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Zu oft habe ich dir zu wenig Raum geschenkt. Deine Regungen habe ich der Hoheit des Denkens untergeordnet. Ideen wurden so im Kopf geboren, doch ohne dich hatten sie keinen Nährboden. Stattdessen habe ich mich am Außen orientiert, habe geschaut, wie es andere machen, ohne mich deiner Weisheit anzuvertrauen, in der Gewissheit, dass du mir wegweisende Impulse zur Verwirklichung schenkst. 

 

Ich habe mich an Werten orientiert und mich nach Zielen ausgerichtet, die wenig mit dir im Einklang waren. So bist du im Laufe der Zeit verstummt, hast dich immer mehr zurück gezogen und dich verengt. Die immer größer werdende Schwere in meiner Brust habe ich ignoriert. Stattdessen habe ich mir viele Verpflichtungen aufgeladen, so dass die Last auf meinen Schultern größer war und ich deine Schwere, mein geliebtes Herz, nicht mehr fühlen musste. 

 

Heute weiß ich das, nach vielen Jahren des Kämpfens an falscher Front. Mir ist bewusst, dass ich dich und letztendlich mich selbst vernachlässigt habe. Als Kind dieser Zeit habe ich, wie so viele, nicht gelernt auf dich, mein Herz, zu hören. Der Spiegel in den ich als Kind täglich schaute, zeigte mir Menschen, die leisteten und sich oftmals darin verloren. Viele bezahlten mit Ihrer  Gesundheit dafür. Und heute? Viele sind sich auch heute ihrer wahren Wünsche und ihrer individuellen Werte  oftmals gar nicht bewusst. Vielmehr lassen sie sich mitnehmen von der Herde, vom Lifestyle, von den Moden und all den äußeren Erscheinungen. Der Preis dafür ist hoch. Schließlich wird die eigenen Individualität, das eigene Wesen unterdrückt und es ist so, als würde ein Blumenkohl unter Kartoffelstauden versuchen nach unten in die Erde zu wachsen.

In uns allen liegt eine individuelle Anlage, die entwickelt und entfaltet werden will, damit der Mensch glücklich ist und Erfüllung erlangt. Du mein geliebtes Herz, das weiß ich nach all den Jahren der Selbsttyrannei, weist den Weg. Lange hast du mir deine Sehnsucht und deine Wünsche in vielen Momenten übermittelt. Doch ich war taub und blind deinen Regungen gegenüber.

 

Heute weiß ich, wie kostbar all das  ist, denn nur mit dir und durch dich ist das Leben ein Geschenk, ein heiliges Ganzes, das sich durch mich, durch mein so Sein, wie es in mir angelegt ist, ausdrückt. Daher habe ich dir auch das Zepter übergeben und dich zur königlichen Beraterin im Reich meiner Seele gemacht. Mögen deine Qualitäten wie Lebensfreude, Großzügigkeit, Mitgefühl und Geduld durch mich in die Welt gelangen und möge ich mir selbst nährend, wertschätzend und liebevoll im Spiegelbild der Außenwelt begegnen.

 

Du Herz verbindest die Gegensätze und daraus entsteht ein Drittes. Aus der Verbindung von oben und unten, von rechts und links, von vorne und hinten entsteht die Mitte und aus der Verbindung von Vergangenheit und Zukunft entsteht das Jetzt. Raum und Zeit verbinden sich zum Sein. Ein in der Mitte-Sein, in der Mitte weilen, lässt uns unsere wahre Natur erkennen. Hier kehren wir zurück zum Ursprung, zur Quelle, der wir einst entsprungen. 

 

Oh, du mein geliebtes Herz, dem gilt dein ganzes Sehnen, deine ganze Liebe. Danke, dass du mir dein tiefstes Geheimnis offenbarst. Während ich dies hier schreibe willst du zerspringen vor Freude und dich vermählen mit dem Alleinen-Herzen, aus dem der Strom des Lebens ewiglich quillt, sich ausdehnt ins Unendliche und Triaden von Schöpfungsmustern hervorbringt.

 

Danke für deine Aufmerksamkeit, wenn du bis hierher gelesen hast.
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ein Essay von Bianka Maria Seidl 

Teil 1

Die Zeichen stehen auf Veränderung – besser gesagt auf Wandel und Transformation. Um den Übergang vom Industriezeitalter ins Wissenszeitalter erfolgreich vollziehen zu können, brauchen wir Energie und Zeit. Beides liegt in uns und wartet darauf freigesetzt und sinnvoll verwendet zu werden. Dann können wir in eine neue Zivilisationsphase eintreten, in der wir freier und selbstbestimmter unser Leben führen und uns selbst verwirklichen können. 

Alles dreht sich mit Energie um Energie. Doch die alten Energielieferanten stehen schon bald nicht mehr zur Verfügung. Die Suche nach dem Perpetuum Mobile blieb bisher erfolglos und so hat der Kampf um Energie und neue Ressourcen bereits begonnen. Bei all dem Erforschen und Erfinden auf diesem Gebiet wird oftmals das nahe Liegende – die eigene Lebensenergie – übersehen. Woher kommt sie? Welchen Gesetzmäßigkeiten folgt sie? Was blockiert und unterdrückt sie, wie und wozu setzen wir sie ein? 

Fest steht, dass unsere Gewohnheiten, das Verharren in unserer Komfortzone, die größten Energiefresser des Lebens sind. Tagein und tagaus auf den alten ausgetretenen Pfaden zu laufen macht müde und antriebslos. Wenn wir unsere Konstitution zum Beispiel mittels einer Ayurveda-Kur aufpeppen oder Lebensenergie in Büro und Heim mittels der Feng Shui-Lehre harmonisieren und ins Fließen bringen, verbirgt sich dahinter der Wunsch mehr Energie haben zu wollen, uns vitaler und kraftvoller zu fühlen. Schon die alten Griechen wussten Bescheid und Heraklit sprach: „Panda rhei“ – was soviel heißt wie: alles fließt. Ja, in der Tat, alles fließt. Doch der Lebensstrom hat an Tempo zugelegt und fließt rasant in diesen Tagen. 

Um Stress und Hektik entgegen zu wirken, ist es gut, Methoden und Techniken zum Entspannen erlernt zu haben und diese regelmäßig zu praktizieren. So können die Akkus wieder geladen werden. Doch wie gehen wir mit dieser zusätzlich gewonnenen Lebensenergie um? Setzen wir sie wieder ein, um das tote Pferd mit neuer Energie anzutreiben? Lassen wir sie wieder in die alten Kreisläufe zurück fließen und stehen nach ein paar Tagen und Wochen gestresst, müde und kraftlos dort, wo wir bereits waren? Reicht die Kompetenz zum Entspannen und temporären passiven Wohlfühlen aus, um den Übergang von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft erfolgreich zu vollziehen? Oder ist darüber hinaus ein Bewusstseinswandel einhergehend mit neuen Werten und entsprechenden Verhaltensweisen angesagt? 

Vom äußeren Wandel zur inneren Wandlung oder umgekehrt? 

Zwei große Wandlungsprozesse in der äußeren Welt fordern unsere Welt-, Wirklichkeits- und Selbstkonstruktionen heraus. Zum einen wird die Welt zu einem großen Dorf, in dem die verschiedenen Kulturen immer mehr in Austausch treten. Dabei sind wir gefordert unsere zementierten Vorurteile aufzudröseln und unsere Toleranzgrenzen weit hinaus zu schieben, um miteinander leben und arbeiten zu können. Hinzu kommt die Unsicherheit in der Arbeitswelt, bedingt durch die Globalisierung. Der lebenslange Arbeitsplatz ist passé. Vielmehr ist berufliches Engagement hintereinander angesagt. Da gibt es Zeiten, in denen wir weniger arbeiten und uns dafür mehr um die Familie kümmern. In anderen Zeiten nehmen wir uns eine längere Auszeit, verschaffen uns in der Ruhe und in der Distanz einen Überblick, um uns später mit revitalisierten Kräften erneut einem längeren Projekt zu widmen. Neben Flexibilität und Abenteuerlust zählt hier die Risikobereitschaft zu den größten Stärken. Doch was setzt diese Bereitschaft zum Risiko voraus? Welche Sicherheit brauche ich, um ein Risiko eingehen zu können und wo finde ich diese?

Den zweiten Wandlungsprozess generiert die alternde Gesellschaft. Der demographische Wandel erzeugt ein anderes Muster. Die Menschen werden älter und zugleich konfrontiert mit neuen Lebensphasen und -perspektiven. Beide Prozesse, wohl verstanden und richtig moderiert, können uns in eine neue Zivilisationsphase führen. So beschreibt es Matthias Horx in seiner Trendstudie “Der Selfness-Trend – was kommt nach Wellness?” Welche neuen Kompetenzen sind gefragt, um in einem bestimmten Alter mit dem Leben Schritt halten zu können oder besser gesagt mitzuschwingen und resonanzfähig zu sein?

Um hier zu einer aussagekräftigen Antwort zu gelangen, braucht es eine Standortbestimmung. 

  • In welcher Lebensphase befinde ich mich?                                                        
  • Habe ich beruflich erreicht was ich wollte?                                                             
  • Tue ich das, was mich wirklich erfüllt.                                                                           
  • Was will ich noch erreichen?                                                                                     
  • Was ruft mich?                                                                                                        
  • Was will ich wirklich?                                                                                               
  • Bin ich bereit dafür etwas aufzugeben?                                                          
  • Inwieweit verwirkliche ich mich selbst?                                                                    
  • Bin ich mir selbst treu?                                                                                              
  • Tue ich das, wozu ich berufen bin?                                                                            
  • Will ich Karriere um jeden Preis und bin ich bereit dafür meine Bedürfnisse zurückzustecken und zu verleugnen?                                                                      
  • Wie geht es mir körperlich, seelisch und geistig?                                                  
  • Wie möchte ich meinen nächsten Lebensabschnitt verbringen?                              
  • Wie viel Energie habe ich zur Verfügung?

