Seelenfrieden – Wenn die Seele wieder einzieht

Inhalt

Seelenfrieden - Wenn alles in ein Einverstandensein mündet

„Frieden in der Seele finden wir erst, wenn wir die Seele wieder in unser Bewusstsein integrieren und ihren Rhythmen und Impulsen folgen.“ 

 

Bianka Maria Seidl

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Diese Worte ließ Antoine de Saint-Exupery in seinem Buch „Der kleine Prinz“ den kleinen Prinzen sprechen. In diesen Worten enthalten ist bereits das Geheimnis, das dem Seelenfrieden zugrunde liegt. Doch die aktuellen, globalen Veränderungen im Außen auf der Weltenbühne wirken auf viele Menschen derart beunruhigend, dass viele den Rückwärtsgang einlegen und sich in viele Konflikte verstricken. Andere wiederum ergreifen den Wind des Wandels als Chance, um sich von ihm an neue Ufer ihres Bewusstseins tragen zu lassen. Und wieder andere, die Mehrheit der Menschen, schwankt innerlich stark hin und her, geht einige Schritte zuversichtlich vorwärts, um dann im nächsten Moment von starken Zweifeln ergriffen, wieder rückwärts zu gehen. Wie kann da der Seelenfrieden gefunden werden, nachdem wir uns zutiefst sehnen.

Krisen sind Hebammen für das neue Menschsein

Die Krisen dieser Zeit sind die Hebammen für das neue Menschsein. Sie ermöglichen es, dass wir uns aus den alten, engen und lebensverneinenden Strukturen befreien. Wir spüren genau, dass es die Welt, wie sie einmal war, nicht mehr geben wird. Die alte Welt löst sich gerade auf. Immer chaotischere und unsichere Zustände stellen sich ein und die neue Welt ist noch nicht greifbar. Es ist eine Zeit großer Belastungen auf persönlicher, nationaler und sogar weltweiter Ebene. Die meisten von uns sind besorgt über persönliche Probleme und über die Welt, die unsere Kinder erben werden. Viele wissen nicht, was sie tun sollen und wie sie mit ihren Ängsten fertig werden. 

Dabei eröffnet sich uns gerade in dieser unsicheren Übergangszeit eine große Chance. Jetzt drängt all das in unser Bewusstsein, das schon lange in uns schaltete und waltete, uns belastet, begrenzt und sogar ausgebremst hat.

All diese Ängste hausten schon immer in unserem Unterbewusstsein. Es sind dies die Erfahrungen unserer Vorfahren, die wir ererbt haben und die nun durch die äußeren Ereignisse hervorgerufen werden. Was braucht es da? 

Wir können uns diesen Ängsten stellen, sie annehmen als das, was sie sind: Gefühle, die es endlich zu verdauen gilt. Damit befreien wir uns von diesen tiefsitzenden Belastungen und setzen vormals gebundene Lebensenergie frei. Wir fühlen uns erleichtert, befreit und energievoller. Wenn wir jedoch nicht aufpassen und diese unangenehmen Gefühle wieder ignorieren oder gar verdrängen, dann verpassen wir die Chance auf unsere Neugeburt und bleiben in den alten konfliktbeladenen Zuständen hängen, die mit der Zeit immer schwerer zu ertragen sind.

Leistungsbewusstsein – ein Antreiber, der den Seelenfrieden stört

Als Kriegskinder, -enkel- und Kriegsurenkel steckt uns der Drill des  Leistungsbewusstsein unserer Vorfahren immer noch stark in den Knochen. Auch ich habe lange diesem inneren Antreiber gedient. Obwohl er mir teilweise schon bewusst war und ich mich in vielen Bereichen meines Lebens meinem Herzen und meiner Seele verpflichtet fühlte, verfiel ich doch von Zeit zu Zeit wieder in die alten Denkgewohnheiten des „zuerst muss ich noch, dann sollte ich und dann erst darf ich … “. 

Getragen vom Erfolg meines Buches SCHAMANISCHE AHNENARBEIT fand auf leisen Sohlen in den letzten zwei Jahren eine Übernahme statt. Der innere Antreiber breitete sich in meiner Innenwelt stark aus und gab mir täglich vor, was ich zu leisten hatte, um dem Buch erfolgreich in die Öffentlichkeit zu verhelfen. Ich strengte mich an, arbeitete hart und mein Ego fühlte sich dabei großartig. Dass ich dabei meiner Seele Raum nahm und ihre Bedürfnisse zurückdrängte, wurde mir schmerzlich bewusst.

 

Als mich das Leben auf „AUS“ stellte

Es geschah 2022 während meines Urlaubs auf Lanzarote beim Joggen. Ich stürzte und prallte mit meiner rechte Hüfte auf einen Basaltstein. Der Oberschenkelknochen berstete die Hüftschale und brach aus. All das konnte ich in dem Moment sehr klar wahrnehmen. Unfähig mich zu bewegen, lag ich da. Nichts ging mehr. Intuitiv wusste ich, dass dies eine Korrektur war. Etwas Größeres als meine Persönlichkeit hatte das Steuer übernommen. Da ich solche „Eingriffe“ schon mehrmals in meinem Leben erlebt hatte, wusste ich, dass es zu folgen galt. Ich akzeptierte, dass es so war und ergab mich diesem „Schicksalsschlag“, der dazu diente, mich wieder in die Balance zu bringen. Vier Wochen lang lag ich in einem Krankenhaus auf Lanzarote in Rückenlage mit einem Streckverband und konnte nichts tun. Meine innere Stimme sagte mir mehrmals, dass ich keine Operation bräuchte und so entschied ich mich für einen alternativen Weg der Heilung. Der Großteil der Ärzteschaft war anderer Meinung und hielt eine Operation für unumgänglich, doch ich konnte mich behaupten und setzte mich durch.

