Sich neu erfinden

5 hilfreiche Schritte für eine freiere, leichtere und freudvollere  zweite Lebenshälfte

 

“Ich bin nicht das, was mir passiert ist.
Ich bin das, was ich entscheide zu werden.”
~ C.G. Jung

 

Wir alle wollen wissen wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen. Und egal, was wir in unserem Leben bereits erreicht haben, wenn diese Klarheit fehlt, gibt es in uns eine gewissen Leere, ein Gefühl der Wurzellosigkeit und … der Unerfülltheit. 

Vor allem in der Lebensmitte stehen wir an einer Weggabelung und wir spüren, dass sich etwas in uns verändert. Eine gewisse Unzufriedenheit wird immer deutlicher spürbar. Das was einst wichtig war und Erfüllung schenkte, verliert an Glanz und Bedeutung.

Fragen tauchen auf, wie: War das jetzt alles? Was ist da noch in mir, das gelebt werden will? Was fang ich mit dem Rest meines Lebens an? Die Antworten darauf brauchen Zeit und sie setzen voraus, dass wir unseren Lebensrucksack erleichtern und all das auspacken, was uns belastet, was wir nicht mehr sind und was uns nicht mehr dient. Es ist Zeit sich neu zu erfinden.

 

Unsere Identität besteht aus unseren Wesenskern und unserer Persönlichkeit, die diesen verschleiert. Wir wurde konditioniert durch Erziehung und Bildung in einem patriarchalen Gesellschaftssystem. Bei unserer Entwicklung haben auch das Erbe unserer Ahnen, ihre positiven wie auch schmerzlichen Erfahrungen,  sowie unsere eigenen mitgewirkt.

Ohne es zu ahnen, sitzt uns das Erbe unserer Ahnen weitaus mehr in den Knochen, als uns das bislang bewusst war. Und so kann es sein, dass 

  • du dich oft als Opfer gefühlt hast, ohne so richtig zu wissen warum 
  • du an dir oft gezweifelt und dich selbst verurteilt hast, weil du den schwachen Selbstwert, der in deiner Sippe herrschte, übernommen hast
  • dir der wirkliche Erfolg im Leben bislang verwehrt blieb, weil die Versagens- und Verlusterfahrungen deiner Vorfahren in dir wirken und dich an unsichtbaren Banden innerlich zurückhalten

 

Frei werden von den Lasten der Vorfahren und der Vergangenheit 

Die freie Journalistin Sabine Bode schreibt in ihrem lesenswerten Buch „Kriegsenkel – die Erben der vergessenen Generation“. Als Friedenskinder sind sie in Zeiten des Wohlstands aufgewachsen. Es hat ihnen an nichts gefehlt, oder doch? Die Generation der zwischen 1960 und 1975 geborenen hat mehr Fragen als Antworten. Warum wissen so viele nicht wer sie sind und was sie wirklich wollen? Woher kommt diese difuse Angst vor der Zukunft?“

Tatsächlich berichten viele der heute 40- bis 50-Jähringen von einem Gefühl der inneren Leere, von Abkapselung, von Heimatlosigkeit, von Beziehungsproblemen und der Unfähigkeit sich von ihren Eltern abzunabeln. Dabei wissen sie nicht, dass sie das Erbe der letzten beiden Kriegsgenerationen mit im Gepäck haben.  

Doch jetzt, in dieser Zeit des großen Umbruchs, wo sich das unterste nach oben dreht, ist es möglich, uns von den vererbten Belastungen unserer Vorfahren zu befreien und damit auch unsere wahre Identität, den Kern unseres Wesens, frei zu legen und … zu leben.

 

Nachfolgend findest du die 5 wichtigen Schritte:

  1. Finde heraus, ob du vererbte Lasten deiner Vorfahren trägst

    Finde heraus, ob du vererbte Lasten aus deiner Herkunft trägst. Setze dich dazu in einem ruhigen Moment hin und spüre nach innen. Frage dich, welche Verbindung du zu deiner Herkunft hast? Lass diese Frage in dir nachwirken und nimm einfach wahr, was du dabei empfindest, was du spürst und wie du dich dabei fühlst. Fühlst du dich schwer? Spürst du Verspannungen in deinem Körper, oder eine Schwere, die vorher nicht wahrnehmbar war? Wenn dem so ist, kannst du davon ausgehen, dass du solche vererbte Lasten deiner Ahnen im Gepäck hast. Je nach Grad der    Belastung suche dir professionelle Hilfe für die Befreiung von dieser Last. Denn solange du dich davon nicht befreit hast, wird dein Lebensrucksack nicht leichter und … du kannst dein volles Potenzial nicht entfalten.

  2. Hinterfrage deine Einstellungen und Glaubenssätze 

    Sie haben sich aus deinen Erfahrungen gebildet und zumeist ist dies bereits in jungen Jahren unbewusst geschehen. So kann es sein, dass du denkst, dass es für dich besser ist, dich nicht zu zeigen und den Mund zu halten, weil du ausgelacht oder abgelehnt werden könntest. Frage dich in dem Fall: Wann ist dieser Glaubenssatz entstanden? Welcher Teil in mir glaubt das? Ist das wahr? Kann ich da 100%ig sicher sein?
    Du wirst, wenn du ehrlich zu dir bist, herausfinden, dass dieser Teil das Kind in dir ist, das irgendwann einmal diese Erfahrung gemacht hat – vielleicht in der Schule. Und immer noch richtest du dich als Erwachsene nach diesem Muster, obwohl du dich mittlerweile sicherlich nicht mehr so hilflos fühlst, wie damals. Sobald du das erkannt und diese Gefühle aus deiner Kindheit in dir angenommen hast, bist du frei und kannst anders entscheiden und handeln. Dadurch erweitern sich deine Lebenskreise, du machst neue Erfahrungen und du entwickelst dich weiter.

     

  3. Hör auf, dir immer die gleichen Geschichten über dich zu erzählen!   

    Ja, es mag sein, dass dir Unrecht getan worden ist, dass du verletzt, ausgelacht oder sogar betrogen wurdest. Indem du dir innerlich immer wieder die gleichen Geschichten aus deiner Vergangenheit über dich erzählst, schreibst du die Vergangenheit in die Zukunft fort.                                                                           Lass deine Vergangenheit los! Im besten Fall hast du aus den schwierigen, schmerzhaften Erfahrungen gelernt und wertvolle Erkenntnisse erlangt, die dich letztendlich wachsen haben lassen. Indem du allen Menschen, die dir irgendwann einmal Unrecht getan und dich vielleicht sogar verletzt haben, verzeihst – allen voran dir selbst, wirst du frei für das, was das Leben noch für dich bereit hält. Verzeih vor allem auch dir selbst und schreibe anschließend eine neue Geschichte über dich. Schreib sie so, wie du wirklich leben und sein willst und erzähle dir diese Geschichte fortan. Du wirst staunen, wie wunder-voll sich dein Leben wandelt.

  4. Geh mit dem Fluss des Lebens! 

    Was heißt das? Nun, oftmals spielt das Leben nicht so, wie wir es gerne hätten. Dann sind wir gegen das, was sich gerade zeigt. Wir sind im Widerstand. Es entsteht Reibung und machmal gibt es auch Konflikte, die uns viel Lebenskraft kosten und in unserem Körper große Verspannungen erzeugen. Unsere Gedanken drehen sich im Kreis, wir sind müde, erschöpft und fühlen uns unglücklich. Doch das muss nicht sein. Lediglich unsere Bewertung der Situation und wie wir damit umgehen, erzeugt unser Leid, unser Unglücklich sein.
    Stattdessen können wir die Situation, wie sie sich zeigt, erst einmal so annehmen. Das heißt ja nicht, dass sie so bleiben muss. Doch was nützt es im Widerstand mit einer Situation zu sein, die schon da ist, dabei Energie zu verlieren und in eine Opferrolle zu fallen? Viel besser ist es in solch einem Moment zu sagen: „Ich weiß gerade nicht, was das bedeutet. Aber vielleicht zeigt sich der Sinn dahinter zu einem späteren Zeitpunkt.“ Auf diese Weise bleibst du in deiner Kraft und kannst dich dem zuwenden, was gerade gut läuft in deinem Leben und dir Freude bereitet.