Fragen über Fragen, die wichtig genug sind, um gestellt zu werden. Wenn wir den Mut aufbringen und uns diesen Fragen und Antworten stellen, öffnen sich uns neue Türen zu einer freieren und selbst bestimmteren Lebensweise. Doch vorher müssen wir uns einer inneren Wandlung unterziehen, die einem inneren Entrümpeln gleichkommt. Es gilt Abschied zu nehmen von vielen uns lieb gewordenen Verhaltensweisen, Einstellungen und Ansichten, die uns seit Jahrzehnten begleiten und die überholt und für uns nicht mehr zeit- und vor allem nicht wesensgemäß sind. 

Weiter geht´s in Teil 2 in der nächsten Woche. Danke für Ihre Zeit und Aufmerksamkeit.

 

Literaturtipps: 

 

Bianka Maria Seidl
Einfach sein
33 Impulse für Geist und Seele
Ein interaktives WorkPlay-Book
Sprache: Deutsch, 206 Seiten, O-Wire-Bindung 

 

 

Bianka Maria Seidl
Die Zeit ist reif …!
Sprache: Deutsch, 168 Seiten
Hardcover, in Farbe gedruckt mit Leseband
Weitere Infos und Bestellmöglichkeit findest du hier: 

 

“Jeder große Traum beginnt mit einem Träumer.
Denke immer daran, dass du in dir die Stärke, Geduld und Leidenschaft trägst,
um nach den Sternen zu greifen und die Welt zu verändern.”
(Harriet Tubman)

 

Menschen haben Träume, Menschen haben Sehnsüchte. Dennoch leben die wenigsten ihren Traum. Viele sehen sich von vermeintlichen Sachzwängen im Schach gehalten und folgen in einem ermüdenden Kreislauf tagein und tagaus den errichteten Normen der Leistungsgesellschaft. Statt ihr inneres Feuer zu leben, halten sie es unter Verschluss oder sie setzen es für falsche Ziele ein und brennen dabei aus. Dabei verhalten sie sich korrekt, angepasst und sagen sich immer wieder,  dass sie doch zufrieden sein müssen. Doch tief innen schwellt der Brand, der nicht gelebten Träume und Herzenswünsche und schürt die Unzufriedenheit.

Nach der Kindheit hat sich der Zugang zu den eigenen Träumen weitestgehend verschlossen. Schließlich träumen Erwachsene nicht. Nur manchmal, in Momenten wenn das Leben anklopft und gerade kein Ablenkungsprogramm läuft, blitzt die Frage nach dem Es-muss-doch-noch-mehr-geben auf und ein Unerfülltsein drängt sich spürbar auf. Dies ist der Moment der Wahrheit, der in die Freiheit führen kann, wenn er als das erkannt und genutzt wird.

 

Ersatzprogramme, statt das eigene Leben wagen

Wer der Norm der Leistungsgesellschaft folgt hat keine Zeit seinen eigenen Wünschen, Träumen und Sehnsüchten nachzuspüren. Das Rad der vielen Verpflichtungen sowohl online als auch offline dreht sich schnell und die vielen Termine und Sachzwänge stecken ein enges Alltagskorsett. Da bleiben die Bedürfnisse der Seele oftmals auf der Strecke. Stattdessen laufen diverse Ersatzprogramme zur Entspannung, zur Unterhaltung, zur Ablenkung vom Wesentlichen.  Da wird das Leben der anderen in der Konserve mit gelebt. Statt selbst das Abenteuer zu wagen, die Liebe zu erfahren und eigene Träume zu träumen und zu verwirklichen, wird es kompensiert. Viele geben sich mit dem Ersatz zufrieden, sitzen lieber auf der Ersatzbank, in den Haltebuchen des Lebens und schauen zu, wie andere das Leben wagen, dabei über sich hinauswachsen und Erfüllung erlangen.

In meinem Artikel
Vom Überdruss in die Erfüllung: sich den neuen Luxus leisten und Zeit und Raum fürs Wesentliche finden schreibe ich ausführlich darüber.

Brot und Spiele sind die Belohnung für getreue Normalos, die ihr Leben an den Normen der Leistungsgesellschaft ausrichten. Ein Urlaub im Jahr, ab und an eine neue Frisur, ein neues Kleidungsstück, vielleicht eine größere Wohnung, ein Sparplan, der scheinbare, materielle Sicherheit vermittelt und jedes Jahr ein wenig höher auf der Karriereleiter. Mit vierzig sollte man angekommen sein, eine Familie gegründet, im besten Fall auch ein Haus gebaut und materiellen Wohlstand geschaffen haben.

 

Soll das jetzt alles gewesen sein?

Doch genau jetzt drängen sich immer öfter Gefühle der Unzufriedenheit und des Unerfülltseins ins Bewusstsein und können nicht mehr weggeschoben, überhört und ausgeblendet werden. Die genormten  Zielvorgaben, das, was man erreicht haben sollte und wollte, sind erreicht und durch die Frage „Soll das jetzt alles gewesen sein?“ klopft das Leben an. Jetzt fordert der innerste Kern des Menschen – sein Selbst – Beachtung. Denn in der Lebensmitte dreht sich etwas um 180 Grad und das Selbst soll ab jetzt im eigenen Inneren entdeckt werden.

Der Zugang zum eigenen Wesen, zur inneren Flamme, ist für viele  Menschen allerdings verschlossen. Sie wissen nichts von ihren tieferen, inneren Bedürfnissen, Sehnsüchten und Wünschen. Verstellt mit vielen Verpflichtungen, falschen Einstellungen und Ängsten, überhören sie für eine ganze Weile die sich aufdrängenden inneren Impulse. Erst ein einschneidendes Erlebnis, vielleicht sogar ein Schicksalsschlag bewirkt mit seiner Härte, dass sich etwas im Menschen bewegt und ihn aus seiner Eingefahrenheit herausreißt.

 

Schiffe sind nicht dafür gebaut, um im Hafen zu liegen

Diese Menschen gleichen Schiffen, die abgetakelt im Hafen liegen, ihre Segel nie gehisst hatten und warten, bis sie eines Tages entsorgt werden. Das ist traurig, denn Schiffe sind nicht dazu gebaut, im Hafen zu liegen. Vielmehr sollten sie mit prächtig gehissten Segeln auf den großen Meeren kreuzen, sich auf deren großen Wogen und Wellen bewegen. Sie sind dafür gebaut auch mal einem Sturm zu erfahren, sich dabei zu bewehren und daraus gestärkt und mit Erfahrungszuwachs hervorzugehen. Der Hafen ist die Komfortzone, in der Menschen ihre scheinbare Sicherheit finden – sowohl materiell als auch emotional. Hier ist alles vertraut, unter Kontrolle. Den Hafen zu verlassen birgt ein Risiko, das nicht zu 100% abgesichert werden kann. Daher leben viele ihr Leben in der Konserve – und überlassen das Träumen und deren verwirklichen den anderen, bei denen sie dann mitfiebern, mit fürchten und auch mit lieben, wenngleich auch nur von der Couch aus.

 

Risiko und Tiefgang – nein, danke!

Zu groß und oft auch unbewusst ist die Angst vor Veränderung, vor Verlust und Niederlage. Hinter scheinbarer Trägheit verbirgt sich oft eine seltsame Resignation. Der Schweinehunde sind es viele und über Prägung und Konditionierung will sich keiner Gedanken machen. Zu schwer wiegt der Ballast im Inneren, als dass man sich auch noch mit tiefgründigen Themen auseinander setzten wollte. Da surfen viele doch lieber nur an der Oberfläche ihrer Persönlichkeit, wagen zum Neujahr mal wieder neue Vorsätze, die dann doch nicht erreicht werden und das Gefühl der Unfähigkeit zur Veränderung fest zementieren. So vergeht ein Jahr nach dem anderen und die Gedanken an den Ruhestand nehmen bereits einen großen Raum im Denken ein.

Wen wundert es da, dass diese Menschen viel schneller altern, als sie es eigentlich müssten. Doch all das haben viele von uns mit der Muttermilch aufgesaugt. Die Eltern und Großeltern haben es vorgelebt und wir haben es ihnen nachgemacht, wenngleich wir in der Pubertät mächtig dagegen rebelliert haben. Schauen wir jetzt mal genau hin, was davon übrig geblieben ist, dann machen wir vielleicht überrascht die Erkenntnis, dass wir im Großen und Ganzen nach den gleichen Werten, bedacht auf materielle und emotionale Sicherheit, leben. Eben ein oberflächliches, jedoch bequemes Leben in der Komfortzone ohne größeres Risiko und Wagnis. Die innere Flamme bleibt dabei auf Sparmodus eingestellt und das kleine Licht, das davon ausgeht, steht brav unterm Scheffel.

 

Das Leben wagen – das Leben erträumen

  • Wie sieht unser Leben aus, wenn wir uns das Träumen wieder erlauben und gegebenenfalls auch wieder erlernen?
  • Was geschieht, wenn wir unser Leben entsprechend unseren Werten und unserer tiefsten Herzenswünschen gestalten?
  • Wer sind wir geworden auf unserem Weg bei der Verwirklichung unseres Traumes?
  • Welche Potenziale und Talente haben wir dabei geweckt und entfaltet?
  • Wie sieht eine Gesellschaft aus, in der die Menschen sowohl ihre Bedürfnisse achten als auch ihre wahren Herzenswünsche erfüllen und auch die Einzigartigkeit der anderen respektieren und sogar als Bereicherung sehen?

 

Wie in der Natur, würde dieses Erfülltsein, weitere Fülle nach sich ziehen. Menschen, deren wesentliche Bedürfnisse gestillt und die von innen heraus erfüllt sind, haben das Bedürfnis andere an ihrer Fülle teilhaben zu lassen, so wie es die Natur auch macht. Ähnlich einem großen Kelch, der überläuft und mit seinem Wasser alles nährt, was lebendig ist. Da macht sich der Neid vom Acker, weil es nichts mehr zu neiden gibt. Auch die Gier ist überflüssig, ist sie doch bloß der negative Ausdruck eines großes, tiefsitzenden Mangelgefühls.

Wer seinen Träumen folgt und sie verwirklicht, erschafft sich auf diesem Weg neu und dabei entsteht ein neues Selbstbild. Mut, Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung wachsen mit jedem Schritt, den der Träumer, die Träumerin auf dem Weg in die Verwirklichung macht.

