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4 wichtige Voraussetzungen, um sich STILLE als neuen Luxus leisten zu können

 

 „Es gibt eine Vollkommenheit, tief inmitten allem Unzulänglichen.
Es gibt eine Stille, tief inmitten aller Rastlosigkeit.
Es gibt ein Ziel, tief inmitten aller weltlichen Sorgen.
Das bist Du.“ 

Buddha 

 

Die äußere Welt ist laut und grell. Sie schläft nicht mehr, hat ihren natürlichen Rhythmus verloren. Die Kabel und Satelliten rund um die Welt arbeiten und liefern Daten und Informationen. Unablässig prasseln Bilder, Texte, Töne und Filme in die Gehirne der Menschen. Doch diese haben sich nicht so schnell entwickelt wie die Technik. Daher reagieren viele darauf mit Erschöpfung, sind gestresst, fahrig und unkonzentriert, schlafen schlecht bis gar nicht und nicht selten endet es in Krankheit.

Auf der Jagd nach Erfolg, Glück und Erfüllung hetzen viele Menschen von Termin zu Termin. Sie setzen sich selbst ständig unter Druck, müssen dies und das noch schaffen und verlieren dabei das Wesentliche und vor allem sich selbst aus den Augen. 

 

Verordnet ihnen das Leben dann einmal kleinere Ruhepausen in Form von Wartezeiten, können sie damit schlecht umgehen. Sie ärgern sich, regen sich darüber auf und strapazieren auf diese Weise noch mehr ihr bereits überdrehtes System. Wer sich auf der Überholspur des Lebens befindet, dem droht in dieser schnelllebigen Zeit ein Kollaps. Dann ist der Akku leer, der Mensch ausgebrannt und das seelische Feuer braucht lange, bis es wieder zurückkehrt und dem Menschen wieder Antrieb und Stärke verleiht. 

In der Stille einfach Sein – der Gegenpol zum Werden

Ein einfaches Mittel, um solch einem Ausbrennen vorzubeugen, ist die Stille. Mit dieser Stille meine ich nicht die Abwesenheit von Lärm im Außen. Vielmehr meine ich damit den stillen Raum in mir, der immer spürbar und präsent ist, auch dann, wenn ich mitten auf einem Bazar stehe, umgeben von vielen Menschen und lautem Getriebe. 

Dieser stille Raum in mir befindet sich hinter den Gedanken, hinter dem Lärm der 10.000 Affen im Kopf. Sobald ich mein Gewahrsein auf diesen Raum richte, bin ich ganz wach und präsent. Ich bin im Sein. 

Das Sein ist der Gegenpol zum Werden. Beide Pole ergänzen sich. So wie es keinen Tag ohne eine Nacht gibt, so gibt es kein Werden ohne ein Sein. Das Werden gebiert sich aus dem Sein heraus. Das Sein ist somit die Quelle des Werdens. 

Was heißt das jetzt für unser alltägliches Leben? Nun, wenn wir so leben, wie es unser derzeitiges Wirtschaftssystem vorgibt, dann soll es immer nur ein Werden, ein Wachstum geben. Angetrieben von der Technik stehen die Maschinen nicht mehr still. Ständig wird produziert. Dabei wird versucht die Nacht zum Tag zu machen, während sich der Mensch immer weiter von den natürlichen Rhythmen der Schöpfung entfernt. Das ständige Werden, das seinen Gegenpol vernachlässigt, lässt eine Gesellschaft, die innerhalb solcher Strukturen lebt, in eine ungesunde Einseitigkeit schlittern. Die Auswirkungen auf Mensch und Natur sind mittlerweile überall offensichtlich und spürbar. Krankheiten wie Burnout und Depressionen sowie die Verschmutzung der Umwelt und die klimatischen Veränderungen sind enorm und zeugen alle von der schädlichen Einseitigkeit des weltweiten Wirtschaftssystems und der daraus entstehenden ungesunden Lebensweisen.

 

Was braucht es, um in eine neue Balance zu finden
– individuell und auch kollektiv?

Nun, ein Kollektiv besteht aus lauter Individuen und somit liegt die Lösung auf der Hand. Es geht darum, dass jedes Individuum, jeder Einzelne bei sich beginnt und in eine neue Balance findet. Bezogen auf das Gegensatzpaar Sein und Werden braucht es daher mehr von dem Pol, der bislang zu kurz kam – das Sein. 

Die Gegenbewegung ist auch bereits in vollem Gange. Achtsamkeit, Yoga, Meditation und viele andere Methoden, die dazu dienen den Menschen in eine größere Ruhe und Entspannung zu bringen, helfen wieder vermehrt ins Sein zu gelangen. Das Problem derzeit ist noch, dass die etablierten Systeme patriarchaler Natur sind und somit dem Bestreben in eine neue Balance zu finden, entgegen wirken. 

Daher gilt es diese neuen Ansätze auch in Bildung, Wirtschaft und in die Politik zu bringen. Es gilt die weiblichen Werte endlich wieder vermehrt in die Gesellschaft einzubringen, sie zu leben und damit Einfluss zu nehmen, so dass sich die alten Strukturen allmählich wandeln. Doch wie können wir diese weiblichen Werte und Qualitäten bewusster leben? 

Hier nun die 4 wichtigsten Voraussetzungen, um sich den neuen Luxus STILLE leisten zu können

1. Entstressen, runterkommen und entspannen

2. In Verbindung mit sich selbst kommen

3. Urvertrauen zurück gewinnen – in eine größere Gelassenheit finden

4. Bewusst in Verbindung mit dem größeren Ganzen treten – Verbundenheit fühlen

Was gilt es also zu tun? 

