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Zu oft habe ich dir zu wenig Raum geschenkt. Deine Regungen habe ich der Hoheit des Denkens untergeordnet. Ideen wurden so im Kopf geboren, doch ohne dich hatten sie keinen Nährboden. Stattdessen habe ich mich am Außen orientiert, habe geschaut, wie es andere machen, ohne mich deiner Weisheit anzuvertrauen, in der Gewissheit, dass du mir wegweisende Impulse zur Verwirklichung schenkst. 

 

Ich habe mich an Werten orientiert und mich nach Zielen ausgerichtet, die wenig mit dir im Einklang waren. So bist du im Laufe der Zeit verstummt, hast dich immer mehr zurück gezogen und dich verengt. Die immer größer werdende Schwere in meiner Brust habe ich ignoriert. Stattdessen habe ich mir viele Verpflichtungen aufgeladen, so dass die Last auf meinen Schultern größer war und ich deine Schwere, mein geliebtes Herz, nicht mehr fühlen musste. 

 

Heute weiß ich das, nach vielen Jahren des Kämpfens an falscher Front. Mir ist bewusst, dass ich dich und letztendlich mich selbst vernachlässigt habe. Als Kind dieser Zeit habe ich, wie so viele, nicht gelernt auf dich, mein Herz, zu hören. Der Spiegel in den ich als Kind täglich schaute, zeigte mir Menschen, die leisteten und sich oftmals darin verloren. Viele bezahlten mit Ihrer  Gesundheit dafür. Und heute? Viele sind sich auch heute ihrer wahren Wünsche und ihrer individuellen Werte  oftmals gar nicht bewusst. Vielmehr lassen sie sich mitnehmen von der Herde, vom Lifestyle, von den Moden und all den äußeren Erscheinungen. Der Preis dafür ist hoch. Schließlich wird die eigenen Individualität, das eigene Wesen unterdrückt und es ist so, als würde ein Blumenkohl unter Kartoffelstauden versuchen nach unten in die Erde zu wachsen.

In uns allen liegt eine individuelle Anlage, die entwickelt und entfaltet werden will, damit der Mensch glücklich ist und Erfüllung erlangt. Du mein geliebtes Herz, das weiß ich nach all den Jahren der Selbsttyrannei, weist den Weg. Lange hast du mir deine Sehnsucht und deine Wünsche in vielen Momenten übermittelt. Doch ich war taub und blind deinen Regungen gegenüber.

 

Heute weiß ich, wie kostbar all das  ist, denn nur mit dir und durch dich ist das Leben ein Geschenk, ein heiliges Ganzes, das sich durch mich, durch mein so Sein, wie es in mir angelegt ist, ausdrückt. Daher habe ich dir auch das Zepter übergeben und dich zur königlichen Beraterin im Reich meiner Seele gemacht. Mögen deine Qualitäten wie Lebensfreude, Großzügigkeit, Mitgefühl und Geduld durch mich in die Welt gelangen und möge ich mir selbst nährend, wertschätzend und liebevoll im Spiegelbild der Außenwelt begegnen.

 

Du Herz verbindest die Gegensätze und daraus entsteht ein Drittes. Aus der Verbindung von oben und unten, von rechts und links, von vorne und hinten entsteht die Mitte und aus der Verbindung von Vergangenheit und Zukunft entsteht das Jetzt. Raum und Zeit verbinden sich zum Sein. Ein in der Mitte-Sein, in der Mitte weilen, lässt uns unsere wahre Natur erkennen. Hier kehren wir zurück zum Ursprung, zur Quelle, der wir einst entsprungen. 

 

Oh, du mein geliebtes Herz, dem gilt dein ganzes Sehnen, deine ganze Liebe. Danke, dass du mir dein tiefstes Geheimnis offenbarst. Während ich dies hier schreibe willst du zerspringen vor Freude und dich vermählen mit dem Alleinen-Herzen, aus dem der Strom des Lebens ewiglich quillt, sich ausdehnt ins Unendliche und Triaden von Schöpfungsmustern hervorbringt.

 

Danke für deine Aufmerksamkeit, wenn du bis hierher gelesen hast.
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Oftmals gelangen wir in unserem Leben an eine Weggabelung. Hier gilt es sich für einen der Wege, die sich uns zeigen, zu entscheiden. Doch welchen Weg nehmen? Treffen wir diese Entscheidung überwiegend aus dem Kopf, dem Verstand heraus, dann wägen wir ab und unterscheiden zwischen den verschiedenen Möglichkeiten, die uns unser Verstand anbietet. Immer jedoch entstammen diese Angebote aus einem Sortiment, das bereits bekannt ist. So werden neue Entscheidungen immer auf der Basis des bereits bekannten getroffen. Das Ausmaß der Veränderung bleibt somit weitestgehend unter der Kontrolle des kleinen Ichs.

Befragen wir in solchen Entscheidungsmomenten jedoch auch unser Herz, kann es sein, dass wir Eingebungen und Inspiration erhalten, die uns aus der vertrauten Komfortzone herausfordern und gänzlich neue Lebenserfahrungen und somit Wachstum und Entfaltung ermöglichen.

 

Wenn die Lebendigkeit zurück kehrt

Nicht immer ist der Weg hell ausgeleuchtet, wenn wir uns auf neuen Pfaden befinden. Vielmehr sind all unsere Sinne gefordert. Es gilt anfangs, im schwachen Licht des Neuen, einen Fuß vor den anderen zu setzen im neuen, unbekannten Terrain. Im beherzten Voranzuschreiten im Augenblick, Atemzug für Atemzug, kehrt eine Lebendigkeit zurück, die lange, lange Zeit vom Grau des alltäglichen Trotts überschattet war.

In dieser Lebendigkeit sind wir wach, voller Energie. Das pure Leben fließt jetzt wieder durch uns. Ähnlich wie in der Kindheit, ruft jetzt ein Sonnenstrahl auf der Nase ein Entzücken hervor. Der Unterschied zum damaligen Kind sein ist der Horizont, den wir als Kind noch nicht erfassen konnten. Das jetzige Augenblick ist weiter, umfassender und dennoch voller Kraft und Schönheit.

Wenn wir es wagen auf neuen Pfaden zu wandeln mit einer Sehnsucht und Ahnung im Herzen, ohne dass wir das Ziel bereits klar vor uns sehen, erfüllt das Leben uns wieder mit all seiner Kraft und Lebendigkeit. Vorausgesetzt wir vertrauen uns dem an, was uns atmen und unser Herz schlagen lässt.

Das Leben will nicht engen uns, es will uns heben, weiten. Damit wir der lähmenden Gewohnheit entkommen, in der wir zu erschlaffen drohen, gilt es immer wieder aufzubrechen zu neuen Ufern, zu neuen Horizonten unseres Selbst.

Wohlan denn Herz nimm Abschied von deiner Komm-fort-Zone, folge deiner tiefsten Sehnsucht und komm hin in dein größeres, umfassenderes ICH.

 

Lesen Sie hierzu auch “Das Leben vor der Geburt”.