Weiter gehts in Teil 2 in Kürze.

Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit. Gerne lese ich Deine Gedanken zum Thema und freue mich auf einen Austausch.

In herzlicher Verbundenheit
Bianka Maria Seidl

 


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Darin erfährst du, wie du in 7 Schritten in eine größere innere Freiheit gelangst. So holst du dir deine Kraft zurück und kannst endlich richtig vorwärts gehen und deine Potenziale entfalten.

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Anne führt ein inneres Selbstgespräch, während sie abends auf dem Sofa sitzt. Sie verspürt seit einiger Zeit eine gewisse Unzufriedenheit mit sich selbst und mit ihrer Lebenssituation. Ihr Leben fühlt sich an wie ein ausgetretener Schuh, der einfach nicht mehr richtig passt. Doch sie beschwichtigt sich damit, dass sie doch zufrieden sein müsse. Schließlich hat sie doch alles, was es baucht. Ein Dach über dem Kopf, ausreichend zu Essen und so weiter, während es anderen Menschen ja so viel schlechter geht. 

„Ja, seit längerer Zeit verspüre ich, dass ich etwas ändern soll, vielleicht sogar muss. Doch irgendwie weiß ich nicht so genau, wo und wie anzufangen. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so richtig, was ich wirklich will, denn in den letzten Jahren habe ich meine Wünsche oft hintan gestellt, weil alles andere immer wichtiger war, meine Familie, meine Aufgaben und Pflichten, meine Verantwortung in verschiedenen Bereichen.

Was braucht es von mir, dass ich es wage meiner Unzufriedenheit zu lauschen und mich ihr ehrlich zu stellen mit allen Konsequenzen? 

 

Veränderung ist der Ruf des Lebens

Ja, ich ahne bereits, dass ich mich dann verändern, meine Komfortzone verlassen und der Unwägbarkeit des Lebens begegnen müsste. Es ist wahrscheinlich eine Angst, die mich in alten,  ausgetretenen Pfaden hält. Dabei spüre ich, dass ich immer energie- und freudloser werde, je länger ich hier verharre. Was braucht es, damit ich mir den Schritt erlaube, der mich über meine bisherige Komfortzone hinaustreten lässt ins Unbekannte, in das, was ich jetzt noch nicht kenne und und daher nicht überschauen kann?

Ich lausche in mich hinein und langsam werde ich mir gewahr, dass es diesen brennenden Wunsch nach mehr Lebendigkeit, nach mehr Leichtigkeit und Lebensfreude braucht, den ich schon lange in mir verspüre, den jedoch mein Verstand mit seinem lauten Getose übertönt. Die vielen Argumente und Rechtfertigungen, warum das Neue jetzt nicht möglich ist, verhindern, dass ich dem Ruf meines Herzens folge.

Und so verweile ich Jahr für Jahr weiter im bisher Vertrauten, wage es nicht, mich dem Leben anzuvertrauen und  eine Entscheidung für meine Selbstentfaltung zu treffen. Zu hoch das Risiko, die Unwägbarkeit, das Sicherheitsbedürfnis.

 

Sich die vielleicht wichtigste Frage stellen

Ich wiege mich also weiter in einer falschen Bescheidenheit, die verhindert, dass sich meine Lebenskreise erweitern und ich neue Erfahrungen mache. Dabei würde ich neue Facetten meiner selbst kennenlernen und das, was noch in mir steckt, wecken und entfesseln. Aber vielleicht wage ich jetzt, mir zumindest eine wichtige Frage zu stellen.

Was kostet es mich, wenn ich weiterhin die gleichen Einstellungen und Ansichten als Maßstab gelten lasse, wenn ich mich weiter von der Angst in Schach halten lasse?

Kostet es mich meine Lebenskraft und meine Lebenszeit? Mein Mut schwindet wahrscheinlich auch mit jedem Jahr und mein Sicherheitsbedürfnis nimmt noch mehr zu. So leben ja die meisten Menschen. Das habe ich schließlich allerorts immer vorgelebt bekommen.

 

Im großen Stundenglas rieseln meine Lebensjahre dahin

Ich bewundere Menschen, die so frei sind und dem Ruf des Lebens, ihrem Herzen, folgen. Menschen, die zu dem, was sie tun auch bedingungslos stehen und sich damit zeigen, die einfach sie selbst sind und sich dabei ein Leben kreieren, das ihnen wirklich entspricht – ein freies, authentisches und erfülltes Leben.

Sobald ich jedoch von so einem Leben träume und auch mein Herz voll dabei ist, erzählt mir mein Verstand sofort, dass ich mir dieses Leben nicht leisten kann, dass ich ggf. dafür schon zu alt bin, dass ich über zu wenig Zeit und auch Energie dafür verfüge. Vor allem mach ich mir sofort auch Gedanken darüber, was wohl die anderen dazu sagen, ob ich dadurch meine Zugehörigkeit verliere, weil sie mich nicht mehr verstehen, weil sie sich dadurch auch in Frage stellen müssten.

Und während ich mich von den Argumenten und Befürchtungen meines Verstandes einlullen lasse, schließt sich unmerklich die Tür hinaus in das größere Leben. Mein Traum und auch die Regungen meines Herzens verblassen wieder und ich begnüge mich mit dem Altbekannten, dem Vertrauten, wenngleich es mich nicht mehr nährt, mir keine Energie und Freude mehr schenkt. Ich verliere meine Lebendigkeit. Wie in einem großen Stundenglas rieseln meine Lebenszeit und Lebensenergie hindurch und verringert sich Jahr für Jahr.

Was braucht es also, dass ich es schaffe durch diese Tür zu gehen, die mir die Sehnsucht meines Herzens öffnet?

 

Lausche der Antwort deines Herzens

Soweit das innere Selbstgespräch von Anne, bei dem sicherlich so manches in dir angeklungen ist und dich vielleicht sogar berührt und bewegt hat.

Stelle dir die Fragen, die Anne sich gestellt hat, in einem stillen Moment und lausche dann auf die Regungen deines Herzen. Achte dabei auf deinen Verstand und lass dich von seinen Argumenten nicht mehr im alten Kreislauf halten. Schenke deinem Herzen mehr Gehör und vor allem Vertrauen und triff dann eine Entscheidung.

Halte diese Entscheidung schriftlich fest. Schreib sie nieder und frage dich, was ist der nächste wichtigste Schritt, um dieser Entscheidung Taten folgen zu lassen, die dich durch die Tür gehen lassen.

Lausche wieder der Antwort deines Herzens – sei geduldig und geh, wenn es sein muss, ein paar Tage mit dieser Frage schwanger. Vertraue dir selbst und deinem umfassenderen Sein, dass die Impulse deiner Seele über dein Herz zu dir gelangen.

Gerade jetzt, in der vor uns liegenden Zeit zwischen den Jahren, den Rauhnächten, sind die Dimensionstore zu den anderen Ebenen unseres Seins offen. Es ist daher viel einfacher Antworten auf unsere wichtigen, dringlichen Fragen zu erhalten.

Begib dich in dein Innerstes und stelle deine wichtigsten Fragen. Lausche dann geduldig den Antworten die folgen.

 

In diesem Sinne wünsche ich dir eine besinnliche und friedvolle Weihnachtszeit.

In Freiheit im Herzen verbunden

Bianka Maria

2019 den Grundstock legen für ein glückliches und erfülltes Leben

Dies ist ein Angebot, eine Einladung und eine große Chance, endlich den Schritt durch die Türe zu gehen. Vielleicht erkennt du diese Chance, dann ergreife sie und mach 2019 zum Highlight deiner Weiterentwicklung für ein glückliches und erfülltes Leben.

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die mehr mehr Lebensfreude, Glück und Erfüllung in ihr Leben bringen wollen.

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Jenseits der Mauern liegt die Leichtigkeit des Seins

Der Strom des Lebens vollzieht sich unaufhörlich. Er ist ohne Anfang und ohne Ende. Wir sind eingebettet in diesen Strom. Lassen wir uns von ihm tragen sind wir sicher geborgen. Wir fließen mit ihm, mit dem Leben, das sich uns in mannigfaltigen Arten und Formen zeigt.
Wir können staunend und bewundernd die Schönheit der Schöpfung erfahren und uns darin immer mehr erkennen.

Während dieser evolutionären Entwicklungsreise auf dem großen Strom des Lebens haben wir uns unsere eigene kleine Insel geschaffen. Manchen gelingt es, sich auf ihrer Insel wohl zu fühlen. Sie haben nur wenige Mauern errichtet und Gäste sind ihnen willkommen.

Andere wiederum leben auf ihrer Insel hinter hohen, dicken Mauern. Oft fühlen sie sich isoliert und einsam. Zu berohlich haben sie das empfunden, was der große Strom zu ihnen gebracht hat und so haben sie versucht sich vor den Unwägbarkeiten zu schützen, sich abzusichern.

Wir haben die Persönlichkeit stark gemacht wie eine Trutzburg. Unsere übermäßige Identifizierung mit unserem physichen Ausdruck, unserem Körper und mit den Gedanken und Gefühlen hat uns diesen Schutz aufbauen lassen. Zugleich trennt uns dieser übermächtige Schutz augenscheinlich von dem, was uns trägt und Existenz verleiht.

 

Die Persönlichkeit – Schutzschild und Gefängnis

Wir haben uns mit unserer Persönlichkeit ein Schutzschild geschaffen und zugleich auch ein Gefängnis. Je dichter das Gewebe gestrickt ist aus Gedanken und Gefühlen desto weniger erfahren wir die Leichtigkeit des Seins, den Urgrund des Lebens.

Die Gedanken, Empfindungen, Gefühle, Ideen und Vorstellungen der Persönlichkeit verändern sich fortwährend. Ein großes Netz, innerhalb dessen der Eindruck von Bewegung, Fortschritt und Wachstum entsteht, weil sich vieles erfahrbar über die Sinne verwirklicht. Doch all das ist vergänglich und unbeständig.