 

1. Innehalten, lauschen, atmen

Stille finden wir, wo immer wir uns gerade aufhalten. Es gilt sie wahrzunehmen. Dazu gilt es innehalten und zu lauschen. Lauschen auf die Geräusche der Umgebung im Außen. Anfangs ist es förderlich die Lärmmacher wie Radio, Fernsehen und was uns sonst noch „unterhält“ einfach abzustellen. Dann gilt es sich der einsetzenden Stille anzuvertrauen. Doch genau das scheuen viele Menschen. Das Nichts der Stille umgibt sie und dafür werden jetzt die Stimmen im Kopf lauter. Sie drängen sich auf, wenn der Lärm im Außen verstummt. 

Diesen inneren Lärm in uns gilt es jetzt die Aufmerksamkeit zu schenken. Ein Mittel, das uns hier unterstützt ist der Atem. Je bewusster wir den Fokus auf unseren Atem und somit auf unser Ein- und Ausatmen lenken, desto mehr beruhigt sich das Geplapper in uns. Wir kommen zu uns. Plötzlich spüren wir uns wieder. Wir kommen uns wieder näher und in diesem sich selbst näher sein, sind wir auch dem Leben wieder näher. 

In der Verbindung mit uns selbst können uns die nähren Kräfte des Lebens wieder zufließen und unsere Akkus laden. Lebensenergie ist ein kostbares Gut. Ohne sie werden wir nicht „unterhalten“ und genährt. Lebensenergie ist auch Schaffenskraft. Als solche können wir sie nur nutzen, wenn wir die Gesetze des Lebens respektieren und auch entsprechend leben. So gehört zur Kreation die Rekreation, zur Aktivität auch die Passivität. Diese Gegenpole ergänzen und bedingen sich, wie das Werden und das Sein.

Ohne das eine kann es das andere nicht geben. Wer jedoch immer auf Kosten des anderen Pols lebt, erzeugt ein Ungleichgewicht, das im schlimmsten Fall immer in eine Krankheit führt. 

Wir können daher viel tun, um in einer gesunden Balance zu leben und damit unsere Lebenskraft auf einem hohen Niveau zu halten. Angefangen von gesunder Ernährung, über ausreichend Bewegung an der frischen Luft, bis hin zu ausreichenden Schlaf- und Ruhezeiten, in denen sich unser System entspannt und wieder kostbare Lebenskraft schöpft. Und auch Zeiten der Stille und der Selbstbegegnung sorgen dafür, dass unser Körper, unser Geist und unsere Seele wieder in Einklang kommen. 

  

2. In Verbindung mit sich selbst kommen

Wie oben schon angesprochen, gelangen wir in der Stille leichter in die Verbindung mit uns selbst, in eine Selbstnähe. Wenn ich hier von einem Selbst spreche, so meine ich damit nicht die Persönlichkeit, sondern ich meine damit das spirituelle Selbst, das immerwährend präsent ist und als stiller, unendlicher Raum hinter dem inneren Lärm wahrgenommen werden kann. Es braucht ein wenig Übung, um sich dieses Selbst als Raum gewahr zu werden. Denn anfangs macht sich all das bemerkbar, was wir bislang weggesteckt und unter den Teppich gekehrt haben.

In der Stille taucht es dann wieder auf. Denn die Weisheit des Lebens sorgt immer wieder für Möglichkeiten das Ausgegrenzte ins Bewusstsein zu bringen, damit es integriert werden kann und damit Heilung und genau genommen Ganzwerdung erwirkt wird. 

In der Stille gelingt es besser dem Unerhörten zu lauschen, das Verdrängte zu erkennen und es im nächsten Schritt anzunehmen. Schließlich ist es ein Teil von uns, der uns ganzer macht, wenn wir ihn liebevoll annehmen und integrieren. 

Licht und Schatten gehören zum Menschsein, wie Tag und Nacht zur Erde und daher tun wir gut daran unsere Herzen für beide Pole zu öffnen. Unser Herz bietet dafür auch zwei Kammern an. In unseren Herzen ist Platz für beides und die Gunst der Gnade ermöglicht es, dass sich irgendwann die Wand zwischen den Kammern auseinander schiebt und ein großer Ballsaal entsteht, indem sich Licht und Schatten die Hände zum Tanz reichen. Welch ein Fest, welch eine Wonne. Dann werden wir das Feuer neu entdecken.

3. In ein Urvertrauen und somit in eine größere Gelassenheit finden

Je öfter wir uns der Stille hingeben, desto mehr Gelassenheit im Alltag entwickeln wir daraus. Es ist, als hätten wir für Stress unsere Andock-Sensoren ausser Kraft gesetzt. Unsere natürlichen Schutzschilde lassen vieles an uns nicht mehr so nah heran. Manches prallt ab, anderes gleitet sanft an uns ab, ohne uns aus unserer Mitte zu reißen. Selbst wenn wir bei einem einschlagenden Lebensereignis diese Mitte kurzzeitig verlieren, gelangen wir doch über die Stille sehr schnell wieder zurück ins eigene Lot, dorthin, wo wir uns geschützt und geborgen fühlen, dort wo es die einzige und wahre Sicherheit gibt.  In der Verbindung mit dem Urgrund des Seins finden wir zurück ins Urvertrauen. Hier fühlen wir uns getragen, genährt und geatmet von einer Kraft, die soviel größer ist als unsere Persönlichkeit.

4. Bewusst in Verbindung mit dem größeren Ganzen treten

Stille, welch kostbares Gut in einer im lauter werdenden, lärmenden Welt. Stille ermöglicht es mir der Melodie meines Herzens, meiner Seele, zu lauschen. Ich wähle sie täglich und kehre ein in mein Sein. Hier gelange ich wieder in meine ursprüngliche Ordnung, hier vereint sich das, was der Verstand nicht einen kann. In der Stille gelange ich näher zu mir selbst. Nichts lenkt mich mehr ab. Ich komme zur Ruhe. Ich spüre mich selbst, kann meine Gedanken und Gefühle beobachten und mir meiner Verbundenheit mit allem über meinen Atem bewusst werden. 