  5. Pflanze ein Friedensgewächs!    

    Ja, das hört sich gut an, oder? Du willst natürlich wissen wie das geht und woher du solch eine Pflanze bekommst? Nun das ist ganz einfach. Nimm dir täglich Zeit für eine Begegnung mit dir selbst in deiner Innenwelt. Schalte dabei vom Modus Denken in den Modus SPÜREN, EMPFINDEN, FÜHLEN UND WAHRNEHMEN. Dabei tritt dein Verstand automatisch mehr in den Hintergrund. Natürlich braucht es regelmäßiges Üben, oder besser gesagt eine regelmäßige Hingabe an deine Innenwelt, an dein Selbst. Es ist wie mit dem Erlernen eines Instruments. Dabei geht es um das kostbarste Instrument, das es gibt: dich selbst. Anfangs reicht es, wenn du 10-15 Minuten darauf verwendest. Später wird es dir von innen heraus ein Bedürfnis sein, den Zeitraum zu vergrößern, weil du spürst, wie nährend und stärkend diese Hingabe an dich selbst ist.

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Wenn wir das Wesen in uns hervorzurufen wollen, dürfen wir den Ballast und die Masken, die sich unsere Persönlichkeit im Laufe des Lebens zugelegt hat, fallenlassen.  Das enge Korsett der Selbstbegrenzung, das wir uns in langen Jahren erschaffen haben, darf jetzt geöffnet werden. Darunter zeigt sich der nackte Wesenskern in seiner verletzlichen und zugleich strahlenden Essenz.

Die innere Freiheit ist jene Freiheit, die uns niemand nehmen kann. Doch es braucht Reifezeit, bis uns das bewusst wird. Zuvor irren wir umher, suchen in den Dingen, die glänzen, unsere Erfüllung und finden sie  immer nur kurz. Die Freude über den Besitz vergeht, sobald er Teil unseres Alltags geworden ist. Die Quelle der Wünsche in uns sprudelt und wir jagen ein Leben lang danach, unsere Wünsche zu erfüllen, ohne uns viele Gedanken zu machen, was uns tief in unserem Inneren dazu antreibt. Doch irgendwann bringt uns das Leben an einen Punkt, wo wir unsere Unfreiheit sehr deutlich spüren und dann beginnen wir uns zu fragen: Was erfüllt mich wirklich? Was ist wirklich wesentlich?  Wie werde ich frei von all diesen unzähligen Wünschen? Und wie erlange ich innere Freiheit?“

Innere Freiheit und was hinter den Dingen wirklich liegt

Hinter jedem Wunsch liegt  ein Wert, eine Qualität, ein Seinszustand, die wir damit verbinden. Der Wunsch ist die Brücke oder auch die Krücke, um diesen Zustand zu erlangen, die Qualität dieses Seins zu erfahren.

Nehmen wir als Beispiel ein schickes Auto. Viele verbinden damit die Freiheit sich zumindest auf der Erde überall hinbewegen zu können und das noch dazu in größerem Tempo. Das ist letztendlich die Bestimmung des Autos. Dafür wurde es gebaut. Seine äußere Form, seine Ausstattung, sowie die Motorstärke spiegeln Attribute oder auch Wünsche des Besitzers. Das schnelle Caprio beispielsweise ermöglicht eine gewisse Freiheit, die der Fahrer sonst in seinem Alltag vermisst. Dass diese vermisste Freiheit im Fahrer selbst liegt, das ist im nicht bewusst. So versucht er über die Erfüllung des Wunsches sich frei zu fühlen, zumindest für eine Weile.

Innere Freiheit und innerer Frieden gehen Hand in Hand

Doch nicht jeder hat die finanziellen Mittel, um seine Wünsche nach Freiheit in der Form zu erfüllen und das ist auch gar nicht erforderlich. Denn, um Freiheit zu erfahren, die anhält und währt, braucht es kein dickes Portemonnaie. Wir alle tragen die erforderlichen Mittel in uns, um diese Freiheit zu erwirken. Um in einen anhaltenden Zustand der inneren Freiheit und des inneren Friedens zu gelangen, gibt s einen direkten Weg. Vorausgesetzt, es gelingt loszulassen von den Ansprüchen, die letztendlich durch die Konsumgesellschaft erst geweckt wurden und davon, sich mit anderen ständig zu vergleichen.

Wenn du fähig bist die Begrenztheit deiner Mittel, seien sie materieller oder auch finanzieller Art, als Chance zu sehen, wirst du darin Freiheit, Freude und Frieden finden. Du wirst dir bewusst, dass du dir weniger Gedanken um die Sicherung deines Geldes und Besitzes machen muss, als diejenigen, deren Verstand ständig darum kreist und darin gefangen ist. Du wirst dir auch bewusst, dass du in dieser Freiheit mehr Zeit für das Wesentliche hat, für das, was deinem Herzen und deiner Seele wahrlich wichtig ist. Seien dies die Menschen, die du liebst, Kinder, Partner, Freunde, oder auch Tiere, die Natur und Hobbys, durch die sich deine Seele ausdrücken kann.

Du wirst im Kontakt mit dem Wesentlichen dein eigenes Wesen immer deutlicher fühlen und dich an der Lebendigkeit des Augenblick und an dir selbst erfreuen. Vorausgesetzt es gelingt dir, das Erbe des sich Sorgens um die Zukunft abzulegen und davon Abstand zu nehmen. Stattdessen wirst du dir der Fülle des Lebens bewusster, die dich ständig umgibt, an der du Teil hast und zugleich ein Teil davon bist. Du wirst dich vom Leben überraschen lassen und dich freuen an dem, was dir das Leben tagtäglich bringt und schenkt – in guten, wie in herausfordernden Zeiten. Dienen letztere doch dem Wachstum und der Weiterentwicklung, statt wie viele befürchten als Strafe einer höheren Macht.

Ich bin genug – ich habe genug

Das Gefühl genug zu sein und genug zu haben schenkt eine nie gekannte Freiheit. Ein Gefühl der Weite lässt uns horizontal ausrichten in die Freude und Fülle des Lebens.  Das Gefühl richtig zu sein und alles zur richtigen Zeit an seinem richtigen Platz zu wissen, richtet uns vertikal aus. Dabei erfahren wir unsere Anbindung an Himmel und Erde, die einher geht mit einem Urvertrauen und einem tiefen Frieden. Auf diese Weise erfahren wir unser wahres Wesen und Sein.

In jedem Augenblick haben wir die Wahl uns hierfür zu entscheiden: „Ich bin genug, ich habe genug. Ich bin richtig, so wie ich bin. Ich vertraue und bin mir gewiss, dass alles zur rechten Zeit am rechten Ort für mich bereit steht.“

Mag sein, dass diese Zustände anfangs nur in gewissen, entspannten Momenten erfahrbar sind und dann wieder vergehen. Doch wer einmal gekostet hat vom Nektar des inneren Friedens und der inneren Freiheit, der kennt seine tiefste Sehnsucht und die wird ihn nie mehr loslassen, sondern nach Hause, ganz zu sich selbst führen.

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Die ersten 7 wichtigsten Schritte in die innere Freiheit

Der Kurs dauert insgesamt 21 Tage. Du erhältst im Abstand von 3 Tagen jeweils den nächsten Schritt.
Du hast so ausreichend Zeit die Fragen zu beantworten und auch die Übungen zu machen.
Auf diese Weise holst du das meiste aus diesem Kurs für dich heraus und machst wichtige Schritte in deine innere Freiheit.
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Dann braucht es schon mehr an Engagement und Hinwendung. Gerne unterstütze ich dich dabei.
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Ich freue mich auf unser Gespräch.

In Freiheit im Herzen verbunden

Bianka Maria Seidl

STILLE, die ich bin

 
Wenn du die Stille erfahren willst, dann muss der äußere Lärm nicht aufhören. Vielmehr gilt es deinen inneren Lärm abzustellen, dieses laute plappernde Ich, das dir vorgibt, was du tun solltest, was du unbedingt noch tun musst und von dem du dich abhalten lässt ganz bei dir selbst, in der Stille zu sein.
 
Ständig fordert dich ein technisches Gerät auf, etwas zu tun und du reagierst darauf. In dem Moment bist du bereits wieder weg von dir selbst. Sklave der vielen äußeren Aufforderungen. Und so verzettelst du deinen Geist, deine Energie, lässt deine Seele unbeachtet und fühlst dich irgendwann völlig erschöpft und leer.
 
Halte inne! Nimm dir Zeit und Raum und geh nach innen. Nimm deinen Körper wahr, nimm die Gefühle wahr und sei mit dem was ist, ohne etwas zu tun – einfach geschehen lassen.
 
Lass dich sinken in dein eigenes Sein und folge dem Sog. Je tiefer du eintauchst und dabei die Gefühle, die da sind vollständig erfühlst und durchlebst, ohne sie auszuagieren, desto tiefer fällst du in den Urgrund des Seins.
 