Es kostet viel Energie eine Persönlichkeit zu sein. Hingegen ist es leicht einfach zu sein. Es ist mühelos und dabei werden wir genährt. Doch es braucht Vertrauen in diesen Urgrund des Lebens. Es braucht ein Urvertrauen.

 

Die Leichtigkeit des Seins erfahren

Wollen wir uns wahrlich weiterentwickeln hinein in unsere wahre Natur gilt es sich wieder zu öffnen für den Strom des Lebens und die Mauern abzubauen. Das Übermaß an materiellem Ballast, an emotionalen Gepäck, an mentalen Konzepten und Konstrukten darf reduziert werden, um die Leichtigkeit des Seins als essenzielle Natur unseres Wesens wieder zu erfahren, so wie einst als Kind, jedoch jetzt mit der Weisheit unseres Herzens.

Das Sein, als Pol der Ergänzung zum Werden, ist essenziell wichtig auf unserem Weg der Ganzwerdung. Die Persönlichkeit tritt auf diesem Weg immer mehr zurück, entspannt sich in den Urgrund des Seins hinein, wird zum Gefäß für Wahrheit und Inspiration aus der Schöpfungsebene unseres wahren Selbst. Wir werden zum lebendigen, spontanen Ausdruck des Lebens im gegenwärtigen Augenblick – ohne Anfang und ohne Ende.

Fragen wir uns daher

  • Wie wäre unser Leben, wenn wir uns diesem unviversellen Urgrund anvertrauen würden?
  • Wie würde sich unser Zusammenleben als Menschheit verändern?
  • Wie wäre es, würden wir uns im DU mit Licht und Schatten  erkennen?
  • Wie würde es sich anfühlen vom großen Strom des Leben getragen zu werden, hinauf auf die nächste Oktave der Schöpfung?

 

Gerne lese ich deine Gedanken zu meinem Artikel im Kommentarfeld und freue mich auf einen Austausch.

P.S.

Wenn dich dieser Artikel angesprochen und berührt hat, und du gerne mehr von solchen Impulsen hättest, dann
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Der Kraftfluss der Seele – das Lebendige zwischen den Polen Männlich und Weiblich

Mit dieser neuen Artikelserie nehme ich dich mit auf eine tiefer gelegene Ebene, die sich den meisten Menschen im normalen Tagesbewusstsein entzieht. Begleite mich in einer offenen Haltung und lass dich berühren. Sicherlich nicht von allem. Nimm das mit, was bei dir anklingt. Den Rest lass einfach liegen, so wie im Supermarkt. Du hast immer die freie Wahl.

Im heutigen ersten Teil dieser Artikelserie möchte ich dir nahebringen, inwieweit das Lebendige durch Faktoren beeinflusst wird, die zwar äußerst simpel klingen, dennoch nicht so leicht zum Begreifen sind. Zugegeben, wir haben viele Messgeräte, um die äußere, die materielle Welt zu erfassen, doch wir haben kein einziges Instrument für die innere Welt, die Welt der Seele. Um die Erforschung der Lebenskraft, die uns täglich durchströmt und auch nährt, hat sich die Wissenschaft bisher kaum bemüht.

 

Altes Wissen wieder beleben

Das Wissen und die Weisheit um die Existenz und Wirkweise einer Lebensenergie, die die ganze Schöpfung durchpulst und bewegt, war in früheren Kulturen über den ganzen Erdball verbreitet. Die Menschen haben damals im Einklang mit der Kraft und ihrer Funktion gelebt.

Dieses Wissen ist nicht einfach verloren gegangen, vielmehr wurde es durch einige Jahrtausende hindurch ausgerottet, bis es fast völlig in Vergessenheit geraten war. Die, über Jahrhunderte andauernden Hexenverbrennungen in Europa sind nur ein historisches Beispiel für diesen Vernichtungsfeldzug. Doch jetzt in Zeiten der Vernetzung der Welt gelangt immer mehr Wissen aus anderen Kulturkreisen zu uns, wo es weiterhin gehütet wurde.

Wie einige Leser vielleicht wissen, bin ich seit mehr als zwanzig Jahren mit der Lebensenergie beschäftigt. Ich experimentiere und forsche damit im Auftrag meiner eigenen Befreiung von all den Konditionierungen, die meine Lebenskraft gebremst, gehemmt, ja sogar blockiert haben. Das Wissen darum fand ich in Asien im Taoismus, in den Lehren der Akupunktur der chinesischen Medizin und im Feng Shui. In den vergangenen zwanzig Jahren habe ich auf diesem Gebiet viele Ausbildungen gemacht und das Wissen für meine Kunden nutzbringend in ihrer äußeren Welt für ihr inneres Wohlbefinden eingesetzt. Dabei habe ich deren Räume so gestaltet, dass mehr Vitalität, ein größeres Wohlbefinden und auch wirtschaftlicher Erfolg dabei  entstanden sind.

Aufgrund meiner eigenen Entwicklung habe ich mich im Laufe der Jahre immer mehr der inneren Welt, der Welt der Seele, zugewandt. Dabei fand ich heraus, dass ich hierfür eine große Gabe mitbringe, die ich früher nur unbewusst genutzt hatte. Es ist die Fähigkeit Menschen in ihr Unterbewusstsein zu führen und dort die Ursache für ganz viele problematische Auswirkungen in der Außenwelt aufdecken und lösen zu können.  Das hat im Laufe der Jahre dazu geführt, dass ich mich selbst immer mehr befreien konnte von den Fesseln der karmischen und auch der familiären Verstrickungen innerhalb meiner eigenen Sippe. Heute steht mir soviel mehr Energie, Leichtigkeit und Lebensfreude zur Verfügung, die vormals darin gebunden war.

Diesen Beitrag schreibe ich aus dem Reichtum meiner eigenen Erfahrungen heraus. Gerne lasse ich dich als Leserin, als Leser, daran teilhaben.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind durch eine Kraftquelle miteinander verwoben

Unsere Familie und unsere Sippe sind, ob uns das passt oder nicht, eine Quelle der Kraft. Unsere Geschwister, unsere Eltern und Großeltern und unsere Ahnen sind jene Kraftlinien, die sich in uns verbinden, die in uns leben und die durch uns auch weiter gegeben werden. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind auf diese Weise durch eine innere Kraftquelle miteinander verwoben. Fließt diese Quelle, fallen viele Probleme, mitunter auch Krankheiten, einfach von uns ab.

Doch bei vielen Menschen ist diese Quelle nicht mehr frei zugänglich. Statt sich auf die eigene Quelle der Kraft in ihrem Inneren zu besinnen und die Schwellen, die den Kraftfluss behindern zu beseitigen, suchen viele im Außen danach. Dies hat vielfältige Erscheinungsformen. Die einen reisen auf andere Kontinente, um dort Kraftplätze aufzusuchen, wieder andere  überqueren, so wie ich auch, den Atlantik, unbewusst auf der Suche nach den eigenen Wurzeln. Andere wandern von Partnerschaft zu Partnerschaft, ohne sich bewusst zu sein, dass sie in jedem Partner die Verbindung zu ihrer Kraftquelle suchen und folglich immer wieder enttäuscht werden. Wieder andere betreiben intensiv Ahnenforschung und versuchen auf der intellektuellen Ebene die Annäherung.

 

Den Kraftfluss der Seele speisen

Unseren Körper nähren wir mittels Nahrung, Bewegung und Schlaf sowie dem Wechsel zwischen Aktion und Ruhe. Auf der geistig-seelischen Ebene braucht es andere Energieeinheiten, um wieder aufzutanken. Nehmen wir hierfür das Bild einer Batterie. Sie wird aufgeladen, indem sie an zwei Pole, einen Plus- und einen Minus-Pol, angeschlossen wird. Dazwischen existiert ein hohes Spannungsgefälle. Aus diesem Gefälle heraus erwächst die Kraft. Gemäß dem Gesetz der Entsprechung – wie im Kleinen, so auch im Großen – ist es auch bei unserer Seele so, nur dass hier der Pluspol männlich und der Minus-Pol weiblich ist. Schließlich hat auch unser Körper eine Polarität – rechte und linke Körperhälfte.

Bei der Batterie fließen im Ladevorgang elektrisch geladene Teilchen (Ionen) von der einen zur anderen Seite. Ebenso verhält es sich im menschlichen Körper und auch auf der Ebene der Seele. Als der Psychoanalytiker Sigmund Freud sich diesem seelischen Energiefluss näherte, nannte er ihn „Libido“. Nehmen wir also mal an die Libido ist dieser seelische Energiefluss, dann gibt es darin kleine Teilchen, wie die Ionen, die hier fließen. Nennen wir sie der Einfachheit halber „Seelionen – das ist ein Arbeitstitel :-).

Jetzt stellen wir uns folgende Fragen:

  • Gibt es bei den Seelen unterschiedliche Energiegefälle und -potenziale?
  • Kann die Energie der Seele sich erschöpfen, wie auch beim Körper?
  • Wenn ja, wie geschieht das ? Welche Ereignisse führen dazu?
  • Gibt es Lademöglichkeiten, die sie wieder auffüllen?

 

Die Kraft leben, die auf der Packung steht

Ab der Geburt hat jeder Mensch ein gewisses Grundreservoir an Energie zur Verfügung. Dies ist das Energieniveau seiner Seele, welches nicht erhöht werden kann. Aber der Mensch kann sehr wohl unter seinem Energieniveau leben. Vergleichen wir dies wieder mit einer Batterie. Eine 3-Volt-Batterie wird keine 6 Volt liefern, vielmehr sind die 3 Volt die 100% der Energie. Jedoch ist es möglich mit einer 3 Volt-Batterie lediglich eine 1,5 Volt Spannung zu erzeugen. Ebenso verhält es sich beim Menschen. Die meisten von uns leben nicht die Kraft, die auf ihrer Packung steht. Ihr Ladezustand ist meist wesentlich niedriger. Kehren wir zu den “Seelionen“ zurück, dann haben ein Großteil davon ihr Ziel verfehlt und die Seele konnte nicht richtig geladen werden. Damit läuft sie auf Reserve im Zustand der Erschöpfung.