Auch die Natur lehrt mich die Stille. Wenn ich zum Beispiel einen Baum betrachte und sein stilles tief verwurzeltes Sein wahrnehme, oder auch einen großen Felsen, fühle ich deren Stille in mir, werde ich eins mit dem Baum, mit dem Felsen. Für meine innere Stille ist äußere Stille zwar hilfreich, jedoch nicht unbedingt notwenig. Denn selbst im größten Lärm kann ich mir der Stille in mir hinter dem Lärm gewahr werden. 

Einfach sein

Es gibt sicherlich viele Methoden und Möglichkeiten, in die Stille zu gehen und still zu werden. Doch nicht alles passt für jeden. So gilt es herauszufinden was zu mir passt. Ich persönlich bin nach fast zwanzigjähriger Meditationserfahrung zu einer sehr einfachen und wirkungsvollen Methode gelangt. 

Während ich die Augen schließe und erstmal ganz in meinem Körper ankomme richte ich meine Aufmerksamkeit auf den Atem. Dabei entspannt sich mein Körper mit jedem Ausatmen. 

Wenn ich dann tief entspannt in einem fühlenden Zustand bin, formuliere ich folgende Sätze ganz langsam im Geist und fühle die Wirkung dieser Worte. 

  • Ich bekenne mich zu mir selbst und zu meiner Seele
  • Ich bin einverstanden mit mir selbst, mit meiner Seele
  • Ich glaube und vertraue mir zu hundert Prozent. 
  • Ich bin in Ordnung, so wie ich bin.
  • Alles darf so sein wie es ist. 
  • Jetzt und in aller Ewig- und Unendlichkeit

Ähnlich einem Schuhlöffel, verhelfe ich mir damit in mein Sein und in die Stille, aus der heraus das entsteht, was im Einklang mit meiner Seele steht.  

 

Ich habe diese Meditation aufgenommen und vertont.
Wenn du interessiert bist, dann kannst du sie inklusive
einer kleinen Anleitung in Form eines Booklets hier erwerben,
gleich downloaden und eintauchen in ein Wonnebad mit deiner Seele.

Hier kannst du dir die Meditation gleich holen.

 

 

In einer Welt, die sich im Außen immer schneller und schneller zu drehen scheint, ist es enorm wichtig, dass jeder Einzelne in seiner individuellen Lebenssituation einen Gegenpol zur hektischen Aussenwelt kreiert und pflegt. Es gilt ausreichend Auszeiten, Ruhe und  Entspannung, sowie Nichtstun und einfach Sein als wertvolles Kulturgut wieder in den Alltag zu bringen. So finden wir in eine neue Balance, wo menschliche Werte wieder gelebt werden und wir gemeinsam eine menschliche und lebenswertere Welt bewusst mitgestalten. 

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann danke ich dir für deine Aufmerksamkeit. Ich bin mir sicher, dass du ein Mensch mit Tiefgang bist, der sich danach sehnt sein eigenes Wesen mehr und mehr zu erfahren. Stille ist das Tor und so lade ich dich ein dir den neuen Luxus zu erlauben.

 

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In herzlicher Verbundenheit mit den besten Wünschen für eine entspannte und frohe Vorweihnachtszeit

Bianka Maria Seidl

 

P.S. Schreib mir gerne auch deine Gedanken ins Kommentarfeld. Gerne lese ich sie und antworte dir.

Nah-  statt fernsehen

Wie sehr strengen wir uns alltäglich an. Wir hetzen von Termin zu Termin und lassen uns und unsere wesentlichen Bedürfnisse dabei oftmals völlig außer acht. Hauptsache wir erledigen das und das und das noch. Abends sind wir erschöpft und geschafft und zumeist immer noch nicht zufrieden. Denn der Verstand richtet sich auf das, was nicht geschafft wurde und lässt das andere außer acht.

Das bringt uns um die Würdigung dessen, was wir geschafft haben. Statt es zu feiern, wie es in früheren Zeiten beim Feierabend üblich war, lässt sich der moderne Mensch auf´s Sofa fallen und entschwindet in eine virtuelle Welt innerhalb einer flachen, rechteckigen Scheibe. Er sieht fern, lässt sich unterhalten und schaltet dabei ab.

Dieses Fernsehen ist ein Wegschauen von sich selbst. Beim Fernsehen sucht der Mensch seinem eigenen Lebensfilm zu entkommen. Hier schlüpft er in die Rolle des Helden, erfährt sich hier stark und als Sieger über das Böse.

In seinem eigenen Lebensfilm hingegen stellt er sich seinen inneren Gegnern nicht. Diese kauern in den dunklen Räumen seines Unterbewusstseins, abgedrängt, verabscheut, verurteilt und geschmäht. Hier führen sie ein Schattenleben und schwingen machtvoll ihre Schwerter. Dabei verurteilt der Mensch seine Mitmenschen und vor allem sich selbst.

 

Sich den dunklen inneren Gesellen stellen

Würde er „nahsehen”, würde es ihm bewusst werden, dass diese inneren Gestalten nach Integration, nach Erlösung verlangen. Das nahe Hinschauen und Hinsehen gelingt am besten in einer Innenschau. Dabei schaltet der Mensch das Licht seiner Bewusstheit ein und kann so das, was im Dunkeln liegt und in ihm schaltet und waltet, erkennen. Hier liegt das wahre Heldentum der neuen Zeit.

Das Licht der Erkenntnis, der Selbsterkenntnis wirkt einem Laser gleich und holt dasjenige, das abgewandt vom Licht im Dunkeln existiert, ins Licht und damit auch in die Erlösung.

 

Den Dingen vertrauensvoll ihren Lauf lassen

Das Nahsehen erwirkt eine Nähe zu uns selbst und das hat viele Vorteile. Hier erfahren wir das, was uns wirklich unterhält während unserer Lebensreise und darüber hinaus. Eingebettet in das feine Gewebe Leben erfahren wir uns in unserer wahren Größe als Teil von etwas, das noch viel größer ist als wir.  Wir erfahren wahre Zugehörigkeit und vor allem Geborgenheit und Sicherheit.

