Oftmals gelangen wir in unserem Leben an eine Weggabelung. Hier gilt es sich für einen der Wege, die sich uns zeigen, zu entscheiden. Doch welchen Weg nehmen? Treffen wir diese Entscheidung überwiegend aus dem Kopf, dem Verstand heraus, dann wägen wir ab und unterscheiden zwischen den verschiedenen Möglichkeiten, die uns unser Verstand anbietet. Immer jedoch entstammen diese Angebote aus einem Sortiment, das bereits bekannt ist. So werden neue Entscheidungen immer auf der Basis des bereits bekannten getroffen. Das Ausmaß der Veränderung bleibt somit weitestgehend unter der Kontrolle des kleinen Ichs.

Befragen wir in solchen Entscheidungsmomenten jedoch auch unser Herz, kann es sein, dass wir Eingebungen und Inspiration erhalten, die uns aus der vertrauten Komfortzone herausfordern und gänzlich neue Lebenserfahrungen und somit Wachstum und Entfaltung ermöglichen.

 

Wenn die Lebendigkeit zurück kehrt

Nicht immer ist der Weg hell ausgeleuchtet, wenn wir uns auf neuen Pfaden befinden. Vielmehr sind all unsere Sinne gefordert. Es gilt anfangs, im schwachen Licht des Neuen, einen Fuß vor den anderen zu setzen im neuen, unbekannten Terrain. Im beherzten Voranzuschreiten im Augenblick, Atemzug für Atemzug, kehrt eine Lebendigkeit zurück, die lange, lange Zeit vom Grau des alltäglichen Trotts überschattet war.

In dieser Lebendigkeit sind wir wach, voller Energie. Das pure Leben fließt jetzt wieder durch uns. Ähnlich wie in der Kindheit, ruft jetzt ein Sonnenstrahl auf der Nase ein Entzücken hervor. Der Unterschied zum damaligen Kind sein ist der Horizont, den wir als Kind noch nicht erfassen konnten. Das jetzige Augenblick ist weiter, umfassender und dennoch voller Kraft und Schönheit.

Wenn wir es wagen auf neuen Pfaden zu wandeln mit einer Sehnsucht und Ahnung im Herzen, ohne dass wir das Ziel bereits klar vor uns sehen, erfüllt das Leben uns wieder mit all seiner Kraft und Lebendigkeit. Vorausgesetzt wir vertrauen uns dem an, was uns atmen und unser Herz schlagen lässt.

Das Leben will nicht engen uns, es will uns heben, weiten. Damit wir der lähmenden Gewohnheit entkommen, in der wir zu erschlaffen drohen, gilt es immer wieder aufzubrechen zu neuen Ufern, zu neuen Horizonten unseres Selbst.

Wohlan denn Herz nimm Abschied von deiner Komm-fort-Zone, folge deiner tiefsten Sehnsucht und komm hin in dein größeres, umfassenderes ICH.

 

Lesen Sie hierzu auch “Das Leben vor der Geburt”.

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  1. […] Lesen Sie hierzu auch „Der tiefsten Sehnsucht folgen“ […]

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