Als moderner Mensch im Informationszeitalter werden wir über das Außen von Informationen bestimmt, ob wir es wahrhaben wollen, oder nicht. In dieser Fremdbestimmung sind wir wie Treibholz in einer Informationsflut,  die uns tagtäglich bewegt mit ihren Bildern und Worten. Über Radio und Fernsehen hämmern in 30 minütigem Abstand die Nachrichten über das Weltgeschehen in unser Gehirn und vor allem in unser Unterbewusstsein. Ohne die Ursache zu bemerken, haben wir schlechte Laune, fühlen uns bedrückt und ängstigen uns um unsere Zukunft.  Plötzlich erscheint vieles aussichtslos und wir fühlen uns hilflos, ob der Dinge die da geschehen. Wir fühlen uns als Opfer der Umstände, und so manche reagieren darauf aus ihrer Angst heraus mit Wut und Hass gegen das, was sich im Außen verändert.

Morgens beim Frühstück werden zum Marmeladenbrötchen schon die beunruhigenden Nachrichten über das Weltgeschehen mit aufgenommen. Diese schwere geistige Kost sorgt tagsüber für eine Grundstimmung, in der das Leben nicht mehr als Geschenk, stattdessen als große Last, behaftet mit vielen Problemen, wahrgenommen wird.

Smartphone, Tabletts und PC´s übernehmen dann tagsüber mittels Spielen und unterhaltsamen Apps die Ablenkung. Ja, wovon eigentlich? Von dem, was nicht zu ertragen ist und zugleich auch vom Kostbarsten, das der Mensch hat – von seinem Selbst. Auf diese Weise verlieren viele den Bezug zu sich selbst. Verschanzen sich in virtuellen Spielewelten und sind gefangen in einem unsichtbaren Netz – im World-wide-web.

 

Verlust des Selbstbezugs

Ohne Selbstbezug geht uns die Fähigkeit, uns selbst und unsere Bedürfnisse klar wahrzunehmen, verloren. Die Sinne stumpfen dabei immer mehr ab und eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber uns selbst und auch der Umwelt macht sich breit. Durch die Überfütterung mit Informationen, Nachrichten, Kommentaren und  Meinungen anderer, die wenig mit uns zu tun haben, wo wir weder hilfreich noch nützlich in einer Sache sein können, belasten wir uns Stunde für Stunde, Tag für Tag und verlieren dabei Lebenskraft. Viele bemerken diesen Raubbau mit sich selbst nicht. Die innere Stimme wird nicht mehr wahrgenommen und so bleiben die Botschaften der Seele unerhört, bis die Impulse stärker werden und uns mittels Krankheit erreichen. Das Leben hat uns von der Überholspur runtergeholt und den aktiven Lebenspol –  Bewegung – eingeschränkt.

In dieser auferlegten Ruhe und in der entstehenden Distanz zu unserem Alltag, beginnen wir langsam zu erkennen, dass wir uns selbst aus den Augen verloren haben und dass wir in uns erstmals nur eine große Leere vorfinden. Doch genau hier liegt der Nullpunkt, der Punkt der Notwende und die Chance zur Umkehr.

Wer sich treiben lässt in der Flut der Informationen wird zum Spielball der manipulierenden Kräfte im Außen. Dort wird derzeit in verschiedenen Krisen – allen voran in der Flüchtlingskrise – ein Spiel gespielt, das es zu durchschauen, statt mitzuspielen gilt.

 

Die Chancen in der Krise wahrnehmen

Schauen wir auf das Gute, das diese Krise mit sich bringt, so können wir dadurch lernen, sowohl flexibler in unseren Ansichten und Einstellung, als auch selbstbestimmter zu werden. Das setzt natürlich voraus, dass wird dieses Selbst, das bestimmen soll, auch kennen, dass wir wissen, wer wir sind, welche Bedürfnisse wir haben und wovon unsere Seele träumt.

So können wir entscheiden, wie wir mit einer Situation umgehen, wenn wir unmittelbar davon betroffen bzw. in Kontakt damit gekommen sind. Ohne das Geschehen im Außen zu bewerten, ohne uns mittels unseres Ur-teilens vom Geschehen zu trennen oder übermäßig anzuhaften, bleiben wir in der Selbstnähe, in damit auch in unserer Kraft. Im 21-Tage-GRATIS-Kurs, der im Frühjahr 2016 wieder starten wird, erfahren die Teilnehmer mehr über das Selbst, die unterschiedlichen Ebenen des Wirkens und seine Kommunikationsformen.

 

Get in touch with yourself

Präsenz und Wahlfreiheit

Damit wir uns unserer Wahlfreiheit in jeder Sekunde bewusst sind, braucht es Präsenz. Wir müssen mit uns in Kontakt sein, uns spüren, um aus dem Moment heraus entscheiden zu können, was jetzt für uns richtig ist und zwar immer wieder aufs Neue, weil jeder Moment einzigartig ist. In solch einem lebendigen inneren Dialog mit uns selbst, zwischen Gedanken und Emotionen, werden wir die, für den Moment beste Wahl und damit Entscheidung treffen. Diese Selbstpräsenz lässt auch unsere schöpferischen Fähigkeiten immer mehr zu Tage treten. So lassen wir uns vermehrt von unserer Intuition aber auch von Inspirationen leiten, die uns erreichen. In diesem Präsent-Sein sammeln wir Lebenskraft, statt sie in sinnlosem Ärger über die Umstände zu vergeuden. Mit der Strahlkraft unserer Präsenz  nähren und stärken wir unser Umfeld und damit tragen wir erheblich zu einer Verbesserung der Umstände bei.