In diesem umfassenderen Bewusstsein unserer Selbst erfahren wir unsere Lebensreise im Alltag gelassener. Wir vertrauen uns dem an, was uns trägt und hält im Bewusstsein, dass alles was uns widerfährt unserem Wachstum und unserem Wohl dient. Hier mündet alles in ein tiefes Einverstanden sein mit sich selbst und den Erscheinungen der Welt, so dass wir den Dingen ihren Lauf lassen und uns stattdessen hinein entspannen in die Fülle der Schöpfung.

Daher schauen wir nah bei uns selbst, statt fern in illusionären Welten. Erlauben wir uns die auferlegte Strenge zu lockern, statt uns weiterhin im engen Korsett der selbstauferlegten Pflichten und Verantwortungen anzustrengen. Vertrauen wir uns immer öfters der Kraft an, die uns atmet und unser Herz schlagen lässt und genießen wir in solchen Momenten unsere Lebensreise als staunender und bewundernder Beifahrer.

 

 

Inspiration findest du auch in diesen verwandten Artikeln


Noch ein Tipp: Nimm dir abends Zeit und betrachte deinen Film. Spule den Tag rückwärts und reflektiere über das, was du erfahren hast und wie du darauf re-agiert hast. Frag dich, was du in den Situationen hättest lassen können :-).


Wenn dir der Beitrag gefallen hat, kannst du ihn gerne teilen, danke!


In herzlicher Verbundenheit
Bianka


P.S. Kennst du schon den Mini-Ratgeber  
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Innere Freiheit Teil 2 – Die Schritte 4 bis 7

Im ersten Teil dieses Artikels habe ich über die ersten 3 Schritte

  • Selbstgewahrsein
  • Selbstverantwortung
  • Selbstempfindung + -annahme

geschrieben. Falls du diesen Beitrag noch nicht gelesen hast, kann du dies hier nachholen.

In diesem Beitrag geht es heute um die Schritte 4 bis 7 mit den Themen

  • Selbstverzeihung
  • Selbstachtung + -würdigung
  • Dankbarkeit
  • Selbstzeit

4. Selbstverzeihung

Manche Erlebnisse und Erfahrungen wiegen schwer und belasten uns über lange Jahre hinweg. Wir halten oftmals unbewusst daran fest, weil wir anderen und vor allem auch uns selbst unsere Handlungen und Entscheidungen nicht verziehen haben. So tragen wir oftmals zentnerschwere Lasten mit uns herum und wundern uns, dass um uns so viele Menschen sind, die sich beschweren. Dabei spiegeln sie uns und das, was auf uns lastet.

Selbstannahme geht der Selbstverzeihung voraus oder zieht sie nach sich. Dabei liegt die Betonung darauf sich im ersten Schritt selbst zu verzeihen. Denn oftmals sind wir wütend über uns selbst, weil wir uns falsch verhalten haben und daher so leicht zu verletzen waren. Oder weil wir zu leichtgläubig, zu gutmütig, zu bescheiden, nicht schlagfertig genug, nicht schlau genug, etc. gewesen sind. Das gilt es sich selbst zu verzeihen, damit wir in den Frieden gelangen mit uns selbst. Erst im nächsten Schritt geht es dann darum auch dem oder der anderen zu verzeihen für das was längst vergangen ist. Auf diese Weise wird unser Herz wieder leichter und wir fühlen uns freier.

Frage dich selbst:

  • Wem habe ich noch nicht verziehen?
  • Was trage ich mir noch nach?
  • Wie schwer wiegt das?
  • Wie lange geht das schon?
  • Welchen Vorteil habe ich daraus, solange an dieser Situation festzuhalten?

Übung: 

Beginne mit dem Verzeihen bei dir selbst. Überlege dir, was du dir noch nicht verziehen hast. Dann spüre in dein Herzchakra und öffne es. Dies geschieht, indem du es beabsichtigst.

Lege deinen Groll dir selbst gegenüber in dein Herzchakra. Das geschieht, indem du spürst, wo im Körper dieser Groll sitzt und du dann mit jedem Ausatmen dein Herzchakra vergrößerst bis der Groll darin umfangen ist. Bleibe solange damit, bis sich der Groll aufgelöst hat und du frei bist von dieser Last.

 

5. Selbstachtung + Selbstwürdigung

Im 5. Schritt achte dich und würdige dein Sein. Dabei geht es weniger darum, was du alles tust und was du bereits erreicht hast. Vielmehr geht es darum, dass du dich dafür achtest und auch würdigst, dass du einfach bist – also für dein Sein.

Erst diese Würdigung deines Seins bewirkt, dass du dich umfassender erfährst. Dass du in Einklang kommst mit den unsichtbaren Ebenen deiner Selbst. Im Sein ist es leichter möglich deine Seele zu spüren, ebenso wie deine Anbindung an deine geistige Familie, deine wahre Herkunft – somit dein Höheres Selbst zu erfahren.

Da das Sein in unserer modernen Gesellschaft erst in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewinnt, ist es von großer Wichtigkeit im vermehrt in unserem Alltag Raum und Zeit zu schenken damit sich die Waagschalen von Sein und Werden gut die Balance halten.

Frage dich selbst:

  • Achte und beachte ich mich oder bin ich immer nur für die anderen da?
  • Würdige ich mich für mein Sein, oder muss ich etwas leisten um einen Wert zu haben?

Übung: 

Stelle dich vor einen Spiegel und betrachte dich darin. Dann sage folgende Worte zu dir:

„Ich achte und beachte mich. – Ich würdige mein Sein.“

Schau, wie es dir damit geht. Was ruft das in dir hervor? Wie fühlst du dich? Fällt es dir leicht oder kommen diese Worte schwer über deine Lippen?

Entscheide dich dafür dich tagsüber mehr zu beachten – deine Befindlichkeit, deine Gefühle, dein Denken, dein Sprechen und Handeln – jedoch ohne es zu bewerten.