Jetzt tauchen natürlich weitere Fragen auf:

• Wer oder was ist das Ladegerät für unsere Seele?
• Woher kommt der Fluss der „Seelionen“?

Nun, es sind Vater und Mutter – die Repräsentanten des Männlichen und Weiblichen – die als  Energiewesen mit dieser Ladung das Fundament für die Lebenskraft eines jeden Menschen schaffen und das auch über ihren Tod hinaus.

 

Vater und Mutter speisen als Plus- und Minus-Pol den Kraftfluss der Seele

Eltern sind als Energiegeber in der Lage die Lebensbatterie ihrer Kinder mit genügend Lebenskraft zu versehen, jedoch liegt es auch am Energienehmer, ob er bereit ist die Verbindung zur Ladestation aufrecht zuhalten und ob er die Energie, die er bekommt auch willkommen heißt.

Als ich vor einigen Jahren in Indien bei einem Schweigeretreat war, habe ich Interessantes in puncto  seelische Ladestation „Eltern“ erfahren. In den Vedischen Schriften steht, dass wenn die Mutterbeziehung eines Menschen gestört ist, er oftmals Krankheiten und viele andere Widrigkeiten in seinem Leben vorfindet. Ist hingegen die Vaterbeziehung gestört, bedeutet dies oft, dass der Erfolg im Leben sehr schwer erkämpft werden muss oder sogar ausbleibt. Die schöpferische, männliche Energiezufuhr ist blockiert. Es herrschen Selbstzweifel, Verlust- und Versagensängste und es fehlt an Vitalkraft. Diese Störung in der Beziehung kann auf vielfältige Art und Weise entstanden sein. Fest steht jedoch, dass der Austausch gestört ist.

 

“Wenn die Vaterbeziehung gestört ist bleibt der Erfolg im Leben aus”

 

Doch wir müssen noch weiter ausholen, denn auch Vater und Mutter waren einmal Energienehmer und auch die Großeltern und hier ergeben sich bereits Verwicklungen und Schwachstellen im Kraftfluss der Seele. Es kann also sein, dass eine heutige Störung ihre Ursache bereits durch die Generationen hindurch innerhalb der Sippe vorgezeichnet ist. Hier finden wir das Phänomen des „Generationen-Symptoms“.

 

Der Generationenstrom

 

Die seelischen Energien werden ununterbrochen durch die Generationen hindurch weitergegeben und damit auch die Verwicklungen und Verstrickungen, die auftreten, wenn entweder das Geben oder auch das Nehmen nicht auf natürliche Weise geschieht und stattdessen Widerstände den natürlichen Energiefluss verzerren, hemmen und ihn sogar blockieren.

Diese Energieprobleme zeigen sich in Form eines lebensverneinenden Geistes, als dunkle Flecken in Energiefeld des Menschen. Und immer dort, wo sich ein Nein in der Seele befindet, ist das ein Widerstand gegen etwas und jemanden, der den Energiefluss bremst und dabei einen Großteil der Lebenskraft aufzerrt. Diese negativen, geistigen Elementale innerhalb einer Sippe suchen sich bei nachfolgenden Generationen einen Träger, eine Trägerin, die von solch einem Ausgangsproblem nicht die leiseste Ahnung hat, geschweige denn, dass sie davon weiß. Denn die Ursache liegt einige Stockwerke tiefer. Zum Glück geht nie etwas verloren und im Unterbewusstsein ist alles gespeichert. Hier kann der Zugang zur Ursache gefunden und auch gelöst werden.

 

“Eine gestörte Mutterbeziehung bedingt oftmals Krankheit und Widrigkeiten im Leben”

 

Anselm Grün, der deutsche Benediktinerpater und Schriftsteller sagt zum Beispiel: „Seinen Platz im Leben zu finden, sich geborgen zu fühlen und seiner Selbst bewusst sein. Wer seine Wurzeln kennt, der weiß, was sein Lebensbaum braucht, um in seine ganz eigene Gestalt hinein zu wachsen. Wer jedoch ziel- und planlos umherirrt, kann in sich auch nichts entwickeln. Er wird überall etwas anfangen, jedoch nichts zu Ende bringen. Er wird überall nippen, aber nicht wirklich trinken“.

Doch das tut der Psyche nicht gut und früher oder später meldet sich von tief innen ein Gefühl der Unzufriedenheit und des Unerfülltseins. Menschen, die von ihren Wurzeln abgeschnitten sind, fehlt etwas im Leben und sie finden nicht in die Kraft, die erforderlich ist, um ihre Träume zu verwirklichen und damit erfolgreich im Leben zu sein.

 

“Ohne Wurzeln keine Flügeln”

chinesisches Sprichwort

 

Jetzt am Ende dieses Beitrag halte kurz inne und frage dich

  • Wie ist das bei mir?
  • Wie empfinde ich die Verbindung zu meinem Vater, zu meiner Mutter.
  • Wieviel meiner potenziell vorhandenen Lebenskraft lebe ich?
  • Welche Schwellen verhindern, dass ich mein volles Kraftpotenzial lebe?
  • Was kann ich tun, um diese Schwellen zu beseitigen?

Gehe mit diesen Fragen ein paar Tage schwanger. Vertraue darauf, dass diese Fragen dein Inneres anstoßen, so dass in dir die Antworten aufsteigen.

 

Ich hoffe dieser Beitrag für dich interessant war. Gerne lese ich dazu deine Gedanken und Fragen im Kommentarfeld und freue mich auf einen Austausch.

In herzlicher Verbundenheit
Bianka Maria Seidl

 

Lies im zweiten Teil

Die Sippe – unsere Vorfahren als weitere Quelle von Kraft und Weisheit

  • Das Generationensyndrom – Wie traumatische Erfahrungen über Generationen weiter gegeben werden
  • Weitere Ursachen für das Fehlen gesunder Wurzeln
  • Typische Verhaltensweisen und Gefühle entwurzelter Menschen
  • Ahnenverehrung in anderen Kulturen
  • Wie eine Klärung und Wiederanbindung an die Ahnen gelingt

Hier kann du Teil 2 des Artikels lesen.

 

 

Seit vielen Jahren führe ich Einzelaufstellung und Workshops zum Thema durch.
Seit Herbst 2017 gibt es auch einen Online-Kurs zum Thema.
“Der Ahnenfrieden – Kraft und Weisheit aus der Herkunft”                               
Vielleicht interessierst du dich dafür, dann kannst du dir hier weitere Informationen holen.

Die 5 wichtigsten Schritte vom Überlebensmodus zum Schöpfermodus

Teil 1 von 2

Bereits in meinem letzten Blogbeitrag habe ich über den derzeitig stattfindenden großen evolutionären Wandel geschrieben und dabe aufgezeigt, wie dieser von den größeren Rhythmen der Zeit getragen wird. Wir befinden uns gerade in einer Übergangszeit von einem Zeitalter ins nächste und das wird sowohl unsere Sicht auf die Welt als auch auf das Selbst revolutionieren. Denn es findet ein allmähliches Erwachen auf  kollektiver Ebene statt.

Doch damit das Neue entstehen kann, muss das Alte weichen und damit einher gehen Krisen, Umwälzungen Unsicherheit, Desorientierung und verschiedenste Ausprägungen von Angst, die es anfangs schwer machen das Entwicklungspotenzial  zu erkennen.

Falls du den Beitrag verpasst hast, kannst du den Artikel „Selbstsicherheit, Selbstbestimmung und die Annäherung der Völker“  hier nachträglich lesen.

 

Eine größere Dimension von Zeit und Raum

In meinem Vortrag „Erschaffe dich neu! – Vom Opfer der Umstände zum selbstbestimmten Gestalter“ zeige ich einleitend diese weiter gefasste Sicht auf eine weitaus größere Dimension von Zeit und Raum auf, in die wir eingebunden sind. Es ist mir ein großes Herzensanliegen den Menschen Mut zu machen in dem ich einen radikalen Perspektivenwechsel aufzeige, bei dem sich die augenscheinlichen Krisen als große Chancen entpuppen, die uns herausfordern aus unseren alten, begrenzenden Komfortzonen und Scheinsicherheiten. Denn es gilt neue Räume und Potenziale in uns selbst zu entdecken, die es im  im Außen zu verwirklichen gilt, und wir so eine neue Gesellschaft, eine neue Welt, erschaffen.

Angeregt durch das Feedback einer Zuhörerin schreibe ich in diesem heutigen Artikel detaillierter darüber, was jede/r Einzelne für sich praktisch in seinem Alltag tun kann, um sich dorthin zu entwickeln, wie es der Wandel von uns erfordert.

 

Wie sich der innere Himmel zu verdunkeln begann

Das gerade vergehende YUGA-Zeitalter (Dauer ca. 2400 Jahre) war, entsprechend den vedischen Schriften, das „Eiserne Zeitalter“ –  ein Zeitalter der Trennung und Spaltung. Zu dieser Zeit haben die Männer die Herrschaft übernommen und vermehrt für Schutz und Sicherheit gesorgt, da die Menschheit wieder einmal in den Schlaf gefallen war. Eine Grafik und auch Text zum besseren Verständnis findest du im oben erwähnten Blogbeitrag.

Im Laufe der Zeit führte diese Entwicklung zu einer patriarchalen Herrschaft über die Natur und auch über alle anderen Bereiche des Lebens. Angefangen bei den Religionen, bis hinein in den Alltag des menschlichen Zusammenlebens, hat diese Überbetonung des männlichen Pols zu einem Ungleichgewicht geführt.
Durch diese Entwicklung ist die Polarität – eine Gesetzmäßigkeit des Lebens – gekippt und die weiblichen Prinzipien, die sich auszeichnen durch Offenheit, Empfänglichkeit, Annehmen, Raum und Zeit gewähren, und Nähren, wurden durch eine Entwicklung hin zu den männlichen Qualitäten wie Schnelligkeit, Zielorientierung logisches und rationales Denken, Wettbewerb und Konkurrenzkampf, verdrängt und damit in den Schatten gestellt.

Auf diese Weise ist die Balance zwischen diesen beiden Polen verloren gegangen. Wo vorher Einheit und Verbundenheit war, herrschte jetzt Spaltung und Trennung und damit einhergehend Gefühle der Isolation, des Mutterseelenallein- und Gottverlassen-Seins.
Zweifel, Misstrauen, Missverständnisse und Missverhältnisse zwischen den Menschen und in den Gemeinschaften dauern bis heute an.

 

“Die Polaritäten sind eine Gesetzmäßigkeit und somit Herzschlag und Atem des Lebens”

 

Yin & Yang-Symbol

Im Yin & Yang-Symbol der östlichen Tradition, ist in der Dunkelheit der Lichtpunkt und im Licht der Punkt der Dunkelheit. Beide Punkte sind als Kreis dargestellt. Das zeigt uns, dass beide Pole die Ganzheit bilden (der Punkt ist das Symbol der Einheit, der Kreis ist der Punkt in den Raum ausgedehnt). Keiner von beiden kann ohne den anderen und sie sind gleichwertig.

Beispiele in denen die Polarität in unserer physischen Erfahrungswelt verkörpert ist:

  • Tag & Nacht
  • Licht & Schatten
  • Männlich & Weiblich
  • Aktiv &  Passiv
  • Kalt und Warm
  • Kurz und Lang
  • Schnell & Langsam
  • Plus & Minus

 

Ignoranz gegenüber den Gesetzmäßigkeiten des Lebens

Unserer heutigen Welt fehlt der weibliche Pol mit den Qualitäten wie Entspannung, Ruhe, Muße, das Verständnis des Lebens als Prozess, der sich ewig fortentwickelt und Vielfalt hervorbringt, statt Monokulturen, wie wir es derzeitig allerorts vorfinden. Der Mensch hat die Nacht zum Tag gemacht und auch hier wieder die Polaritäten übergangen. Diese Ignoranz den Gesetzmäßigkeiten des Lebens gegenüber hat ihren Preis. Die Krisen und auch Krankheiten dieser Zeit offenbaren ihn jetzt für uns.

Wir wollten, dass unser Leben praktischer, einfacher wird und daher haben wir viele Dinge entwickelt, von denen viele, so wie es sich jetzt herausstellt, unsinnig sind, da der Überfluss lediglich unsere Zeit und Aufmerksamkeit benötigt, uns  mehr zu Sklaven macht und zudem die Umwelt belastet.

Viele Systeme und Entwicklung in der Vergangenheit sind aus einem egozentrischen Bewusstsein der Spaltung und des Getrenntseins heraus geschaffen worden, ohne dass dabei die Konsequenzen und Folgen für Mensch und Natur bedacht wurden. Denken wir dabei nur kurz an Fassadenverkleidungen aus Asbest, all die Gifte, die eingesetzt werden, das ganze Verpackungsplastik, das jetzt unsere Weltmeere verschmutzt und auch die meisten Arzneimittel, die eingesetzt werden und dabei Folgeschäden im menschlichen Organismus hervorrufen. All diesen Produkten ist gemeinsam, dass sie sich nicht wieder in den natürlichen Kreislauf der Natur rückbinden lassen und stattdessen ihr Unwesen treiben und Mensch und Natur belasten.

Die derzeit herrschende Umweltkrise zeigt uns dies deutlich. Wir sind letztendlich alle aufgerufen unsere egozentrische Konsum- und Komfortzone zu verlassen und wieder das Leben und die Natur in den Mittelpunkt zu stellen. Wir tun gut daran unser Bewusstsein zu erweitern, indem wir zu einem neuen Selbst- und auch Weltbezug finden, bei dem alles mit allem verbunden ist, so wie es uns die moderne Physik bereits vermittelt.

 

Das neue Zeitalter – Verbundenheit statt Trennung

Der Begründer der Quantenphysik und Nobelpreisträger Max Planck hat dies vor hundert Jahren bereits bestätigt:
„Alle Materie entsteht und besteht aus nur einer Kraft.  … so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten, intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist das Urgrund aller Materie.“
Die moderne Physik formuliert heute das, was Mystiker, Menschen mit tiefen spirituellen Einsichten, vor vielen tausend Jahren bereits wussten. Die Quantenphysik hilft also, dass wir zum einen die spirituelle Dimension unserer Wirklichkeit und unseres Selbst besser verstehen lernen.

Dieses Selbstverständnis ist für einen echten Esoteriker nichts neues, da er sich als Teil des Ganzen und somit verbunden sieht, im Wissen dass es auch das Unerlöste, das Dunkle gibt, das es zu integrieren gilt als Mensch. Während der Pseudo-Esoteriker noch mehr Trennung erzeugt, in dem er sich nur dem Lichtvollen widmet und die Kräfte des Dunkels ausgrenzt. Dabei wird er oftmals vom verleugneten Pol überrascht und eingeholt.

Der Exoteriker hingegen sieht sich von der Welt getrennt. Sein Bewusstsein gibt es nur innerhalb seines Gehirns und sein Selbstbild ist begrenzt auf die physische Dimension. Für ihn gibt es weder Seele noch Geist. Vielmehr vertraut er seinem logischen Denkvermögen und seinen normalen fünf Sinnen.

 

“Der Exoteriker ist ein Auslaufmodell. Die moderne Physik bestätigt: Alles ist mit allem verbunden.”

 

 

Unsere materielle Realität spiegelt unsere geistige Wirklichkeit

Die moderne Quantenphysik lehrt uns mittlerweile etwas anderes: Wir sind nicht getrennt von der Welt, vielmehr leben wir in einer verbundenen Welt, die wir aktiv mit gestalten und das eher unbewusst als bewusst. Wir beeinflussen das, was wir beobachten und verändern damit das Ergebnis. Unser Bewusstsein ist somit schöpferischer Natur.

Wir erschaffen jeden Moment unseren Körper neu. Pro Sekunde sterben 10.000 Zellen ab und ebenso  viele bauen sich neu auf. Ein Großteil dieser Neuerschaffung wird von unserem Unterbewusstsein erledigt. Hinsichtlich unsere Alltagsrealität haben wir jedoch die freie Wahl und können in jedem Moment aus dem Feld der Potenzialität auswählen. Unsere materielle Realität, die wir derzeit vorfinden, spiegelt unsere geistige Wirklichkeit, denn Geist und Materie sind eins. Geist gerinnt und wird zur Materie.

Diese ungeheueren Erkenntnisse müssen wir erstmal verdauen, um zu verstehen, welche Auswirkungen sie für uns haben können, wenn wir bereit sind uns diesem neuen Welt- und Selbstbild zu öffnen. Erst dann können wir damit beginnen zu experimentieren, neue Erfahrungen zu sammeln und schließlich erkennen, dass wir vom Überlebensmodus in einen Schöpfermodus gelangt sind.

 

“Wir erkennen, dass wir selbst, die Welt und unsere Zukunft offen sind – voller Potenzial”

 

Diese fundamentalen Veränderungen im Verständnis unserer Beziehung zur Welt, zur Wirklichkeit und vor allem zu uns selbst, sowie der Macht unseres Bewusstseins, treffen uns im Kern. Wir erkennen, dass wir selbst, die Welt und unsere Zukunft offen sind –voller Potenzial. Dass wir kraft unseres Bewusstseins das, was wir auswählen in die materielle Realität bringen können. Unsere Möglichkeiten sind also unermesslich größer, je bewusster wir werden. Auf diese Weise überwinden wir die derzeitigen Begrenzungen Schritt für Schritt.

Krankhaftes Wirtschaftswachstum, angstvolles Konkurrenzverhalten und ein aus den Fugen geratenes Konsumverhalten sind nur ein kleiner, unbedeutender Teil, gemessen an unseren wahren Möglichkeiten. Der Atomforscher und Nobelpreisträger Prof. Dr. Carlo Rubbia hat eine Naturkonstante bewiesen, die besagt, dass etwa 1 Milliarde Energieeinheiten nötig sind, um 1 Materie-Einheit zu formen, d.h. Energie ist das übergeordnete Prinzip. Siglinda Oppelt formuliert es in ihrem Buch Quantensprung im Business so:

 

“Wer sich nur mit Materie beschäftigt, orientiert sich lediglich an einem Milliardstel der Wirklichkeit.”

Siglinda Oppelt

 

Das gleiche gilt natürlich, wenn wir uns nur mit unserem materiellen Selbst, unserem Körper identifizieren. Wie sieht hingegen eine Welt aus, in der die Menschen auf breiter Ebene beginnen im Bewusstsein der Verbundenheit die Macht ihres Geistes zum Wohle des Ganzen einzusetzen? Stelle dir einmal in einem ruhigen Moment diese Frage und lass dann deiner Vorstellungskraft freien Lauf.

 

Soweit für heute. In Teil 2 dieses Beitrags erwartet Sie dann im Mai folgende Themenpunkte.

  • Gesetzmäßigkeit leben – Verbundenheit erfahren
  • Den Schleier der Dualität lüften
  • 5 wichtige Schritte zu einem dynamischen, erweiterten Selbst

 

Ich hoffe ich konnte dich mit diesem Beitrag dazu inspirieren dich selbst und dein Leben einmal in diesen größeren Kontext von Zeit und Raum zu setzen und auch die Folgerichtigkeit des derzeitigen Wandeln zu begreifen. Dieses mehr an Verständnis und Klarheit kann dazu verhelfen sich ruhiger und gelassener auf den Strom des Lebens einzulassen und mit ihm zu fließen.

Gerne lese ich deine Gedanken zu meinem Betrag und freue mich auf einen Austausch.

 

Hier geht´s zu Teil 2 des Beitrages.