Hier erfährst du dich in tiefen Seinszuständen als grenzenlose, lebendige FREUDE, als grenzenlose FREIHEIT, als erfüllende LIEBE und auch als tiefen FRIEDEN. Und zuletzt öffnet sich in dir die Unendlichkeit, als die große Leere und ewige Stille.
 
Wenn du wieder auftauchst, bist du wie neu geboren. Der weite innere Raum bleibt, wenn du dich tagsüber immer wieder erinnerst und in kurzen Pausen anhältst und statt fortwährend zu TUN dich einfach im GESCHEHEN LASSEN übst.
 
Aus dem tiefen Seelengrund – Bianka Maria Seidl
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4 wichtige Voraussetzungen, um sich STILLE als neuen Luxus leisten zu können

 

 „Es gibt eine Vollkommenheit, tief inmitten allem Unzulänglichen.
Es gibt eine Stille, tief inmitten aller Rastlosigkeit.
Es gibt ein Ziel, tief inmitten aller weltlichen Sorgen.
Das bist Du.“ 

Buddha 

 

Die äußere Welt ist laut und grell. Sie schläft nicht mehr, hat ihren natürlichen Rhythmus verloren. Die Kabel und Satelliten rund um die Welt arbeiten und liefern Daten und Informationen. Unablässig prasseln Bilder, Texte, Töne und Filme in die Gehirne der Menschen. Doch diese haben sich nicht so schnell entwickelt wie die Technik. Daher reagieren viele darauf mit Erschöpfung, sind gestresst, fahrig und unkonzentriert, schlafen schlecht bis gar nicht und nicht selten endet es in Krankheit.

Auf der Jagd nach Erfolg, Glück und Erfüllung hetzen viele Menschen von Termin zu Termin. Sie setzen sich selbst ständig unter Druck, müssen dies und das noch schaffen und verlieren dabei das Wesentliche und vor allem sich selbst aus den Augen. 

 

Verordnet ihnen das Leben dann einmal kleinere Ruhepausen in Form von Wartezeiten, können sie damit schlecht umgehen. Sie ärgern sich, regen sich darüber auf und strapazieren auf diese Weise noch mehr ihr bereits überdrehtes System. Wer sich auf der Überholspur des Lebens befindet, dem droht in dieser schnelllebigen Zeit ein Kollaps. Dann ist der Akku leer, der Mensch ausgebrannt und das seelische Feuer braucht lange, bis es wieder zurückkehrt und dem Menschen wieder Antrieb und Stärke verleiht. 

In der Stille einfach Sein – der Gegenpol zum Werden

Ein einfaches Mittel, um solch einem Ausbrennen vorzubeugen, ist die Stille. Mit dieser Stille meine ich nicht die Abwesenheit von Lärm im Außen. Vielmehr meine ich damit den stillen Raum in mir, der immer spürbar und präsent ist, auch dann, wenn ich mitten auf einem Bazar stehe, umgeben von vielen Menschen und lautem Getriebe. 

Dieser stille Raum in mir befindet sich hinter den Gedanken, hinter dem Lärm der 10.000 Affen im Kopf. Sobald ich mein Gewahrsein auf diesen Raum richte, bin ich ganz wach und präsent. Ich bin im Sein. 

Das Sein ist der Gegenpol zum Werden. Beide Pole ergänzen sich. So wie es keinen Tag ohne eine Nacht gibt, so gibt es kein Werden ohne ein Sein. Das Werden gebiert sich aus dem Sein heraus. Das Sein ist somit die Quelle des Werdens. 

Was heißt das jetzt für unser alltägliches Leben? Nun, wenn wir so leben, wie es unser derzeitiges Wirtschaftssystem vorgibt, dann soll es immer nur ein Werden, ein Wachstum geben. Angetrieben von der Technik stehen die Maschinen nicht mehr still. Ständig wird produziert. Dabei wird versucht die Nacht zum Tag zu machen, während sich der Mensch immer weiter von den natürlichen Rhythmen der Schöpfung entfernt. Das ständige Werden, das seinen Gegenpol vernachlässigt, lässt eine Gesellschaft, die innerhalb solcher Strukturen lebt, in eine ungesunde Einseitigkeit schlittern. Die Auswirkungen auf Mensch und Natur sind mittlerweile überall offensichtlich und spürbar. Krankheiten wie Burnout und Depressionen sowie die Verschmutzung der Umwelt und die klimatischen Veränderungen sind enorm und zeugen alle von der schädlichen Einseitigkeit des weltweiten Wirtschaftssystems und der daraus entstehenden ungesunden Lebensweisen.

 

Was braucht es, um in eine neue Balance zu finden
– individuell und auch kollektiv?

Nun, ein Kollektiv besteht aus lauter Individuen und somit liegt die Lösung auf der Hand. Es geht darum, dass jedes Individuum, jeder Einzelne bei sich beginnt und in eine neue Balance findet. Bezogen auf das Gegensatzpaar Sein und Werden braucht es daher mehr von dem Pol, der bislang zu kurz kam – das Sein. 

Die Gegenbewegung ist auch bereits in vollem Gange. Achtsamkeit, Yoga, Meditation und viele andere Methoden, die dazu dienen den Menschen in eine größere Ruhe und Entspannung zu bringen, helfen wieder vermehrt ins Sein zu gelangen. Das Problem derzeit ist noch, dass die etablierten Systeme patriarchaler Natur sind und somit dem Bestreben in eine neue Balance zu finden, entgegen wirken. 

Daher gilt es diese neuen Ansätze auch in Bildung, Wirtschaft und in die Politik zu bringen. Es gilt die weiblichen Werte endlich wieder vermehrt in die Gesellschaft einzubringen, sie zu leben und damit Einfluss zu nehmen, so dass sich die alten Strukturen allmählich wandeln. Doch wie können wir diese weiblichen Werte und Qualitäten bewusster leben? 

Hier nun die 4 wichtigsten Voraussetzungen, um sich den neuen Luxus STILLE leisten zu können

1. Entstressen, runterkommen und entspannen

2. In Verbindung mit sich selbst kommen

3. Urvertrauen zurück gewinnen – in eine größere Gelassenheit finden

4. Bewusst in Verbindung mit dem größeren Ganzen treten – Verbundenheit fühlen

Was gilt es also zu tun? 

 

1. Innehalten, lauschen, atmen

Stille finden wir, wo immer wir uns gerade aufhalten. Es gilt sie wahrzunehmen. Dazu gilt es innehalten und zu lauschen. Lauschen auf die Geräusche der Umgebung im Außen. Anfangs ist es förderlich die Lärmmacher wie Radio, Fernsehen und was uns sonst noch „unterhält“ einfach abzustellen. Dann gilt es sich der einsetzenden Stille anzuvertrauen. Doch genau das scheuen viele Menschen. Das Nichts der Stille umgibt sie und dafür werden jetzt die Stimmen im Kopf lauter. Sie drängen sich auf, wenn der Lärm im Außen verstummt. 

Diesen inneren Lärm in uns gilt es jetzt die Aufmerksamkeit zu schenken. Ein Mittel, das uns hier unterstützt ist der Atem. Je bewusster wir den Fokus auf unseren Atem und somit auf unser Ein- und Ausatmen lenken, desto mehr beruhigt sich das Geplapper in uns. Wir kommen zu uns. Plötzlich spüren wir uns wieder. Wir kommen uns wieder näher und in diesem sich selbst näher sein, sind wir auch dem Leben wieder näher. 

In der Verbindung mit uns selbst können uns die nähren Kräfte des Lebens wieder zufließen und unsere Akkus laden. Lebensenergie ist ein kostbares Gut. Ohne sie werden wir nicht „unterhalten“ und genährt. Lebensenergie ist auch Schaffenskraft. Als solche können wir sie nur nutzen, wenn wir die Gesetze des Lebens respektieren und auch entsprechend leben. So gehört zur Kreation die Rekreation, zur Aktivität auch die Passivität. Diese Gegenpole ergänzen und bedingen sich, wie das Werden und das Sein.

Ohne das eine kann es das andere nicht geben. Wer jedoch immer auf Kosten des anderen Pols lebt, erzeugt ein Ungleichgewicht, das im schlimmsten Fall immer in eine Krankheit führt. 

Wir können daher viel tun, um in einer gesunden Balance zu leben und damit unsere Lebenskraft auf einem hohen Niveau zu halten. Angefangen von gesunder Ernährung, über ausreichend Bewegung an der frischen Luft, bis hin zu ausreichenden Schlaf- und Ruhezeiten, in denen sich unser System entspannt und wieder kostbare Lebenskraft schöpft. Und auch Zeiten der Stille und der Selbstbegegnung sorgen dafür, dass unser Körper, unser Geist und unsere Seele wieder in Einklang kommen. 

  

2. In Verbindung mit sich selbst kommen

Wie oben schon angesprochen, gelangen wir in der Stille leichter in die Verbindung mit uns selbst, in eine Selbstnähe. Wenn ich hier von einem Selbst spreche, so meine ich damit nicht die Persönlichkeit, sondern ich meine damit das spirituelle Selbst, das immerwährend präsent ist und als stiller, unendlicher Raum hinter dem inneren Lärm wahrgenommen werden kann. Es braucht ein wenig Übung, um sich dieses Selbst als Raum gewahr zu werden. Denn anfangs macht sich all das bemerkbar, was wir bislang weggesteckt und unter den Teppich gekehrt haben.

In der Stille taucht es dann wieder auf. Denn die Weisheit des Lebens sorgt immer wieder für Möglichkeiten das Ausgegrenzte ins Bewusstsein zu bringen, damit es integriert werden kann und damit Heilung und genau genommen Ganzwerdung erwirkt wird. 

In der Stille gelingt es besser dem Unerhörten zu lauschen, das Verdrängte zu erkennen und es im nächsten Schritt anzunehmen. Schließlich ist es ein Teil von uns, der uns ganzer macht, wenn wir ihn liebevoll annehmen und integrieren. 

Licht und Schatten gehören zum Menschsein, wie Tag und Nacht zur Erde und daher tun wir gut daran unsere Herzen für beide Pole zu öffnen. Unser Herz bietet dafür auch zwei Kammern an. In unseren Herzen ist Platz für beides und die Gunst der Gnade ermöglicht es, dass sich irgendwann die Wand zwischen den Kammern auseinander schiebt und ein großer Ballsaal entsteht, indem sich Licht und Schatten die Hände zum Tanz reichen. Welch ein Fest, welch eine Wonne. Dann werden wir das Feuer neu entdecken.

3. In ein Urvertrauen und somit in eine größere Gelassenheit finden

Je öfter wir uns der Stille hingeben, desto mehr Gelassenheit im Alltag entwickeln wir daraus. Es ist, als hätten wir für Stress unsere Andock-Sensoren ausser Kraft gesetzt. Unsere natürlichen Schutzschilde lassen vieles an uns nicht mehr so nah heran. Manches prallt ab, anderes gleitet sanft an uns ab, ohne uns aus unserer Mitte zu reißen. Selbst wenn wir bei einem einschlagenden Lebensereignis diese Mitte kurzzeitig verlieren, gelangen wir doch über die Stille sehr schnell wieder zurück ins eigene Lot, dorthin, wo wir uns geschützt und geborgen fühlen, dort wo es die einzige und wahre Sicherheit gibt.  In der Verbindung mit dem Urgrund des Seins finden wir zurück ins Urvertrauen. Hier fühlen wir uns getragen, genährt und geatmet von einer Kraft, die soviel größer ist als unsere Persönlichkeit.

4. Bewusst in Verbindung mit dem größeren Ganzen treten

Stille, welch kostbares Gut in einer im lauter werdenden, lärmenden Welt. Stille ermöglicht es mir der Melodie meines Herzens, meiner Seele, zu lauschen. Ich wähle sie täglich und kehre ein in mein Sein. Hier gelange ich wieder in meine ursprüngliche Ordnung, hier vereint sich das, was der Verstand nicht einen kann. In der Stille gelange ich näher zu mir selbst. Nichts lenkt mich mehr ab. Ich komme zur Ruhe. Ich spüre mich selbst, kann meine Gedanken und Gefühle beobachten und mir meiner Verbundenheit mit allem über meinen Atem bewusst werden. 

Auch die Natur lehrt mich die Stille. Wenn ich zum Beispiel einen Baum betrachte und sein stilles tief verwurzeltes Sein wahrnehme, oder auch einen großen Felsen, fühle ich deren Stille in mir, werde ich eins mit dem Baum, mit dem Felsen. Für meine innere Stille ist äußere Stille zwar hilfreich, jedoch nicht unbedingt notwenig. Denn selbst im größten Lärm kann ich mir der Stille in mir hinter dem Lärm gewahr werden. 

Einfach sein

Es gibt sicherlich viele Methoden und Möglichkeiten, in die Stille zu gehen und still zu werden. Doch nicht alles passt für jeden. So gilt es herauszufinden was zu mir passt. Ich persönlich bin nach fast zwanzigjähriger Meditationserfahrung zu einer sehr einfachen und wirkungsvollen Methode gelangt. 

Während ich die Augen schließe und erstmal ganz in meinem Körper ankomme richte ich meine Aufmerksamkeit auf den Atem. Dabei entspannt sich mein Körper mit jedem Ausatmen. 

Wenn ich dann tief entspannt in einem fühlenden Zustand bin, formuliere ich folgende Sätze ganz langsam im Geist und fühle die Wirkung dieser Worte. 

  • Ich bekenne mich zu mir selbst und zu meiner Seele
  • Ich bin einverstanden mit mir selbst, mit meiner Seele
  • Ich glaube und vertraue mir zu hundert Prozent. 
  • Ich bin in Ordnung, so wie ich bin.
  • Alles darf so sein wie es ist. 
  • Jetzt und in aller Ewig- und Unendlichkeit

Ähnlich einem Schuhlöffel, verhelfe ich mir damit in mein Sein und in die Stille, aus der heraus das entsteht, was im Einklang mit meiner Seele steht.  

 

Ich habe diese Meditation aufgenommen und vertont.
Wenn du interessiert bist, dann kannst du sie inklusive
einer kleinen Anleitung in Form eines Booklets hier erwerben,
gleich downloaden und eintauchen in ein Wonnebad mit deiner Seele.

Hier kannst du dir die Meditation gleich holen.

 

 

In einer Welt, die sich im Außen immer schneller und schneller zu drehen scheint, ist es enorm wichtig, dass jeder Einzelne in seiner individuellen Lebenssituation einen Gegenpol zur hektischen Aussenwelt kreiert und pflegt. Es gilt ausreichend Auszeiten, Ruhe und  Entspannung, sowie Nichtstun und einfach Sein als wertvolles Kulturgut wieder in den Alltag zu bringen. So finden wir in eine neue Balance, wo menschliche Werte wieder gelebt werden und wir gemeinsam eine menschliche und lebenswertere Welt bewusst mitgestalten. 

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann danke ich dir für deine Aufmerksamkeit. Ich bin mir sicher, dass du ein Mensch mit Tiefgang bist, der sich danach sehnt sein eigenes Wesen mehr und mehr zu erfahren. Stille ist das Tor und so lade ich dich ein dir den neuen Luxus zu erlauben.

 

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In herzlicher Verbundenheit mit den besten Wünschen für eine entspannte und frohe Vorweihnachtszeit

Bianka Maria Seidl

 

P.S. Schreib mir gerne auch deine Gedanken ins Kommentarfeld. Gerne lese ich sie und antworte dir.

Raus aus der Schnelllebigkeit

 

Ja, ich weiß. Du denkst dir jetzt … und das jetzt vor Weihnachten. Doch gerade jetzt komme ich mit meinem Appell, denn jetzt unterstützt uns die Zeitqualität dabei zu entschleunigen. Darum von mir heute in diesem Beitrag ein paar Impulse  und Gedanken dazu.

Nachfolgend ein Auszug aus meinem Buch „Die Zeit ist reif …!“, in dem ich beschreibe, dass wir derzeit einen falschen Umgang mit der Zeit haben und welche Auswirkungen dies hat.

„Unser Zeitempfinden hängt von unserem Bewusstseinsstand ab. Noch im Kindesalter vergeht die Zeit wie im Flug, wird der Moment im Spiel zur Ewigkeit. Die Zeitwahrnehmung, das Empfinden für Zeit, fehlt gänzlich. Mit den Jahren lernen wir mehr und mehr die Zeit kennen. Chronos, der griechische Gott der Zeit, hat sich in den Chronometern, den Uhren, verewigt und brachte die gemessene Zeit ins Bewusstsein der Menschen.

Das Empfinden für die Qualität der Zeit, das dem Gott Kairon unterstellt war, ist aus dem Alltag des modernen Menschen verschwunden. Nicht, dass es ihn nicht mehr gäbe, den richtigen Zeitpunkt. Allerdings nehmen wir ihn aus unserem verengten Blickfeld heraus nicht mehr wahr. Was wir nicht wahrnehmen, scheint es nicht zu geben, oder unterliegen wir da einem weiteren großen, modernen Irrtum?

Jesus sprach: „Wahrlich ich sage euch, wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht ins Himmelreich eingehen.” Kinder vergessen im Spiel die Zeit. Das kindliche Spiel wird getragen von der Lust und Freude und dabei weiten sich Zeiträume zur Ewigkeit. Ähnlich wie im Erwachsenenalter die sexuelle Lust das Zeit- und Raumempfinden aufzulösen vermag.

Das starke Sich-Einbinden in die lineare Zeit versklavt uns Menschen. Wir sind getrieben, laufen der Zeit hinterher. Dabei verengen sich die Zeitraumgrenzen und es entsteht als Folge davon Hektik, Stress und die Schnelllebigkeit. Hinter dieser Entwicklung, die vordergründig mit der Industrialisierung und dem technischen Fortschritt erklärt werden kann, stehen die Ängste. Sie führen, weil unbewusst, ein mächtiges Schattendasein. Existenzangst, Lebensangst, Angst vor Kontrollverlust, Macht und Ohnmacht sind die wahren Regenten auf unserem Planeten.

Aus bisheriger Sicht hat das, was wir bis jetzt getan haben, immer gut geklappt. Natürlich gab es viele Krisen, doch irgendwie ging es doch weiter. Die Frage ist, haben wir aus unseren Fehlern, die in die Krise geführt haben, wirklich etwas gelernt oder fallen wir da sowohl unserer eigenen Unehrlichkeit, als auch unserer begrenzten Sichtweise zum Opfer? Haben wir es lange genug versäumt, genau hinzusehen und unser Leben so wahrzunehmen, wie es wirklich ist?

Unsere Persönlichkeit – eine Maske, die unser Wesen verbirgt

Wir haben uns nach außen eine heile Welt geschaffen, die es zu kontrollieren gilt. Wir versuchen uns so gut wie nur möglich vor Eventualitäten in unserem Leben abzusichern. Auf diese Weise überdecken wir unsere unbewusste Ohnmacht und die mangelnde Selbstkontrolle. Wir haben vieles aus unserem menschlichen Leben verdrängt, ohne uns bewusst zu sein, dass wir es uns selbst geschaffen haben. Es ist unsere Persönlichkeit, die Persona, die Maske, die sich mächtig macht, um sich nicht ohnmächtig fühlen zu müssen. Ja, unsere Persönlichkeit ist unsere Maske, die uns anerzogen wurde. Im Laufe der Zeit haben wir uns immer mehr damit identifiziert, sodass wir uns für das halten, was wir nach außen darstellen. Wir halten uns für die Rollen, die wir spielen. Doch wer steckt dahinter?

Die Zeit ist reif, hinter die Maske zu sehen und dem Wesen in uns auf die Spur zu kommen. Das Leben unterstützt uns dabei, denn in diesen Zeiten funktioniert nichts mehr so wie bisher. Da ist Sand ins mechanistische Weltgetriebe gekommen. Oder hat es einen Frequenzwechsel gegeben und wir haben es noch nicht bemerkt? Was bisher Erfolg versprechend war, läuft nicht mehr, erfüllt nicht mehr in der bisherigen Weise. Das Dasein erscheint vielen sinnentleert. Das selbstzerstörerische Leistungsbewusstsein und die Wahrnehmung der Zeit als rein quantitative Größe hat uns in die beschleunigte Zeit hineingetrieben.

In diesem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, verschlingt die abwärts drehende Verfallspirale Menschenleben, Existenzen, Unternehmen und Abermillionen von Euros. Wertverfall statt Wertschöpfung, wohin das Auge blickt. Wer keine Zeit mehr hat, sich und sein Dasein wahrzunehmen, verliert beides. Zeit ist Geld, ist Lebensenergie. Doch es handelt sich hier um ein großes Missverständnis, denn es geht darum, sich Zeit zu nehmen, um Zeit zu haben. Nur so kann Wertschöpfung entstehen und ein erfülltes Dasein möglich werden. Denke für eine Weile darüber nach – nimm dir diese Zeit!“

Die Leichtigkeit des Seins  wieder entdecken

Der Strom des Lebens vollzieht sich unaufhörlich. Er ist ohne Anfang und ohne Ende. Wir sind eingebettet in diesen Strom. Lassen wir uns von ihm tragen, sind wir sicher geborgen. Wir fließen mit ihm, mit dem Leben, das sich uns in mannigfaltigen Arten und Formen zeigt. Wir können staunend und bewundernd die Schönheit der Schöpfung erfahren und uns darin immer mehr erkennen. Das ist das Ideal, doch die Realität sieht derzeit anders aus.

Wir haben uns isoliert vom großen Strom des Lebens und uns ein  eigenes Leben geschaffen, eine eigene kleine Insel. Manchen Menschen gelingt es, sich auf ihrer Insel wohl zu fühlen. Sie haben nur wenige Mauern errichtet und Gäste sind ihnen willkommen. Andere wiederum leben auf ihrer Insel hinter hohen, dicken Mauern und fühlen sich isoliert und einsam. Zu bedrohlich haben sie das empfunden, was der große Strom zu ihnen gebracht hat und so haben sie versucht sich vor den Unwägbarkeiten zu schützen, sich abzusichern.

So haben wir unsere Persönlichkeit stark gemacht wie eine Trutzburg. Unsere übermäßige Identifizierung mit unserem physichen Ausdruck, unserem Körper und mit unseren Gedanken und Gefühlen, hat uns diesen Schutz aufbauen lassen. Jetzt trennt uns dieser übermächtige Schutz augenscheinlich von dem, was uns trägt und uns Existenz verleiht.

Die Persönlichkeit – Schutzschild und Gefängnis

Wir haben uns mit unserer Persönlichkeit ein Schutzschild geschaffen und zugleich auch ein Gefängnis. Je dichter das Gewebe gestrickt ist aus Gedanken und Gefühlen, desto weniger erfahren wir die Leichtigkeit des Seins, den Urgrund des Lebens.

Die Gedanken, Empfindungen, Gefühle, Ideen und Vorstellungen der Persönlichkeit verändern sich fortwährend. Ein großes Netz, innerhalb dessen der Eindruck von Bewegung, Fortschritt und Wachstum entsteht, weil sich vieles erfahrbar über die Sinne verwirklicht. Doch all das ist vergänglich und unbeständig.

Es kostet viel Energie eine Persönlichkeit zu sein, seine Ansichten und Standpunkte zu vertreten, zu verteidigen und ggf. sogar dafür zu kämppfen. Hingegen ist es leicht einfach zu sein. Es ist mühelos und nährend zugleich. Doch es braucht Vertrauen in diesen Urgrund des Lebens. Es braucht ein Urvertrauen.

Die Leichtigkeit des Seins erfahren

Wollen wir uns wahrlich weiterentwickeln hinein in unsere wahre Natur, gilt es sich wieder zu öffnen für den Strom des Lebens und die Mauern abzubauen. Das Übermaß an materiellem Ballast, an emotionalen Gepäck, an mentalen Konzepten und Konstrukten darf reduziert werden, um die Leichtigkeit des Seins als essenzielle Natur unseres Wesens wieder zu erfahren, so wie einst als Kind, jedoch jetzt mit der Weisheit unseres Herzens.

Das Sein, als Pol der Ergänzung zum Werden, ist essenziell wichtig auf unserem Weg der Ganzwerdung. Die Persönlichkeit tritt auf diesem Weg immer mehr zurück, entspannt sich in den Urgrund des Seins hinein, wird zum Gefäß für Wahrheit und Inspiration aus der Schöpfungsebene unseres wahren Selbst. Wir werden zum lebendigen, spontanen Ausdruck des Lebens selbst im gegenwärtigen Augenblick – ohne Anfang und ohne Ende.

Fragen wir uns daher:

  • Wie könnte das Leben aussehen, wenn wir uns wieder diesem unviversellen Urgrund anvertrauen würden?
  • Wie könnte ich damit im Kleinen beginnen?
  • Wie würde sich unser Zusammenleben als Menschheit verändern?
  • Wie wäre es, würden wir uns im DU erkennen mit Licht und Schatten?
  • Wie würden wir uns fühlen getragen zu sein vom großen Strom des Lebens hinauf auf die nächste Oktave unserer Entwicklung?

Gerne lese ich deine Gedanken dazu. Schreib sie mir einfach ins Kommentarfeld unterhalb dieses Beitrags, oder schreib mir eine Mail. Ich antworte dir gerne.

 

Falls du dich für mein Buch „Die Zeit ist reif …! interessierst, findest du hier alle Informationen.

Es gibt das Buch auch als Hörbuch mit 4 CD´s in einer Jewelbox.

 und auch mit einem eigens dazu kreierten Kartenset..

 

 

Über deine Wurzeln zur Krone©

in deine ganze Kraft und wahre Größe

Meine Botschaft: 

Kläre deine Wurzeln, werde frei für die Entfaltung deiner Potenziale und gelange in deine ganze Kraft und wahre Größe. … für ein authentisches, freies und schöpferisches Leben

 

Meine Geschichte

 

Im Alter von eineinhalb Jahren verlor ich meinen Vater. Er hatte den Freitod gewählt. Für meine Mutter war das so überwältigend, dass sie nach Norddeutschland floh und mich für einige Jahre bei einer Cousine unterbrachte. Ich wuchs ohne männliche Bezugsperson auf. Drei Jahrzehnte lief ich mit einer offenen Nabelschnur herum und versuchte Anschluss zu finden. In dieser Zeit wurde ich von verschiedensten Krankheiten heimgesucht. Ich war anfällig für Süchte jeglicher Art und der leiseste Windhauch drohte mich umzuwerfen. Als ich mich auf den Weg zu mir selbst machte, führte dieser mich zurück zu meinen Wurzeln, zu meiner Herkunft. Hier galt es aufzuräumen, alte Wut und Trauer aufzudecken, den alten Schmerz loszulassen, mir selbst und anderen zu vergeben, die Vergangenheit zu befrieden.

Ich hatte mich schon immer zu Schamanen hingezogen gefühlt. In mehreren Etappen klärte ich mit ihrer Hilfe meine Wurzeln und damit meine Herkunft. Wir lösten die Verstrickungen mit den Ahnen und ich konnte ihre Gaben empfangen. Auf diesem Weg entdeckte ich meine eigenen schamanischen Wurzeln und damit verbunden auch einen Teil meiner Bestimmung.

Mein Weg zur Berufung

 

Mein Intiationsweg begann, als ich 18 Jahre alt war, mit einer als unheilbar diagnostizierten Krankheit. Das Unverdaute aus meiner frühen Kindheit hatte meine Verdauung völlig lahm gelegt. Trotz vieler Therapien und Kuren war ich am Ende austherapiert und sollte einen künstlichen Ausgang erhalten. Doch das kam für mich als junge Frau nicht in Frage. Ich machte mich auf den Weg und suchte nach Alternativen. Fündig wurde ich in der Chinesischen Medizin, genauer gesagt bei der Ohrakupunktur. Nach vier Jahren war ich geheilt, ohne Operation. Diese Heilserfahrung öffnet mir den Zugang zur feinstofflichen Welt, zur Welt der Energien, zur Welt des Unsichtbaren. Heute bin ich eine erfahrene Chitektin und spirituelle Mentorin, die einen großen Erfahrungsschatz hat und seit zwanzig Jahren ihrem inneren Ruf immer wieder auf´s Neue folgt.        Was dieser Weg von mir gefordert hat, das liest du nachfolgend.

 

Als junge Erwachsene war ich eine Getriebene, die vor ihrer inneren Leere und ihren Ängsten auf der Flucht war. Wie es dazu kam erzähle ich in einem Interview, das auf Horizonte TV ausgestrahlt wurde. Falls es dich interessiert hier der Link zum Video.

Außerdem habe ich meine Selbstwerdung in 5 Etappen in einem Artikel beschrieben, der im Magazin Pure & Positiv zu Beginn dieses Jahres erschienen ist. Diesen Artikel findet du hier. Darin beschreibe ich auch, wie es dazu kam, dass ich den Atlantik in einem Segelschiff überquerte und das ohne Segelkenntnisse. All das musste geschehen, damit ich bereit war meinen Platz in der Welt einzunehmen.

Als diese Entscheidung in mir herangereift war, war meine Ausgangslage gerade sehr schwierig. Ich hatte mich unfreiwillig von einer Beziehung getrennt, war im 7. Monat schwanger und wusste, dass ich das Kind alleine aufziehen würde. Da ich weder über finanzielle Mittel, noch über einen familiären Background verfügte, musste Vater Staat einspringen. So lebte ich die erste Zeit mit meinem kleinen Sohn in einer Sozial-Wohnung und bezog monatlich finanzielle Unterstützung, die gerade für das aller-, allernötigste reichte.

Nachts, wenn mein Kleiner schlief, malte ich meine Träume auf Seide. Ich wusste, dass diese Situation für mich nicht lange dauern durfte. So kam ich auf die Idee meine Seidenkreationen auf Kunsthandwerker-Märkten zu verkaufen und alsbald setzte ich diese Idee auch um. Die Sachen verkauften sich gut und so beschloss ich mich  als Kunsthandwerkerin selbständig zu machen. Das war ein sehr mutiger Schritt und für meinen Mut belohnte mich das Leben. Kurze Zeit darauf verstarb meine Großmutter. Sie hinterließ mir ein kleines Erbe und so kam ich aus der Sozialhilfe heraus und konnte mir ein kleines Business aufbauen. 

Kurz zusammengefasst:
Meine Herausforderung in dieser Zeit: Ich musste mutig sein – mir selbst und meinem Herzen folgen
Was habe ich dabei gelernt: Mut wird belohnt. Ich muss zuerst geben, um das, was ich will, zu bekommen. 

 

Modedesign Mirod-Artwear entsteht

Meine Träume wuchsen mit meiner Entfaltung und so auch mein Business. Mittlerweile hatte ich längst das Tücherformat hinter mir gelassen. Ich bildete mich fort, machte Näh-und Schnittkurse, lernte Modezeichnen und entwarf und nähte individuelle Kleidungstücke für Frauen: Blusen, Kleider und Mäntel und sogar ein Hochzeitskleid. Um meine Träume vorzuführen, schrieb ich zusammen mit einer Freundin ein Märchen und ließ es von Schauspielern des Stadttheaters Regensburg in einer Kapelle aufführen. Später entwarf ich eine eigene Kollektion und präsentierte sie 1994 auf der internationalen Sportmesse in München. Die Schnelllebigkeit, die in der Modebranche auf dieser Ebene herrschte, stand entgegen meiner seelischen Entwicklung war so entschied ich mich für einen anderen Weg. 

Kurz zusammengefasst:
Meine Herausforderung in dieser Zeit: Groß Träumen ist wichtig. Es schenkt der Seele Flügel, wenn es stimmig mit ihrem Entwicklungsziel ist.
Was habe ich dabei gelernt: Nicht jeder große Traum führt in die Erfüllung. Ein Fehler ist eine Erfahrung und diese bereichert mich und vergrößert meinen Erfahrungsschatz.

 

Erste Erfahrungen als Dozentin

Ich hatte zwischendurch immer wieder Anfragen erhalten, ob ich denn mein Wissen und meine Fähigkeit mit Farben und Formen umzugehen nicht weitervermitteln wollte. Daher begann ich auf diese Anfragen einzugehen und unterrichtete über mehrere Jahre hinweg als Dozentin an verschiedenen Volkshochschulen. 

 

Kurz zusammengefasst: 
Meine Herausforderung in dieser Zeit:
 Mein Selbstwertgefühl war immer noch schwach und mich dozierend vor Menschen zu stellen war eine riesige Herausforderung.
Was habe ich dabei gelernt: Ich wachse mit den Aufgaben, wenn ich mich der Herausforderung stelle. 

 

Im nächsten Schritt – ein eigenes Studio

Dann wollte mein zweiter Sohn auf die Erde. Jetzt war es an der Zeit einen größeren Schritt zu tun. Ich gründete ein kleines Studio für Farb- und Stil-Beratung in Regensburg in der Fußgängerzone. Das hatte ich die ganze Zeit über mit den Frauen ja bereits gemacht und daher fiel es mir sehr leicht. Ich richtete das Studio ein und konnte auch die Aufmerksamkeit des regionalen Fernsehens gewinnen, die in einer Reportage über mich und meine Arbeit berichteten. Ich machte die eine oder andere Ausbildung und organisierte mich so gut, dass ich es prima mit meinem Muttersein vereinbaren konnte. 