 

6. Dankbarkeit

Dankbarkeit ist ein Schlüssel zur Fülle unseres Daseins. Dankbarkeit öffnet unser Herz. In diesem Zustand ist es uns nicht möglich zu bewerten und zu urteilen. Wir sind dankbar für das was wir in unserem Leben vorfinden, für das, was wir sind, was wir haben, für all die Herausforderungen die Möglichkeiten zu wachsen, die sich uns tagtäglich bieten.

Es gibt so vieles für das wir dankbar sein können, wenn wir die Brille der Selbstverständlichkeit ablegen. Wenn wir die Welt wieder staunend und unvoreingenommen betrachten dann entdecken wir dabei die Fülle unseres Daseins, die Fülle des Lebens, der Schöpfung, der Natur, die uns immer umgibt. Statt uns diese Fülle zu zer-denken, wie wir es als Kopffüssler gerne machen, können wir diese Fülle fühlend erfahren und sie genießen – von Augenblick zu Augenblick und sie dadurch mehren.

Frage dich selbst: 

  • Bin ich dankbar für das, was ich in meinem Leben habe?
  • Zer-denke ich mir die Fülle, die mich umgibt, statt sie wertzuschätzen und dafür dankbar zu sein?
  • Wofür bin ich dankbar?
  • Wie sieht mein Leben aus, wenn ich für alles, was ich vorfinde, dankbar bin – auch für die Herausforderungen?

 

7. Selbstzeit

Die meisten Menschen verbringen Zeit mit anderen Menschen. Zeit mit sich selbst zu verbringen löst bei vielen sofort eine Abwehr hervor. Es scheint als hätten wir vor dem Angst, was uns in unserem Inneren begegnen könnte. Daher scheuen und vermeiden viele Menschen diese Art der Selbstbegegnung und gehen damit auch an ihrem inneren Goldschatz unwissend vorbei. Denn die Antworten auf unsere wichtigsten Lebensfragen liegen in uns selbst. Das hatte von vor vielen Jahrhunderten Sokrates gesagt. Erinnern wir uns. In unserem Inneren finden wir auch unseren eingewickelten Wesenskern, der die Verbindung zu unseren höheren Ebenen hat.

Hier finden wir auch unsere schlummernden Potenziale und das Wissen und die Weisheit unserer Seele.

Stellen wir uns daher täglich einer spirituellen Praxis wie Meditation oder auch Yoga und erfahren wir die Wohltat in unserem Leben, die sich dadurch einstellt. Ähnlich einem Stein, der ins Wasser fällt und Wellen schlägt, wirkt sich die Selbstzeit wohltuend in unserem Alltag aus, so das wir gelassener sind und immer mehr Raum und Zeit zur Verfügung haben, um das Leben und unsere neu gewonnene innere Freiheit zu genießen.

Frage dich selbst:

  • Nehme ich mir ausreichend Zeit für eine Begegnung mit mir selbst?
  • Was hält mich davon ab?
  • Wie könnte ich mir so eine tägliche Selbstzeit einrichten?
  • Wie sähe mein Leben aus, wenn ich die Antworten auf meine wichtigen Fragen in mir selbst finden würde?

Übung: 

Nimm dir eine Woche lang morgens 10 Minuten Zeit für deine Selbstbegegnung. Setze dich an einen ruhigen Ort, wo du ungestört bist und dich wohl fühlst.

Sitze aufrecht, die Beine nebeneinander. Schließe die Augen und atme tief. Lass bei jedem Ausatmen Anspannung und Gedanken los. Schalte vom Denken in den Modus Fühlen und fühle dich selbst mit allem, was auftaucht. Lass geschehen, was geschehen mag und sinke immer tiefer in dein Sein. Nach 10 Minuten kehre wieder in dein Tagesbewusstsein zurück – Strecke und recke dich und starte dankbar in den neuen Tag.

 

Frei werden für unser inneres, strahlendes Wesen

Wenn wir uns von den Mustern unserer Konditionierung befreien, legen wir dabei Schicht für Schicht den Kern unseres Wesens frei, der in seiner Natur strahlend ist. Wir legen ein Korsett ab, das uns einst Halt und Sicherheit schenkte.

Darunter kommt unsere nackte Haut zum Vorschein, unser fühlendes Wesen, unsere Lebendigkeit. Hieraus antworten wir dem Leben, drücken es durch uns aus und bezeugen damit unsere Liebe zu uns selbst, zu allen Geschöpfen, zur Schöpfung und ihrer Quelle.

Nehmen wir daher die Kraft zu uns zurück. Kommen wir ins Reine mit uns selbst. Versöhnen wir uns mit unseren Projektionen und vergeben wir uns selbst für das, was wir als Täter und Opfer irgendwann in der Vergangenheit hervorgerufen haben.

So gelangen wir in einen tiefen Frieden und in eine innere Freiheit, von der wir bisher nicht einmal zu träumen gewagt haben.

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Jetzt wünsche ich dir erhellende Momente beim Beantworten der Fragen und beim Ausprobieren der Übungen. Bleib am Ball, wenn du spürst, dass sich in dir dadurch etwas zum Positiven verändert.

 

Möchtest dich noch mehr mit deiner inneren Freiheit beschäftigen und innerlich noch freier werden? 

Natürlich lässt sich in so einem Blogbeitrag nur die Spitze des Eisbergs zeigen. Wenn du also daran interessiert bist tiefer in das Thema Innere Freiheit einzusteigen, dann braucht es schon mehr an Engagement und Hinwendung. Gerne unterstütze ich dich dabei. Nutze mein Angebot für ein kostenfreies 30-minütiges Erstgespräch zur Orientierung.

Schreib mir einfach eine Mail an [email protected] mit dem Betreff: kostenfreies Orientierungsgespräch.