 

In herzlicher Verbundenheit

Bianka Maria Seidl

 

 

 

Bildnachweis: Yin and yang symbol, #82053089 | Urheber: Donets

Warum ein 180°-Shift not-wendig ist

 

In der Tiefe deines Herzens ruht ein unermesslicher Schatz, dein Wesen, Hier ist der Sitz deiner Seele.
Es ist der Schatz, nachdem du all die Jahre im Außen gesucht hast, ohne es wirklich zu wissen. Dieser Schatz verheißt Erfüllung, Lebendigkeit, Lebensfreude und ist ein Jungbrunnen. Deine bisherige Lebensreise hat dich an viele schöne Orte geführt. Du hast gestaunt über die Schönheit und Wunder der Natur. Dabei bist du dir auch immer selbst begegnet, ohne dir dessen bewusst zu sein.
*****
Bei dieser Reise hinein in das Leben in der äußeren Welt, hast du dich in deiner Unbewusstheit auch oft verloren. Du hast dich getrennt gefühlt, dich verglichen mit anderen und dich unterlegen und nicht gut genug gefühlt. Immer hat dir dabei etwas gefehlt, du warst im Mangel. Dein Glücklichsein hast du an den Nagel und dein Herz ersatzweise an Vergängliches gehängt, das augenscheinlich Erfüllung verhieß. Doch immer wieder verblich der Glanz nach einer Weile und ebenso das inneres Feuer, deine Begeisterung dafür.
*****
Diesen Kreislauf hast du oft durchlaufen. Jetzt sind die Pfade ausgetreten. Kraftlos und sinnentleert fragst du dich wozu und wofür es sich lohnt den weiteren Weg zu gehen. Wonach Ausschau halten, wenn letztendlich alles vergeht? Wo eine neue Heimat finden, wenn die alte zu eng und aus Schutz und Geborgenheit ein Gefängnis geworden ist?

 

Selbstverwirklichung 2.0

Das Leben folgt einem großen, evolutionären Plan, basierend auf geistigen Gesetzmäßigkeiten, die jede Seele im Laufe ihrer Entwicklung zu erlernen hat. So ist es zum Beispiel so angelegt, dass es in der ersten  Lebenshälfte darum geht, eine starke Persönlichkeit zu werden und seinen Platz in der äußeren Welt zu finden und einzunehmen.
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Bei den meisten Menschen geschah das bisher so, dass nach Erziehung und Schulbildung ein Beruf erlernt, dann eine Familie gegründet und Kinder großgezogen wurden. Als Verwalter ihres Hab und Guts sind sie dann in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. All das war in den letzten Jahrzehnten so einigermaßen sicher. Zumindest schien es so.
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Für Männer, in der Ernährerrolle, lag die Selbstverwirklichung überwiegend im Bereich Beruf und Karriere. Die Frauen verwirklichten sich über die Geburt der Kinder und deren Fürsorge. Spätestens dann, wenn die Kinder aus dem Haus waren, begann die Midlife-Crises der Frau. Doch auch viele Männer fallen erst mal in ein tiefes Loch, wenn das, was bisher Inhalt war im Leben, und vor allem einen so hohen Stellenwert hatte, nicht mehr vorhanden ist.

 

Sich selbst essenzielle Fragen stellen

In beiden Fällen keimt von tief innen eine Unzufriedenheit hoch, die anfangs ignoriert und überspielt wird. Doch im Laufe der Zeit kann nicht mehr weggeschaut werden, spätestens dann, wenn die Seele sich über Krankheit bemerkbar macht. Dann tauchen die Fragen nach dem Sinn auf, nachdem, wie es weitergehen soll in den kommenden Jahren.
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Das Leben verlief bisher auf statischen Bahnen. Alles war geregelt und überschaubar. Doch jetzt plötzlich meldet sich das Leben als evolutionärer Impuls von Innen. Wirbelt die alten Strukturen kräftig durcheinander. Das alte Selbstbild verblasst. Das, was bisher Erfüllung schenkte, verliert seinen Glanz und seine Bedeutung.
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Wer bin ich eigentlich und was will ich noch?, beginnen sich jetzt viele zu fragen. Diese Frage öffnet nach innen und das Leben führt. Es führt die Menschen zu ihrem inneren Selbst, dem Teil, der immer präsent war über all die Jahre, während der Mensch sich mit seinen Rollen und Aufgaben im Außen identifiziert und darüber seinen Selbstwert bezogen hatte.

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Das Selbst als innere Autorität erkunden

Dieses Selbst will jetzt, in der zweiten Lebenshälfte, erforscht, erfahren und verwirklicht werden. Das fällt vielen so schwer, weil es dafür bisher im Außen so wenige Vorbilder gibt. Das übliche Bild, das die meisten nachahmen, weil es so tief im kollektiven Bewusstsein verankert ist, ist, dass Menschen im Alter krank werden, und pflegebedürftig sind. Nur vereinzelt gibt es Menschen, die sich in der zweiten Lebenshälfte auch noch verwirklichen. Diese Biografien muss man suchen, doch es gibt sie. So war ich im Herbst vergangenen Jahres in Berlin im Konzert bei einer Uraufführung einer Oper, die von einer 90 jährigen Portugiesin komponiert worden war. Sie hatte im Alter von 70 Jahren begonnen Musik zu studieren und dies war ihr erstes Werk – unglaublich modern und frei. Mich hat das fasziniert, begeistert und inspiriert zugleich.
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In der kommenden Zeit wird sich das Selbstverständnis grundlegend ändern. Die alten Rollenmodelle haben ausgedient. Und Selbstverwirklichung in der zweiten Lebenshälfte wird eine zunehmende Rolle spielen. Die Weisheit der Seele will in Form von reifen, wohlschmeckenden Früchten auf den großen, bunten Markt des Lebens gelangen und damit andere Menschen erfreuen. Das Älterwerden bekommt ein neues Image, weil es auch Vorbilder dafür gibt. Dies trägt zu einem Strukturwandel in der Gesellschaft bei. Denn vieles wird dann überflüssig, womit heute, von ein paar wenigen, noch kräftig Geld verdient wird. Vielmehr bekommt das Alter wieder ein Ansehen und seinen Platz in der Gesellschaft. Statt als Last für die junge Generation zu gelten, sind diejenigen, die im reifen Alter ihrer Seele folgen und ihr Selbst verwirklichen, ein zukunftsweisendes Vorbild.

 

Was braucht es dazu?

Um das Selbst in der zweiten Lebenshälfte zu verwirklichen, braucht es bei denen, die jetzt in der Lebensmitte angekommen sind, eine 180°Drehung. Die Aufmerksamkeit, die früher immer im Außen war,  muss sich nach innen richten auf das innere Selbst, den stummen Zeugen. Es ist derjenige Teil, der immer präsent war und ist. Dieser Teil ist einfach und nimmt wahr, auch jetzt, während du diese Zeilen liest. Ich lade dich ein für einen Moment mit dem Lesen aufzuhören und inne zu halten.
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Nimm dich jetzt selbst wahr, deinen Körper, deinen Atem und frage dich, wer ist es, der wahrnimmt? Wahrscheinlich meldet sich jetzt gleich dein Verstand und sagt, was soll das? Ich bin´s.
Frag weiter, wer ist dieses ICH. Die Antwort darauf kommt bestimmt wieder vom Verstand und entspricht nicht der Wahrheit. Denn, das was der Verstand anbietet, bezieht sich immer auf deine Persönlichkeit, auf das was bekannt ist, doch ich auf das Selbst.
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Es würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, wollte ich jetzt ausführlicher und tiefer in das Thema einsteigen. Doch fragen wir uns, was braucht es, um mit diesem Selbst tiefer in Kontakt zu kommen und es als innere Autorität zu erfahren?
Es beginnt mit dem Innehalten, mit dem zu sich selbst kommen, still werden und sich einlassen auf die Innenwelt und das eigene innere Wesen. Das ist ein Prozess, der Zeit und vor allem Hingabe braucht.
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Die jüngeren Generationen wachsen bereits mit den Zeitgeist-Themen Achtsamkeit, Meditation und Yoga auf. Diese Disziplinen haben das Sein mehr im Fokus als das äußere Werden. Das wird dazu führen, dass es die Form der Midlife-Crises, wie es sie bisher gegeben hat, nicht mehr geben wird.
Die Weisungen der Seele müssen nicht mehr mit großen Krisen einher gehen, denn der neue Mensch lernt bereits in frühen Jahren auf die Regungen in seinem Inneren zu lauschen und die Erfüllung seiner inneren, geistig-seelischen Bedürfnisse in seine Lebensführung mit einzubeziehen.

 

Neue Werte definieren und sich selbst neu erfahren

Mit diesem Artikel wende ich mich an die Generation, die, wie ich, ohne solche Vorbilder  ihren eigenen Weg zu ihrem inneren Selbst finden und sich aus dem alten Selbstverständnis und den zu eng gewordenen Rollenspielen lösen müssen, um auch in der zweiten Lebenshälfte das zu verwirklichen, was noch viele weitere Jahr Erfüllung zu schenken vermag.
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Dieser Beitrag soll ein Hymnus sein auf das Leben und die Schöpfung in ihrer Schönheit und Vollkommenheit. Wir haben es in der Hand uns neu zu er-finden und dem Ruf unserer Seele zu folgen. Lassen wir unser altes, angestaubtes Selbstbild vom Wind des Wandels hinweg fegen, so dass darunter allmählich das freie, authentische und schöpferische Wesen, das wir sind, zum Vorschein kommt.

 

Einladung

Wenn auch du dich neu er-finden willst, dann lade ich dich am 17.01.2018 – 19 h zu meinem kostenfreien
Info-Webinar “Er-Finde dich neu! – Mir sich selbst ins Reine kommen” ein.

  1. Du lernst die Hintergründe für deine inneren Konflikte kennen und erlangst so ein erweitertes Selbstverständnis und mehr innere Ruhe und Gelassenheit.
  2. Du gewinnst tiefere Einsichten in die Zusammenhänge zwischen der äußeren und deiner inneren Welt und lernst wie du beides in Einklang bringst.
  3. Dir wird bewusst, dass du deine Vergangenheit bisher fortgeschrieben hast, kannst dies jedoch nach dem Webinar ändern und dich neu er-finden.

Hier kannst du dich gleich anmelden und aus 3 Terminen den passenden auswählen.

 

Oder du kommst mit auf eine Reise nach Lanzarote im Mai 2018, bei der du auch ins Reine mit dir kommst und dich dabei auf vielfältige Weise neu entdecken und zugleich er-finden wirst.
Hier findest du alle wichtigen Informationen und ein Anmeldeformular als pdf. zum Downloaden.