Kurz zusammengefasst:
Meine Herausforderung in dieser Zeit: Ein nächster, größerer Schritt, der mit einer größeren finanziellen Investition und damit auch Risiko verbunden war.
Was habe ich dabei gelernt: Mut wird belohnt. Wenn ich mich zeige, werde ich gesehen und wahrgenommen, das vergrößert meinen Wirkkreis.

Erneut Trennung und Verlust – ein starker Antrieb

Doch dann schlug erneut das Verlust-Muster zu, dass sich beim Verlust meines Vaters im Babyalter gebildet hatte. Der Vater meines zweiten Sohnes trennte sich von mir und ich war mit den beiden Kindern und meinem Business völlig auf mich gestellt. 

Wie schon des öfteren in meinem Leben stand ich wieder mit dem Rücken an der Wand. Ich wusste, dass ich etwas ändern musste, um mehr Geld zu verdienen, so dass ich mit den beiden Kindern gut leben konnte. 

Kurz zusammengefasst:
Meine Herausforderung in dieser Zeit: Mich dem alten Schmerz erneut stellen.
Was habe ich dabei gelernt: Never give up!

 

Eine weitere Ausbildung

Ich entschied mich erneut zu einem größeren Schritt, der abermals viel Mut erforderte. Nach meiner Atlantiküberquerung war ich für ein Jahr in Amerika unterwegs gewesen. Dort war ich mit Feng Shui in Berührung gekommen und hatte ein Buch von Sarah Rossbach mitgebracht. Diese ganze Lehre sprach mich sehr an. Ich entschied mich für eine Weile den Gürtel enger zu schnallen und Ausbildungen in diesem Bereich zu machen. 

Über 5 Jahre hinweg saugte ich all das Wissen über diese Lehre wie ein trockener Schwamm in mich auf und hatte dabei das Gefühl, dass ich mich lediglich wieder erinnerte. Ich tat mich sehr leicht bei den Ausbildungen und so begann ich parallel dazu bereits zu unterrichten. Auf diese Weise festigte und vertiefte sich mein Wissen und es ging mir in Fleisch und Blut über. Bei einer Veranstaltung wurde eine Frau auf mich aufmerksam. Sie leitete die Niederlassung einer TÜV-Akademie und sie fragte an, ob ich dort dozieren und mein Wissen an Architekten und Bauingenieure weitergeben würde. 

Kurz zusammengefasst:
Meine Herausforderung in dieser Zeit: Eine richtige Entscheidung zu treffen. Ich musste mutig sein und meiner Intuition und meinem Herzen erneut folgen.
Was habe ich dabei gelernt: Es ist wichtig Chancen zu erkennen und zu ergreifen und …  Mut wird belohnt – immer wieder aufs Neue.

 

Eine große Chance – Wieder galt es die nächste Angst-Hürde zu überwinden

Das war eine Herausforderung für mich, zumal ich mich Akademikern gegenüber damals immer noch unterlegen fühlte, hatte ich doch die Schule kurz vor meinem Abitur beendet. Dennoch packte ich den Stier bei den Hörnern und ergriff diese Chance. Fortan dozierte ich an der TÜV-Akademie und später auch an der HWK und der IHK bis kurz vor der Jahrtausendwende. 

Mittlerweile war ich eine gefragte Dozentin und die Teilnehmer engagierten mich auch als Beraterin. Aufgrund meines starken Engagements, sowohl als alleinerziehende Mutter, als auch als erfolgreiche Selbständige, war mir der Trubel in der Stadt zu groß. Ich wollte für meine beiden Buben ein anderes Umfeld, wollte dass sie ihren Bewegungstrieb draußen in der freien Natur ausleben konnten und entschied mich daher für einen Umzug auf´s Land. 

Über die Jahre dort mit meiner kleinen Familie, mit meinen Ängsten und Sorgen, habe ich ein Buch geschrieben. Mein Erstlingswerk: Die Zeit ist reif…!, habe ich 2004 im Eigenverlag herausgebracht. Damals war von Selfpuplishing noch keine Rede. Hier kannst du dich darüber informieren, wenn es dich interessiert.

Kurz zusammengefasst:
Meine Herausforderung in dieser Zeit: Eine Entscheidung treffen zugunsten meiner Kinder und mehr Lebensqualität.
Was habe ich dabei gelernt: Es ist wichtig dem Herzen zu folgen und das Beste aus dem zu machen, was gerade möglich ist. Die Rhythmen des Lebens beachten und sich davon tragen lassen. 

 

 

Jahre des inneren Aufräumens 

Wenn es dich interessiert kannst du im Artikel über meine Selbstwerdung oder auch auf dem Video von Neue Horizonte TV einiges über diese Zeit in Erfahrung bringen.

Während dieser Zeit, abseits vom Getriebe der Stadt, habe ich vermehrt zu mir selbst gefunden, auch mit Hilfe eines Coach, den ich mir geleistet habe, obwohl die finanziellen Mittel dafür „eigentlich“ nicht vorhanden waren. Ich habe innerhalb einiger Jahre eine Metamorphose vollzogen und dabei meinen inneren Himmel geklärt, mich vom Ballast der schwierigen Kindheitserfahrungen befreit und so meine bis dahin noch brachliegenden Potenziale ans Licht gebracht. 

Auch mein Business kam damit auf ein neues Level. Mittlerweile hatte ich das Dozieren beendet und stattdessen wagte ich mich in die freie Wirtschaft. Ich bot meine Dienste Unternehmern an. Ich erstellte vital-energetische Raumkonzepte und schuf Wohn- und Arbeitsumgebungen, in denen sich die Menschen wohl fühlten, produktiver waren und die zugleich auch ein hohes Maß an Erfolg bewirkten. 

Und ich begann aus all meinen eigens gemachten Erfahrungen und meinem Wissen zum Thema Bewusstsein Workshops zu konzipieren. Ich veranstaltete sie im Haus, das genügend Platz dafür bot. So machte ich erste Erfahrungen in der Bewusstseinsarbeit und im Coaching, das von da an kontinuierlich weiter wachsen sollte. 

Kurz zusammengefasst:
Meine Herausforderung in dieser Zeit: Zu entschleunigen, die innere Unruhe wahrnehmen, zu erkennen, dass ein einfach sein gar nicht mehr möglich war.
Was habe ich dabei gelernt: Das wahre Leben beginnt im Inneren, damit sich im äußeren Leben etwas grundlegend verändert, muss es sich erst in mir verändern.

 

Loslassen und frei werden

Dann kam die Zeit, wo mein erstgeborener Sohn das Haus verließ und zum Vater zog. Fünf Jahre später folgte dann auch der Jüngere. Ich ließ beide mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehen. Mir war bewusst, dass ich jetzt wieder Zeit und auch Freiräume für meine Selbstverwirklichung und für meine Berufung haben würde. 

Ich verabschiedete mich vom Familienhaus und fand meinen neuen Wohnort in einem Privathaus in einer Klosteranlage, oben auf einem Berg an einem Kraftplatz.  Ich trat verschiedenen Netzwerken bei, knüpfte Kontakte und weitete meinen Bekanntheitsgrad aus. 

Kurz zusammengefasst:
Meine Herausforderung in dieser Zeit: Loslassen und die beiden Seelen-Menschen, meine Söhne, die mir am nächsten sind, freigeben.
Was habe ich dabei gelernt: Erst wenn ich loslasse, meine Hand öffne, kann ich Neues schöpfen, kann Neues in mein Leben kommen

 

Ernten – Der Lohn für die großen Anstrengungen 

Mittlerweile hatte ich eine treffende Bezeichnung für mich gefunden. Ich nannte mich fortan Chitektin, die Architektin ohne Ar. Die Projekte, zu denen ich als Expertin hinzugezogen wurde, wurden größer und damit auch die Verantwortung. Neben Praxen und Gesundheitszentren, war ich auch beim Bau eines Motels und zuletzt beim Um- und Neubau des Landratsamtes Regensburg tätig. Eine wundervolle Krönung meiner Arbeit in diesem Bereich, wie ich finde, nach all dem Mühen und der Anstrengung über all die Jahre hinweg als Pionierin in diesem Bereich. 

Parallel dazu baute ich den Bereich Bewusstsein aus, den ich mittlerweile vom Bereich der Chitektur (energetische Architektur) getrennt hatte. Architekten sind überwiegend naturwissenschaftlich orientiert und somit den spirituellen Dingen nicht so aufgeschlossen. Da wollte ich mir ihren Argwohn nicht unbedingt erschwerend zuziehen und daher die Trennung in zwei Bereiche und damit auch 2 Internetseiten. 

Kurz zusammengefasst:
Meine Herausforderung in dieser Zeit: Meinen Erfolg als Ernte zu sehen und zu genießen.
Was habe ich dabei gelernt: Dass das Leben auch gefeiert werden will und dass es darum geht dankbar auf all das zu schauen, was bereits in meinem Leben ist und wer ich bereits geworden bin.

 

It´s only the beginning
Alte Träume wieder entdecken und neu träumen 

Nach meiner intensiven Familienzeit als Alleinerziehende und zugleich Selbständige, zog ich mich von der äußeren Welt etwas mehr zurück. Das Leben wies mir einen neuen Lebenraum innerhalb eines Klosters zu. Ich hatte über Anzeige nach einem neuen Lebensraum gesucht und ich bekam diesen Rückzugsort auf einem Berg am Rande des Bayerischen Waldes. Hier in diesem spirituellen Kraftzentrum, so verspüre ich es, ging meine spirituelle Entwicklung erst richtig los. Erneut kam ich in Kontakt mit einem Schamanen und dieser half mir den Generationenstrom mit den weiter zurück liegenden Generationen zu klären. Ich habe darüber erst kürzlich in einem Artikel detaillierter geschrieben. Wenn es dich interessiert, kannst du ihn hier lesen.

Durch die Heilung meiner Ahnenreihe mithilfe der Schamanen bin ich zu meinen spirituellen, schamanischen Wurzeln gelangt. Seit nunmehr sieben Jahren mache ich diese Arbeit und habe sie im Laufe der Zeit auch soweit weiterentwickelt, dass ich jetzt bereit bin sie einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen. Dabei geht es mir vor allem darum Menschen dafür zu sensibilisieren, dass sie nicht alleine sind. Denn das Sich-getrennt-fühlen vom Rest der Schöpfung, von der Welt, von den Menschen, die wir lieben, führt uns in Isolation, Depression und Resignation und das ist in meinen Augen das wirkliche Problem auf dieser Welt.

Das Klären der eigenen Wurzeln und die Arbeit mit den Ahnen macht meine Arbeit erst richtig rund. Denn ich konnte von nun an Menschen dabei helfen den Ballast der Vergangenheit hinter sich zu lassen und stattdessen frei zu werden für die Entfaltung ihrer Potenziale, für  ihren ureigensten Weg und so in ihre ganze Kraft und Größe zu gelangen.

Ich bin zutiefst erfüllt von der Arbeit, die ich mit Menschen machen darf und das bereichert mich auf allen Ebenen.

 

Danke für Deine Aufmerksamkeit und dein Interesse, wenn du bisher meine Geschichte  und die Entwicklung hin zu meiner Berufung gelesen hast. Ich bin mir sicher, dass du dir daraus etwas mitnimmst, sei es Inspiration, sei es Bestärkung und Ermutigung.

Go for it! Mach dich auf den Weg und folge deinem Herzen und damit dem Ruf deiner Seele.

Ich kann dich darin nur bestärken. Es lohnt sich und das ist es letztendlich, was du mitnimmst, wenn du eines Tages von dieser Erde gehst – eine Seele, die sich weiterentwickelt hat.

In herzlicher Verbundenheit

Bianka Maria Seidl

 

P.S. Vielleicht interessant

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Inspiration und Tipps zu den Themen Über deine Wurzeln zur Krone, Berufung erfolgreich leben,  gibt es alle 14 Tage in meinem Inspiraitons-Lettter.
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Es war vor vielen Jahren während einer Südamerikareise. Ich war in einer kleinen Gruppe zusammen mit einem peruanischen Schamanen auf dem Machu Picchu. Dort erfuhr ich eine Initiation in mein magisches Bewusstsein. 

Ich er-innere mich. Ich sehe mich vor einem uralten Stein-Wasserbecken stehen. Die Oberfläche des Wassers spiegelt mein Gesicht. Ich betrachte es und plötzlich fühle ich eine sanfte Energie, die mir viel Raum schenkt, so dass ich darin entspanne. Ein Lächeln macht sich auf meinem Gesicht breit und eine Stimme flüstert mir zu: „A smile is a bridge over the old abys“. 

Ich verstehe das Wort  Abys nicht, doch ich verstehe, dass ein Lächeln eine Brücke schafft, um über etwas Altes hinweg zu kommen. Zugleich spüre ich, dass bei einem Lächeln mein Herz beteiligt ist. Ich fühle es körperlich, fühle meinen Herzensraum sich weiten. 

Schäl- und Schleifabfälle sind Humus

Wie schön, dass ich mich jetzt wieder daran er-innere. Auf  unserem spiralförmig verlaufenden Entwicklungsweg kommen wir immer wieder mit unseren alten Narben und Verletzungen in Berührung, bis sie irgendwann vollständig verheilt sind. Dies geschieht viele Male und der Heilungsprozess verfeinert sich dabei immer mehr. Es ist wie ein Glattschleifen der Narben, bis sie sich irgendwann ganz auflösen, weil das Licht von innen her schon so stark geworden ist. Denn jeder Schleifprozess führt dazu, dass unsere Persönlichkeit durchlässiger wird. Durchlässiger für das, was größer ist, für das Universelle.

Ja, genau in diesem Prozess befinde ich mich schon seit Jahren. Es sind Schleif- und Schälphasen, die dazu angetan sind den Zugang zum innersten Kern freizulegen.

Abys ist der Abgrund und wenn wir auf unserem Weg wieder in Berührung kommen mit dem, was längst überwunden geglaubt war, dann gilt es eine Brücke zu bauen, indem wir lächeln, statt sich erneut in den gähnenden Abgrund ziehen zu lassen.

Auch wenn dieser in all den Jahren  durch die Schleifprozesse nicht mehr so tief empfunden wird. Es ist, als hätten die Schleifabfälle den Abgrund allmählich aufgefüllt. 

Letztendlich brauchen wir gar nicht mehr in den Abgrund zu fallen, sondern einfach über die Brücke zu gehen, die ein Lächeln mit jedem Schritt vor uns aufbaut. 

Vertrauen. und Sicherheit im Selbst finden

In Phasen der Veränderung und großer Unsicherheit gilt es sich seiner inneren Instanz anzuvertrauen und darin die Sicherheit zu finden. Es gilt zu vertrauen, dass  wir so zu unserem Bestmöglichen geführt werden. Sind die Wege auch noch so verschlungen und die Umwege noch so groß, hinter all diesen augenscheinlichen Nebeln und Irrungen leuchtet unser Leitstern, unsere Seele. 

Dieses Vertrauen in die Seele und ihre Entwicklung gilt es für eine Weile des Übergangs immer wieder neu zu wählen, denn die Kräfte, die nach unten ziehen, sind stark. 

Selbstüberwindung, Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung sind diejenigen Qualitäten die helfen das Vertrauen aufrechtzuerhalten und unseren Weg mutig, entschlossen und voller Tapferkeit fortzusetzen. Irgendwann auf diesem Weg wird uns dann bewusst, dass es letztendlich ganz einfach ist – wenngleich nicht leicht. Das einzige was es von uns braucht und was am wirkungsvollsten ist, ist das Gewahrsein unserer Selbst.

In Phasen des Übergangs befinden wir uns derzeit alle, sowohl individuell als auch als Kollektiv. Daher tun wir gut daran uns täglich mehrmals im Selbstgewahrsein zu üben, Vertrauen zu wählen und mit einem Lächeln über die alten Abgründe hinweg unseren Weg zu gehen. 

 

Über die Autorin

 
Ich bin Bianka Maria Seidl.
Als Chitektin und spirituelle Business-Mentorin mit schamanischen Wurzeln
bringe ich die Kraft der Erneuerung in stagnierende Lebens- und Arbeitsbereiche.
Ich begleitet Frauen auf einem weiblichen, spirituellen Weg inneren Wachstums in ihre ganze Kraft. Dabei folgen sie ihrem inneren Ruf, leben ihre Werte, erreichen ihre Ziele und kreieren bei Bedarf aus ihren Herzenswünschen ein erfolgreiches und blühendes Herzens-Business.
Mit meinem 30jährigen Business-Know-How, meinem Hellwissen, meiner Fähigkeit schlummernde Potenziale zu erkennen, sowie mittels meiner Energiearbeit auf verschiedenen Ebenen, helfe ich meinen Kunden ein stärkendes Umfeld aufzubauen, Blockaden zu lösen und ein starkes Selbstgewahrsein zu entwickeln – für ein authentisches, freies und selbständiges Leben im Einklang mit ihrem Herzen und ihrer Seele.

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