Außerdem entsteht gerade ein neuer Online-Kurs, der im Herbst 2017 gelauncht wird. „Er-Finde dich neu! Mit sich selbst ins Reine kommen“

 

P.S. Alle wichtigen Informationen im Vorfeld teile ich dir  in meinem Newsletter mit, so dass du dich rechtzeitig anmelden kannst und auch den Bonus nutzen kannst.

Hier kannst du nochmals Teil 1 dieses Artikels nachlesen.

…. und das auf breiter, kollektiver Ebene

Solange wir meinen unser Leben im Griff zu haben geht es uns gut. Wir haben die Kontrolle, zumindest sind wir dieser Meinung. Dabei handelt es sich gerade um ein Entwicklungplateau auf dem wir uns befinden und hier dürfen wir uns für eine gewisse Phase ausruhen. Während dieser Zeit läuft alles rund. Wir erreichen unsere Ziele so, wie wir es geplant hatten. Doch dann geht ein Ruck durch die Welt und etwas tritt plötzlich in unser Leben, das unsere bisherige Komfortzone kräftig durcheinander rüttelt. Aufträge und Verträge platzen, Menschen erweisen sich als unzuverlässig, Kunden zahlen nicht, Termine werden verschoben. Das alte Spielfeld gerät ins Chaos. Die alte Ordnung, die uns soviel Sicherheit zu geben vermochte, löst sich auf.

 

Kämpfen aus dem kleinen Ich heraus

Zuerst wollen wir es nicht glauben und kämpfen, um die alten Strukturen zu erhalten – egal ob dies im Privaten, auf der beruflichen oder auf der gesellschaftlichen Ebene passiert. Nach einer Weile des vergeblichen Bemühens zum Erhalt des Alten und Vertrauten, stellt sich eine längere Phase der Frustration ein. Wir zweifeln an uns selbst, an unseren Fähigkeiten, sind eventuell auch dazu geneigt die Schuld im Außen, bei anderen Menschen und den Umständen, zu suchen und zu finden. Doch all das berührt immer noch nicht den Punkt der Wahrheit. Es ist die Evolution des Lebens, der Wandel, der tief in uns als Mensch und Menschheit derzeit als Kraft wirksam wird, die uns mitnimmt in die Erweiterung, hinein in eine neue Ordnung, in neue Lebensweisen und Wirkkreise.

Der Preis, den wir dafür zu bezahlen haben, ist nichts geringeres als unsere alten Einstellungen und Ansichten, unsere überlebten Strategien, unser selbstbegrenzendes Denken und Fühlen. Wir müssen unsere alten Muster der Konditionierung opfern und haben dabei die Aufgabe unser kleines angstgetriebenes Ich zu führen, das bisher für sein Überleben gekämpft und dabei doch immer sein Bestes gegeben hat.

Das, was jetzt in unser Leben drängt und die alte Ordnung aufbricht ist soviel größer als wir selbst, so dass wir uns hilflos, ja, ohnmächtig fühlen, ob dieser Wucht und dieses Ausmaßes. Wir spüren, dass all unsere Lebensbereiche davon betroffen sind. Wir spüren, dass die alten Standpunkte unter uns wanken und es droht, dass wir den vertrauten Boden unter unseren Füssen verlieren. Das, was uns einst Halt zu geben vermochte, verliert an Wert und an Bestand. Beziehungen und Kooperationen scheitern und auch die materielle Sicherheit scheint bedroht, ob der derzeitigen Szenarien im Weltgeschehen, in Wirtschaft und Politik.

 

Hilflosigkeit und Ohnmacht legen den Rückwärtsgang ein

Wohin will der evolutionäre Strom des Lebens uns mitnehmen? Wo finden wir Halt und Sicherheit im Chaos, während sich das Alte auflöst und das Neue noch nicht greifbar ist? Viele sehnen sich in dieser Zeit nach der guten, alten Zeit und ihren „besseren“ Verhältnissen, wie zum Beispiel in den 70ern. Andere sehnen sich nach althergebrachten Führungsstilen wie die Monarchie oder den Kommunismus.

All dieses Ansinnen entspringt jedoch der Angst vor der Zukunft, vor der Unwägbarkeit des Lebens, vor der großen Unsicherheit, vor dem Neuen, das es zu erschaffen gilt – jedoch nicht mehr auf der Grundlage der alten Ordnung. Vielmehr wird diese neue Welt aus dem neuen Selbstbild des Menschen heraus geschaffen, der die Herausforderungen in diesem großen Transformationsprozess annimmt.

 

Das neue Selbstbild kreiert das neue Weltbild

Der Mensch, der den jetzigen Wandel bejaht, besinnt sich auf sich selbst, findet hier Halt und Sicherheit und verlässt dabei seine Komfortzone. Nicht mehr in der Täuschung die Kontrolle über das Leben zu haben, sondern vielmehr in der Hingabe an das Leben. Das neue Selbstbild der Menschen erweitert sich über das rein materialistische hinaus während dieses evolutionären Wandels, indem wir bereits mitten drin sind.

Immer mehr Menschen erwachen und erfahren sich in dieser Erweiterung  sowohl als Mensch, als auch als geistig-seelisches Wesen in einem Körper, das über soviel mehr Potenziale verfügt, die jedoch jetzt erst in Erscheinung treten können, nachdem die alte, selbstbegrenzende Ordnung und Struktur sich auflöst. Dieser Prozess vollzieht sich derzeit sowohl auf der individuellen, als auch auf der kollektiven Ebene und wird einige Jahrzehnte andauern.

 

Halt und Sicherheit in sich selbst finden

Und genau das ist das völlig Neue, das es bisher in solch einer Dimension noch nicht gegeben hat. Es findet ein Bewusstseinswandel, ein Shift, statt. Und jeder Versuch rückwärts zu gehen und alte Zeiten herauf zu beschwören verlängert nur den Leidensweg. Regression kann immer nur kurz bestehen und den Niedergang der alten Welt nicht aufhalten.

