Dort, wo sich die alte Haut zu lösen beginnt
und das Neue noch keine Sprache kennt,
liegt ein Raum zwischen den Welten.
Ein Fließen, ein Reißen,
ein stilles Auseinanderbrechen –
nicht als Zerstörung,
sondern als Notwendigkeit.
Goldene Linien wie Lebensadern,
Verwundung und Licht zugleich.
Ein Riss – vertikal, kraftvoll –
wie eine Geburtslinie zwischen zwei Seinszuständen.
Hier wird nichts erklärt.
Aber alles erinnert.
Im Kern des Übergangs
lebt die Wahrheit,
die nur sichtbar wird,
wenn wir still genug geworden sind,
um ihr zu lauschen.
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Bildbeschreibung:
Maße: 100 x 70 cm, Leinwand auf 2 cm Keilrahmen, Schicht- und Spachteltechniken, natürlichen Materialien wie Haftgrundgips, Sumpfkalk, Marmormehl und reinen Pigmenten
Das Bild strahlt eine immense Energie, aber auch eine tiefe Innenschau aus. Es veranschaulicht den Prozess des Inneren Wandels, das Kreisen von Gedanken und Gefühlen, die Entfaltung des Selbst als eine kosmische Bewegung.
Die Mischung aus dunklen und hellen Bereichen, sowie die warmen und kühlen Farben, deuten auf das Zusammenspiel von Licht und Schatten, Herausforderung und Erkenntnis hin. Der Wirbel ist auch als Schutz, Öffnung oder als Übergang zu verstehen. Es ist ein Werk, das die Betrachter einlädt, in die eigene innere Welt einzutauchen und die Zyklen des Lebens zu erkennen. Ein sehr vielschichtiges und aussagekräftiges Werk!