 

Ich freue mich, wenn ich dich bei einer meiner Veranstaltungen, oder bei einem kostenfreien 20 min.- Orientierungstelefonat näher kennen lerne. Nutze gerne dieses Angebot und schreib mir dazu einfach eine e-mail an info@yoya-bewusstsein.de mit dem Betreff “Orientierungsgespräch”. Ich freu mich auf dich.

 

In Freiheit im Herzen verbunden
Bianka Maria

 

Anmerkung: Die Sternchen in diesem Text dienen dazu Absätze zu schaffen, die das System derzeit nicht ermöglicht. Danke für dein Verständnis.

Selbstwert und Selbstvertrauen

Um wahren Selbstwert zu erfahren braucht es eine Entscheidung zur Einkehr, zur Hinwendung zum Urgrund des Seins. Ein nach innen gewandtes Gewahrsein erwirkt langsam eine Verschiebung der Werte. Das, was vorher im Außen gesucht wurde, um Selbstwert zu erfahren, wird jetzt im Inneren entdeckt. Die Echtheit und Wahrheit kann gefühlt werden. Das Wahre, Gute und Schöne liegt im Inneren. Wird es hier entdeckt, kann es nach Außen in die Welt gelangen. Es ist ein Schöpfungsprozess und diesem gilt es sich hinzugeben und zu vertrauen. Es ist das Vertrauen in die Schöpfung, in das Leben, ohne wenn und aber.

 

Selbstvertrauen – sich einlassen auf sich selbst

Bedingungslose Hingabe an das, was ist, geschieht im Vertrauen zum Leben, zu den höher schwingenden und daher unsichtbaren Räumen und Reichen der Schöpfung. Es braucht unseren Mut, dass wir uns einlassen auf diesen Urgrund des Seins. Bringen wir ihn auf, wird dieser Mut belohnt. Hier zeigt sich unsere Seele, wird erfahrbar für unsere Persönlichkeit, weil diese, in der kontinuierlichen Hinwendung nach innen, durchlässig wird.

Jetzt kann das Licht der Seele immer mehr durch die Persönlichkeit scheinen und über die Augen und das Herz nach außen strahlen. Diese innere Instanz zu erfahren und ihr zu vertrauen lässt sie zu unserer inneren Autorität werden, die sie immer war, doch jetzt bewusst als solche anerkannt und geachtet wird. Dieser innere Autorität zu vertrauen und durch sie den wahren Selbstwert zu erfahren und zu leben, ist das höchste Ziel auf dem Weg der Selbstverwirklichung.

Die Durchlichtung der Persönlichkeit zu erfahren ist ein Prozess, bei dem sich die Werte verändern. Das, was vormals über Status und Besitz als wertvoll erachtet wurde, wandelt sich. Die inneren Werte wie Verbundenheit, Mitgefühl, Dankbarkeit und Lebensfreude rücken in den Vordergrund und haben oberste Priorität. Dies verändert unsere Einstellung und Haltung dem Leben und der Außenwelt gegenüber.

 

Im Tanz des Lebens mit sich selbst

Alles ist kostbar und darf sein. Ein Sein im kosmischen Reigen, im Tanz des Lebens mit sich selbst. Frei von Urteil und Bewertung, von Ethik und Moral. Der wahre Selbstwert gelangt über die Brücke des Vertrauens, der Hingabe an das Sein, in unser Herz. Aus der Tiefe dieses Urgrundes strahlt die ewig währende und ewig nährende heilige Glut und zündet die Flamme im Herzen. Dieser Gang durchs Feuer läutert. Dabei verbrennen alle Illusionen und nicht mehr förderliche Verbindungen lösen sich auf, bis letztendlich der nackte, wahre Kern zum Vorschein kommt.

Das wahre Wesen, in seiner ursprünglichen Natur zeigt sich, steigt heiter und vergnügt aus der Asche empor, kommuniziert mit allem was ist in Leichtigkeit, Freiheit und Freude. Das Gespinst der Dualität hat sich aufgelöst und stattdessen erfährt sich das Selbst in seiner allverbundenen Glückseligkeit im großen Schöpfungsschauspiel.

Besonderes Angebot

Willst du dir selbst wieder näher kommen und dabei ins Reine gelangen mit dir selbst?
Dann komm mit uns nach Lanzarote im Mai 2018. 
Dort legst du deine inneren Kraftquellen frei kommst dabei  deinem Kern, deiner Essenz, näher. Und drückst dein befreites Sein in Tanz, Bewegung und Stimme aus. Für dein authentisches , freies und schöpferisches Menschsein.
Alle weiteren Infos zu dieser besonderen Seminarreise findest du hier.

 

Das Leben erträumen und verwirklichen

 

Ging es mir im ersten Teil dieses Artikels darum aufzuzeigen, warum viele Menschen ihr Leben nicht erträumen und wagen, schreibe ich im zweiten Teil darüber, wie wir unsere wahren Träume ausfindig machen und dann auch verwirklichen können.

 

Der Zugang zum Träumen liegt in uns

Was ist also zu tun, um das innere Feuer wieder zum Brennen zu bringen? Was braucht es dazu? Es braucht die Hinwendung nach Innen. Es braucht Schlüsselfragen, die das Tor zu den Träumen wieder öffnen und es braucht Zeit und Raum für diese Selbstreflexion und -erforschung.

Nehmen Sie sich daher Zeit dafür und nutzen Sie die Gunst dieser besonderen Zeitqualität jetzt im November/Dezember und fragen Sie sich in stillen Momenten

  • Welche Bedürfnisse habe ich im Hinblick auf ein gelungenes Leben?
  • Was habe ich auf später verschoben und wird es dieses Später jemals geben?
  • Was tue ich gerne?
  • Wobei geht mir das Herz auf und ich vergesse dabei die Zeit?
  • Wovon träume ich – welche Herzenswünsche möchte ich mir gerne noch erfüllen?
  • Wer oder was hält mich davon ab?
  • Welche inneren Gegenstimmen gibt es da?
  • Welche äußeren Umstände stehen dagegen?
  • Was braucht es von mir, um dies zu ändern?

Geben Sie sich vor dem Einschlafen diesen Fragen hin, lassen Sie sie tief in Ihr Unterbewusstsein sinken und erbitten Sie klare Antworten auf Ihre Fragen.

Notieren Sie sich Ihre Erkenntnisse, schreiben Sie alles auf, was hochkommt, jede Eingebung, ohne es zu bewerten. Dann legen Sie es beiseite. Nach einigen Tagen lesen Sie das Geschriebene nochmals durch und fügen Sie weitere Erkenntnisse hinzu. Beschäftigen Sie sich jetzt in dieser eher stilleren Zeit des Jahres mit  diesem so wichtigen Thema und schenken Sie ihm Ihre Aufmerksamkeit. Es geht um Sie und um die Erfüllung dessen, wozu Sie hier sind.

 

Das innere Schattentheater beobachten

Wenn Sie meinem Rat folgen, werden sich sehr schnell in Ihrem Inneren Stimmen melden, die eine Erweiterung Ihres Lebens zu verhindern suchen. Ich nenne es liebevoll unsere inneres Schattentheater. Bei vielen Menschen sitzen diese schwarzen Gesellen unerkannt im Unterbewusstsein auf ihrem inneren Lebensfeuer und halten es klein. Das erzeugt natürlich Rauch und Qualm und schlechte Stimmung. Diese Teile Ihrer Persönlichkeit bekommen Sie sonst nie zu Gesicht, solange Sie in Ihrer vertrauten Komfortzone bleiben. Denn dann ist alles in Ordnung und unter Kontrolle und es droht keine Gefahr.

Fangen Sie jedoch an, sich mit Ihren Träumen und Herzenswünschen zu beschäftigen, zieht das sofort eine ganze Meute von Schweinehunden auf den Plan. Die einen raten ab, weil es ja gefährlich und mit Risiko verbunden ist. Andere richten Sie und schimpfen Sie egoistisch und undankbar, schließlich können Sie zufrieden sein. Und da gibt es auch jene, die sofort mit einem Schreckensszenario aufwarten, um Sie davon abzuhalten Ihre Lebenskreise zu erweitern. In der Tat haben diese verschiedenen Stimmen und  Gedanken in Ihnen ihre Wirkung, wenn Sie sich Ihrer nicht gewahr werden. Sie vermögen es dann Sie innerhalb Ihrer alten Lebensgrenzen zu halten. Sie wirken aus dem Unterbewusstsein heraus und erzeugen Stimmung und wenn Sie nicht achtsam sind, lassen Sie Ihre Wünsche und Träume wieder sein, ergeben sich Ihren Bedenken.

Daher ist Wahrnehmung und Achtsamkeit für die inneren Vorgänge ein absolutes Muss – denn nur so können Sie diese inneren Verhinderer und Meuterer entmachten und Ihren Weg hin zur Verwirklichung Ihres Traum fortsetzen. Anfangs scheint es schwer, weil ungeübt, doch nach einer Weile merken Sie, dass es dazu gehört und die Überwindung dieser Widerständler und Saboteure Sie wachsen lässt.

 

Leinen los und die Segel hissen

Hinterfragen Sie die Norm in Ihrem Leben und verlassen Sie die ausgetretenen Pfade. Erforschen Sie Ihre tiefsten Herzenswünsche und Träume und entscheide Sie sich beherzt für ihre Verwirklichung. Setzen Sie eigene Maßstäbe für ein Leben, das Ihrem innersten Wesen entspricht. Dann setzen Sie die Segel und nehmen Sie Kurs darauf. Während dieser Reise werden Sie Talente entdecken und Potenziale freisetzen, von denen Sie anfangs nicht einmal geahnt haben, dass Sie in Ihnen sind. Auf diesem Weg werden Sie Ihr Licht zum Leuchten und Strahlen bringen und damit ansteckend auf andere Menschen wirken. In dem Moment leben Sie im Einklang mit ihrer Quelle und schaffen Fülle aus Ihrer Erfüllung heraus.

 

Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und Aufmerksamkeit und vielleicht wollen Sie mir Ihre Gedanken zu diesem Thema mitteilen. Schreiben Sie mir im Kommentarfeld und ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen.

In herzlicher Verbundenheit

Bianka Maria Seidl