Vielmehr gilt es jetzt für jede und jeden Einzelnen von uns den Halt und die Sicherheit in uns selbst zu finden. Wir müssen einen Zepterwechsel vornehmen, den Verstand dorthin setzen, wo er hingehört, auf den Platz eines treuen Dieners. Das Zepter jedoch geht an unser Herz und an unsere Intuition. Denn das Herz hat die Fähigkeit sich weit zu öffnen und seine Liebe auch unserem kleinen Ich mit all seinen derzeitigen Ängsten und Sorgen zu schenken, so dass wir leichter in unsere erweiterte Version, in eine innere Freiheit, in einen inneren Frieden finden, während die alte Welt vergeht. So lassen wir uns nicht mit hinein reissen in den Strom der Negativität und des Hasses, der derzeit im Außen von den Ängsten des Kollektivs angetrieben wird.

 

Herz und Seele krönen

Stattdessen können wir über unser Herz die Verbindung mit unserer Seele aufnehmen, unserer höchsten Zuflucht. Aus dieser höchsten Ebene empfangen wir die Inspiration für unser neues Selbstbild. In dieser größeren Selbstnähe spüren wir, was wir wirklich zutiefst von innen heraus verwirklichen wollen und womit wir diese neue Welt mit gestalten werden  – authentisch, frei und schöpferisch, im Bewusstsein der Verbundenheit mit dem Leben und allem Lebendigen.

Wagen wir es! Feiern wir unsere Unsicherheit und vertrauen wir uns dem großen Strom des Lebens an!

Diesen Beitrag habe ich anlässlich einer Blogparade geschrieben, die Petra von Schenck initiiert hat und derzeit noch läuft unter dem Thema: „Was mich inspiriert, wenn das Leben gerade anders ist, als ich es mir wünsche“. Zu dieser Einladung möchte ich mich an dieser Stelle auch herzlich bedanken.

 

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Als moderner Mensch im Informationszeitalter werden wir über das Außen von Informationen bestimmt, ob wir es wahrhaben wollen, oder nicht. In dieser Fremdbestimmung sind wir wie Treibholz in einer Informationsflut,  die uns tagtäglich bewegt mit ihren Bildern und Worten. Über Radio und Fernsehen hämmern in 30 minütigem Abstand die Nachrichten über das Weltgeschehen in unser Gehirn und vor allem in unser Unterbewusstsein. Ohne die Ursache zu bemerken, haben wir schlechte Laune, fühlen uns bedrückt und ängstigen uns um unsere Zukunft.  Plötzlich erscheint vieles aussichtslos und wir fühlen uns hilflos, ob der Dinge die da geschehen. Wir fühlen uns als Opfer der Umstände, und so manche reagieren darauf aus ihrer Angst heraus mit Wut und Hass gegen das, was sich im Außen verändert.

Morgens beim Frühstück werden zum Marmeladenbrötchen schon die beunruhigenden Nachrichten über das Weltgeschehen mit aufgenommen. Diese schwere geistige Kost sorgt tagsüber für eine Grundstimmung, in der das Leben nicht mehr als Geschenk, stattdessen als große Last, behaftet mit vielen Problemen, wahrgenommen wird.

Smartphone, Tabletts und PC´s übernehmen dann tagsüber mittels Spielen und unterhaltsamen Apps die Ablenkung. Ja, wovon eigentlich? Von dem, was nicht zu ertragen ist und zugleich auch vom Kostbarsten, das der Mensch hat – von seinem Selbst. Auf diese Weise verlieren viele den Bezug zu sich selbst. Verschanzen sich in virtuellen Spielewelten und sind gefangen in einem unsichtbaren Netz – im World-wide-web.

 

Verlust des Selbstbezugs

Ohne Selbstbezug geht uns die Fähigkeit, uns selbst und unsere Bedürfnisse klar wahrzunehmen, verloren. Die Sinne stumpfen dabei immer mehr ab und eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber uns selbst und auch der Umwelt macht sich breit. Durch die Überfütterung mit Informationen, Nachrichten, Kommentaren und  Meinungen anderer, die wenig mit uns zu tun haben, wo wir weder hilfreich noch nützlich in einer Sache sein können, belasten wir uns Stunde für Stunde, Tag für Tag und verlieren dabei Lebenskraft. Viele bemerken diesen Raubbau mit sich selbst nicht. Die innere Stimme wird nicht mehr wahrgenommen und so bleiben die Botschaften der Seele unerhört, bis die Impulse stärker werden und uns mittels Krankheit erreichen. Das Leben hat uns von der Überholspur runtergeholt und den aktiven Lebenspol –  Bewegung – eingeschränkt.

In dieser auferlegten Ruhe und in der entstehenden Distanz zu unserem Alltag, beginnen wir langsam zu erkennen, dass wir uns selbst aus den Augen verloren haben und dass wir in uns erstmals nur eine große Leere vorfinden. Doch genau hier liegt der Nullpunkt, der Punkt der Notwende und die Chance zur Umkehr.

Wer sich treiben lässt in der Flut der Informationen wird zum Spielball der manipulierenden Kräfte im Außen. Dort wird derzeit in verschiedenen Krisen – allen voran in der Flüchtlingskrise – ein Spiel gespielt, das es zu durchschauen, statt mitzuspielen gilt.

 

Die Chancen in der Krise wahrnehmen

Schauen wir auf das Gute, das diese Krise mit sich bringt, so können wir dadurch lernen, sowohl flexibler in unseren Ansichten und Einstellung, als auch selbstbestimmter zu werden. Das setzt natürlich voraus, dass wird dieses Selbst, das bestimmen soll, auch kennen, dass wir wissen, wer wir sind, welche Bedürfnisse wir haben und wovon unsere Seele träumt.

So können wir entscheiden, wie wir mit einer Situation umgehen, wenn wir unmittelbar davon betroffen bzw. in Kontakt damit gekommen sind. Ohne das Geschehen im Außen zu bewerten, ohne uns mittels unseres Ur-teilens vom Geschehen zu trennen oder übermäßig anzuhaften, bleiben wir in der Selbstnähe, in damit auch in unserer Kraft. Im 21-Tage-GRATIS-Kurs, der im Frühjahr 2016 wieder starten wird, erfahren die Teilnehmer mehr über das Selbst, die unterschiedlichen Ebenen des Wirkens und seine Kommunikationsformen.

 

Get in touch with yourself

Präsenz und Wahlfreiheit

Damit wir uns unserer Wahlfreiheit in jeder Sekunde bewusst sind, braucht es Präsenz. Wir müssen mit uns in Kontakt sein, uns spüren, um aus dem Moment heraus entscheiden zu können, was jetzt für uns richtig ist und zwar immer wieder aufs Neue, weil jeder Moment einzigartig ist. In solch einem lebendigen inneren Dialog mit uns selbst, zwischen Gedanken und Emotionen, werden wir die, für den Moment beste Wahl und damit Entscheidung treffen. Diese Selbstpräsenz lässt auch unsere schöpferischen Fähigkeiten immer mehr zu Tage treten. So lassen wir uns vermehrt von unserer Intuition aber auch von Inspirationen leiten, die uns erreichen. In diesem Präsent-Sein sammeln wir Lebenskraft, statt sie in sinnlosem Ärger über die Umstände zu vergeuden. Mit der Strahlkraft unserer Präsenz  nähren und stärken wir unser Umfeld und damit tragen wir erheblich zu einer Verbesserung der Umstände bei.

 

Hier die 5 wichtigsten Vorteile der Selbstbestimmung

  • Wir verlassen das uralte Opfer-Täterspiel und übernehmen die Verantwortung für unser Denken, Fühlen und Handeln
  • Wir erkennen immer öfters und schneller unsere Wahlfreiheit  – wie wir mit einer Situation umgehen
  • Wir sind nicht mehr manipulierbar
  • Wir bewahren unsere Lebenskraft und nähren damit unser unmittelbares Umfeld – unsere Familien und Freunde, Netzwerke
  • Wir gelangen in eine Selbstpräsenz, die unsere Selbstwirksamkeit fördert und stetig wachsen lässt, so dass wir uns unserer schöpferischen Fähigkeiten immer bewusster werden und diese im Einklang mit unserer Seele zum Wohle aller einbringen.

 

[bctt tweet=”Wer nach außen schaut, träumt; wer nach innen schaut, erwacht. Carl Gustav Jung”]

 

Hier meine Tipps für mehr Selbstnähe und stärkeren Selbstbezug

  1. Vereinbaren Sie täglich einen Termin mit Ihnen selbst und freuen Sie sich auf das Rendezvous mit Ihnen. Entspannen Sie sich dabei und
  2. Kommen Sie in sich zur Ruhe. Schauen Sie sich alles an, was Ihre Ruhe und den tieferliegenden Frieden in Ihnen zu verhindern sucht. Zumeist sind es Sorgen und Ängste, für die wir tagsüber keine Zeit haben.
  3. Wenden Sie sich den inneren Unruhestiftern zu. Oftmals geht eine äußere Informationen in Resonanz mit etwas in unserem Inneren, das wir schon lange vor uns selbst verborgen halten. Es bewegt uns und wir regen uns auf. Wenn wir länger als 15 Minuten mit solch einer Information, einem Ereignis, negativ beschäftigt sind, dann ist es unser Thema. Und immer liegen Ängste zugrunde. Dies können Existenzängste, Verlustängste und auch Angst vor dem Fremden sein. Solange wir uns unseren Ängsten nicht stellen, sind und bleiben wir manipulierbare, fremdbestimmte Marionetten.
    Folgende Fragen können bei der Ermittlung der Unruhestifter hilfreich sein:
    Was verhindert meine Ruhe und tieferliegend den Frieden in mir?
    – Welche Konflikte schwellen noch und rauben mir die Ruhe und damit auch die Kraft?
    – Was verlangt nach Vergebung?
    – Worüber rege ich mich länger als 15 Minuten auf und was hat das mit mir zu tun?
  4. Pflegen Sie eine liebevolle Beziehung mit sich selbst. Statt mit Tunnelblick das Leben kontrollieren zu wollen, beginnen Sie damit sich regelmäßige Auszeiten zu gönnen und dabei in eine tiefe Entspannung zu gehen. Genießen Sie Ihr Leben und feiern Sie auch Ihre kleinen Erfolge. Gewöhnen Sie sich an, dass Sie sich die wichtigsten Fragen in Ihrem Leben selbst stellen und dann vertrauensvoll auf die Antworten in Ihrem Inneren lauschen. Auf diese Weise kommen Sie sich immer näher und das Vertrauen in Ihre höhere Weisheit wächst mit jedem Tag. Sie sind mehr als Ihr Körper und Ihr Gehirn.
  5. Entfalten Sie die schöpferischen Fähigkeiten Ihres Geistes und lauschen Sie Ihrer Seele und Ihrem Traum für Sie. Damit erschaffen Sie eine Welt, die soviel größer, vielfältiger und vor allem lebenswerter ist, als Ihnen das bisher bewusst ist. Denn:

[bctt tweet=”Wir sind die, auf die wir gewartet haben. “]

 

Wer mehr über sein Selbst und das, wovon er zutiefst ins einem Inneren träumt, erfahren und damit auch authentisch erfolgreich sein möchte, hat im 14-wöchigen Online-Coaching-Kurs, der am 08. Januar 2016 startet, die Chance dazu.

Diejenigen, die es intensiver lieben, verbunden mit einem Orts- und Tempowechsel,  können dies in einer Seminarwoche auf Lanzarote im Juni 2016 erfahren.

 

Lassen Sie mich Ihre Meinung zu diesem Beitrag wissen. Gerne im Kommentarfeld unten. Danke.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Spätherbst-Zeit. Genießen Sie sie und lassen Sie es sich so richtig gut gehen.

Ihre
Bianka Maria Seidl