 

Hier die 5 wichtigsten Vorteile der Selbstbestimmung

  • Wir verlassen das uralte Opfer-Täterspiel und übernehmen die Verantwortung für unser Denken, Fühlen und Handeln
  • Wir erkennen immer öfters und schneller unsere Wahlfreiheit  – wie wir mit einer Situation umgehen
  • Wir sind nicht mehr manipulierbar
  • Wir bewahren unsere Lebenskraft und nähren damit unser unmittelbares Umfeld – unsere Familien und Freunde, Netzwerke
  • Wir gelangen in eine Selbstpräsenz, die unsere Selbstwirksamkeit fördert und stetig wachsen lässt, so dass wir uns unserer schöpferischen Fähigkeiten immer bewusster werden und diese im Einklang mit unserer Seele zum Wohle aller einbringen.

 

[bctt tweet=“Wer nach außen schaut, träumt; wer nach innen schaut, erwacht. Carl Gustav Jung“]

 

Hier meine Tipps für mehr Selbstnähe und stärkeren Selbstbezug

  1. Vereinbaren Sie täglich einen Termin mit Ihnen selbst und freuen Sie sich auf das Rendezvous mit Ihnen. Entspannen Sie sich dabei und
  2. Kommen Sie in sich zur Ruhe. Schauen Sie sich alles an, was Ihre Ruhe und den tieferliegenden Frieden in Ihnen zu verhindern sucht. Zumeist sind es Sorgen und Ängste, für die wir tagsüber keine Zeit haben.
  3. Wenden Sie sich den inneren Unruhestiftern zu. Oftmals geht eine äußere Informationen in Resonanz mit etwas in unserem Inneren, das wir schon lange vor uns selbst verborgen halten. Es bewegt uns und wir regen uns auf. Wenn wir länger als 15 Minuten mit solch einer Information, einem Ereignis, negativ beschäftigt sind, dann ist es unser Thema. Und immer liegen Ängste zugrunde. Dies können Existenzängste, Verlustängste und auch Angst vor dem Fremden sein. Solange wir uns unseren Ängsten nicht stellen, sind und bleiben wir manipulierbare, fremdbestimmte Marionetten.
    Folgende Fragen können bei der Ermittlung der Unruhestifter hilfreich sein:
    Was verhindert meine Ruhe und tieferliegend den Frieden in mir?
    – Welche Konflikte schwellen noch und rauben mir die Ruhe und damit auch die Kraft?
    – Was verlangt nach Vergebung?
    – Worüber rege ich mich länger als 15 Minuten auf und was hat das mit mir zu tun?
  4. Pflegen Sie eine liebevolle Beziehung mit sich selbst. Statt mit Tunnelblick das Leben kontrollieren zu wollen, beginnen Sie damit sich regelmäßige Auszeiten zu gönnen und dabei in eine tiefe Entspannung zu gehen. Genießen Sie Ihr Leben und feiern Sie auch Ihre kleinen Erfolge. Gewöhnen Sie sich an, dass Sie sich die wichtigsten Fragen in Ihrem Leben selbst stellen und dann vertrauensvoll auf die Antworten in Ihrem Inneren lauschen. Auf diese Weise kommen Sie sich immer näher und das Vertrauen in Ihre höhere Weisheit wächst mit jedem Tag. Sie sind mehr als Ihr Körper und Ihr Gehirn.
  5. Entfalten Sie die schöpferischen Fähigkeiten Ihres Geistes und lauschen Sie Ihrer Seele und Ihrem Traum für Sie. Damit erschaffen Sie eine Welt, die soviel größer, vielfältiger und vor allem lebenswerter ist, als Ihnen das bisher bewusst ist. Denn:

[bctt tweet=“Wir sind die, auf die wir gewartet haben. „]

 

Wer mehr über sein Selbst und das, wovon er zutiefst ins einem Inneren träumt, erfahren und damit auch authentisch erfolgreich sein möchte, hat im 14-wöchigen Online-Coaching-Kurs, der am 08. Januar 2016 startet, die Chance dazu.

Diejenigen, die es intensiver lieben, verbunden mit einem Orts- und Tempowechsel,  können dies in einer Seminarwoche auf Lanzarote im Juni 2016 erfahren.

 

Lassen Sie mich Ihre Meinung zu diesem Beitrag wissen. Gerne im Kommentarfeld unten. Danke.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Spätherbst-Zeit. Genießen Sie sie und lassen Sie es sich so richtig gut gehen.

Ihre
Bianka Maria Seidl

1 Kommentar
  1. Bianka Maria Seidl
    Bianka Maria Seidl sagte:

    Soeben erreicht mich per Mail der Kommentar einer Leserin:

    „Ein sehr wahrer und wohltuender Text – danke! Wie schnell man in den Strudel der Fremdbestimmung durch Medien geraten kann, ist mir gestern wieder einmal bewusst geworden. Ich schaute mir immer wieder die Nachrichten an und verfolgte auch in Facebook die hasserfüllten Diskussionen. Resultat: Sehr bedrückte Stimmung kombiniert mit einem Angstgefühl.
    Heute Morgen beschloss ich, nach einer unruhigen Nacht, mit meinem Hund zum Strand zu fahren. Dort stehen viele Winter-Camper, die natürlich mitbekommen haben, was in der Welt los ist, aber sie schauen zur Zeit nicht jeden Tag die Nachrichten und auch nicht ins Internet.
    Friedliche Stimmung, die abfärbte und mein Kopf und Herz konnten wieder zur Ruhe kommen.“

    Antworten

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