Der Seele wieder mehr Raum schenken – Heilung ermöglichen

In diesen vier Wochen hatte ich eine intensive Verbindung zu meiner Innenwelt. Das war natürlich auch leicht, da ich keinerlei Ablenkung hatte, nichts tun, nichts leisten konnte. Ich spürte, wie meine Seele wieder mehr Raum einnahm und ja, ich erfuhr einen tiefen inneren Zustand von Seelenfrieden, ja sogar eine Seelenbehaglichkeit. Fühlend kommunizierte ich mit der geistigen Welt. Ich konnte wahrnehmen wie sehr geliebt ich war und erkannte wie wohl es mir ging, als meine Seele wieder präsent war und mich mit ihrem Licht und ihrer Liebe umfing.

Meine Heilung verlief erstaunlich gut und ich erlebte, dass Heilung aus sich selbst, aus dem Leben heraus geschieht, sobald wir den Widerstand gegen das, was passiert ist, aufgeben. Schließlich ist es schon da. Was hilft da der Widerstand, außer, dass die Heilung erschwert oder gar verhindert wird.

Seelenfrieden entsteht, wenn die Seele wieder Raum in uns einnehmen darf. Wenn sie wieder als ein essentieller Teil wahrgenommen wird, der Bedürfnisse hat. Diese Bedürfnisse unserer Seele zu erfüllen, sie zu nähren und ihren Entwicklungszielen nachzuspüren und im Bestfall uns dazu zu bekennen, das ist es, was den Seelenfrieden ermöglicht und fördert. 

Die Bedürfnisse der Seele wahrnehmen und erfüllen

Der Seelenfrieden zeigt sich in einem ruhigen, gelassenen Geisteszustand, der nicht ständig Ängsten unterworfen ist, wenn sich Druck aufbaut. Eine Ausgeglichenheit zwischen den Polen von Ruhe und Aktivität, Sein und Werden, Geben und Nehmen fördern den Frieden in der Seele.

An dieser Stelle möchte ich eine wichtige Differenzierung zwischen Seele und Psyche machen, da diese beiden Begriffe oftmals in einen Topf geworfen werden. Die Psyche ist nicht die Seele. Vielmehr ist sie ein unsichtbares Verdauungsorgan zwischen unserer Seele und dem Körper. Wenn wir Erlebnisse psychisch nicht verdauen dann ist unsere Psyche belastet und dies wirkt sich auf die Ebenen Körper, Geist und Seele aus. Daher ist Psychohygiene von größtem Nutzen. So wie unser Körper die Hygiene braucht, braucht es auch unsere Psyche und sogar der Geist. Die einzige Instanz, die weder Heilung noch Hygiene braucht ist unsere Seele. Denn unsere Seele ist nicht verletzbar und muss auch nicht geheilt werden. Eine belastete Psyche hingegen schon. Sie steht dem Seelenfrieden entgegen.

Der Seelenfrieden begleitet den Weg der Meisterschaft

Damit wir Seelenfrieden erfahren gilt es die Bedürfnisse unserer Seele zu erkennen, zu achten und zu erfüllen. Unsere Seele will 

  • sich entwickeln 
  • wahrgenommen werden
  • Raum im Bewusstsein der Persönlichkeit einnehmen
  • Ihre Entwicklungsziele erreichen, Potenziale entfalten und Lernaufgaben erfüllen
  • ihr Wissen, ihre Weisheit und ihren Erfahrungsschatz teilen
  • ihr Licht auf die Erde bringen und durch die Persönlichkeit hindurch strahlen
  • Intensität in den Erfahrungen, nicht Intensität in den äußeren Aktivitäten und räumlichen Bewegungen des Persönlichkeit

Die Seele will frei sein und das höhere Selbst realisieren, das ihr Schöpfer und zugleich übergeordneter Führungsaspekt ist. So werden bei der Weiterentwicklung unserer Seele alle Selbstthemen wichtiger. Dazu gehören Selbstgewahrsein, Selbsterkenntnis, Selbstempfindung, Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, Selbstvertrauen, Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit, Selbstliebe und die Selbsthingabe.

Im zweiten Teil dieses Artikel erfährst du die

5 wichtigen Voraussetzungen für den Seelenfrieden

Du kannst ihn hier spätestens ab dem 15.01.2023 lesen. 

 

‼️Empfehlung

7-teiliger Video-Kurs mit Support

INS REINE KOMMEN MIT DIR SELBST

Für weitere Infos klicke hier

P.S: Dieser Kurs ist sehr wirkungsvoll, wenn es darum geht in sich selbst mehr Frieden und Gelassenheit zu finden.

Eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert