforderlich ist, um ihre Träume zu verwirklichen und damit erfolgreich im Leben zu sein.

 

[bctt tweet=”Ohne Wurzeln keine Flügeln – chines. Sprichwort” username=”Biankamaria”]

 

Jetzt am Ende dieses Beitrag halten Sie kurz inne und fragen Sie sich

  • Wie ist das bei mir?
  • Wie empfinde ich die Verbindung zu meinem Vater, meiner Mutter.
  • Wieviel meiner potenziell vorhandenen Lebenskraft lebe ich?
  • Welche Schwellen verhindern, dass ich mein volles Kraftpotenzial lebe?
  • Was kann ich tun, um diese Schwellen zu beseitigen?

Gehen Sie mit diesen Fragen ein paar Tage schwanger und vertrauen Sie darauf, dass diese Fragen Ihr Inneres anzustoßen vermögen, so dass in Ihnen die Antworten aufsteigen.

 

Ich hoffe dieser Beitrag war für Sie interessant. Gerne lese ich dazu Ihre Gedanken und Fragen im Kommentarfeld. Ich freue mich auf den Austausch.

In herzlicher Verbundenheit
Ihre Bianka Maria Seidl

 

Lesen Sie im zweiten Teil

Die Sippe – unsere Vorfahren als weitere Quelle von Kraft und Weisheit

  • Das Generationensyndrom – Wie traumatische Erfahrungen über Generationen weiter gegeben werden
  • Weitere Ursachen für das Fehlen gesunder Wurzeln
  • Typische Verhaltensweisen und Gefühle entwurzelter Menschen
  • Ahnenverehrung in anderen Kulturen
  • Wie eine Klärung und Wiederanbindung an die Ahnen gelingt