Veränderung und warum wir uns so schwer damit tun

Das Leben bedeutet Wandel. Das ist einfach so. Denn alles und wirklich alles verändert sich ständig. Nicht immer nehmen wir die Veränderung wahr. Manchmal geschieht sie schleichend über einen längeren Zeitraum hinweg. Manchmal geschieht sie unverhofft und blitzartig. Wir Menschen lieben Veränderungen nur bedingt in dem Maße, dass wir sie mitbestimmten können. Alles was sich unserer Kontrolle entzieht verursacht eher Stress und manche versetzt es regelrecht in Angst und Schrecken. Wie gehst du mit Veränderung um? Wie ist deine Einstellung dazu? 

In meinem letzten Beitrag habe ich aus meinem Nähkästchen geplaudert und dir verraten, womit ich eine Veränderung hin zum Guten verhindert hatte und dir mein wichtigstes Geheimnis verraten, wie ich mein altes Ich überwunden habe, nachdem ich die Ursache erkannt hatte. Falls du diesen Beitrag noch nicht gelesen hast, kannst du es hier nachhholen. 

 

Im heutigen Beitrag möchte ich dir aufzuzeigen, warum es oftmals nicht gelingt eine Veränderung herbei zuführen, obwohl wir schon soviel versucht haben. Und darüber hinaus zeige ich dir die drei wichtigsten Faktoren auf, wie Veränderung wirklich gelingt. 

Wie im letzten Beitrag beschrieben, ging mir mit Hilfe meines Lehrers damals das Licht auf, dass ich mir die Fülle „zerdenke“. Ich führte übermäßig viele und noch dazu negative Selbstgespräche. Diese Erkenntnis hat bei mir damals einen großen Motivationsschub bewirkt, so dass ich entschlossen war, dieses behindernde Verhalten zu ändern. 

Wie ich es gemacht habe, ist im Beitrag ausführlich beschrieben. Was ich nicht erwähnt habe, weil der Artikel sonst zu lang geworden wäre ist, dass diese Vorgehensweise natürlich eine längere Zeit gedauert hat, bis ich die neuen, positiven Selbstgespräche so verinnerlicht hatte, dass sie mir in Fleisch und Blut übergegangen waren. 

Und damit sind wir im heutigen Beitrag beim ersten Faktor, den wir berücksichtigen müssen, wenn wir wollen, dass Veränderung gelingt. 

Faktor 1 – Veränderung braucht Zeit und Energie

Ja, Veränderung braucht Zeit. Das Leben lässt sich nun mal nicht überholen. Diese Erfahrung habe ich immer wieder gemacht. Sobald ich mit den Siebenmeilenstiefeln unterwegs war in Richtung eines Ziels und meine innere Befindlichkeit nicht gut mit berücksichtigt hatte, hat mich das Leben zurück gepfiffen, indem irgend etwas geschehen ist, das mich zum Entschleunigen gebracht hat. 

Neben der Zeit braucht Veränderung unsere Aufmerksamkeit. Du kennst vielleicht die Aussage „Dort wo deine Aufmerksamkeit ist, ist deine Energie“? Ja, das ist so. Wir haben die wundervolle Fähigkeit mit unserer Aufmerksamkeit die Lebensenergie zu lenken. Wenn ich nun behaupte, dass Veränderung Energie braucht, dann ist damit gemeint, dass du deinem Wunsch nach Veränderung deine Aufmerksamkeit schenken darfst, damit ausreichend Energie zur Verfügung steht. 

Jetzt aber kommt das Dilemma. Sowohl Zeit als auch Energie beziehungsweise Aufmerksamkeit haben die wenigsten Menschen. Zumindest behaupten sie das. Das stimmt natürlich nicht. Denn Zeit ist für uns alle gleich da. Es gilt sie uns zu nehmen. Ich habe darüber ein ganzes Kapitel in meinem Erstlingswerk „Die Zeit ist reif …!“ geschrieben. 

Die Menschen haben für alles, was nicht so wichtig ist Zeit und verwenden auch ihre Lebenskraft dafür. Für das, was wirklich wichtig ist, finden sie weder Zeit noch Energie. Warum ist das so? Nun zum einen, weil sie oft das Unwichtige vom Wichtigen nicht unterscheiden. Sie machen sich die Mühe nicht nachzudenken und sich dabei zu fragen: 

  • Was ist mir wirklich wichtig? 
  • Was erfüllt mich? 
  • Wobei erfahre ich Freude? 
  • Womit kann ich einen Beitrag leisten? 
  • Was kostet lediglich Energie, ohne dass es mich wirklich erfüllt?
  • Welche Gewohnheiten lähmen mich, halten mich im Alten? 
  • Und warum wiederhole ich sie dennoch? 

Faktor 2 – Der Wunsch nach Veränderung muss klar priorisiert und konkret sein

Ja, wir wissen, was wir verändern wollen, doch dieser Wunsch nach Veränderung geht oftmals in unserem Alltag unter, weil er keine Priorisierung erhalten hat. Und so kreist der Wunsch oftmals im Kopf umher zwischen all den Ich sollte- , Ich müsste jetzt- und ach jetzt hab ich keine Lust mehr-Gedanken. Auf diese Weise findet er keinen Nährboden, auf dem er keimen könnte. Ganz zu schweigen von den erforderlichen Emotionen, die wie Wasser das Wachstum des Wunsches fördern und mithelfen könnten, dass auch Taten folgen.

Ein weiteres Kriterium ist, dass unser Wunsch nach Veränderung nicht konkret genug ist. Vielmehr ist es ein difuses Etwas in unserem Kopf, das vielleicht wie folgt daher kommt: „Ich will endlich glücklich sein!“, oder „Ich will mehr Geld verdienen!“. Nun, das reicht nicht aus. Wenn du heute in einem Versandhaus ein Kleid bestellst, dann schreibst du auf den Bestellschein auch nicht nur: Ich will ein Kleid. Vielmehr wirst du Größe, Farbe, Material und auch den Schnitt mit angeben, indem du dir ein für dich passendes Kleid aussuchst und die entsprechende Artikelnummer mit angibst.  Ja so geht das auch mit dem Wunsch konkretisieren. 

Nimm dir dafür Zeit und frage dich:

  • Wie soll mein Leben nach der Veränderung sein?
  • Was ist dadurch anders und wie ist es?  
  • Wie will und werde ich mich fühlen?
  • Was habe ich dann und was nicht mehr? 
  • Wer bist ich dann und wer nicht mehr? 

Je konkreter du das für dich innerlich klar machst, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass du das durch die Veränderung auch bewirkst. 

Mein Tipp: Mach deine Überlegungen schriftlich, damit wird dir alles noch klarer und konkreter.

 

Fakt 3 – Veränderung braucht ein Ja auf allen Bewusstseinsebenen

Dies ist jetzt derjenige Faktor, der die größte Rolle bei der Veränderung spielt. Fangen wir mit der Bedeutung von ganzheitlich an. Was heißt das jetzt? Nun, es heißt, dass es ein JA auf allen Ebenen braucht.

Hier ein Beispiel. Kürzlich hatte ich ein Anamnese-Gespräch mit einer neuen Klientin. Bei diesem einstündigen Gespräch wurde sehr schnell klar, dass hinter ihren vielen Bemühungen eine Veränderung herbei zu führen, eine Verhinderungsmechanismus lag. Dieser kam sehr schnell im Gespräch ans Licht. Bislang war meiner Klientin diese Ursache nicht bewusst. Und gemäß dem Spruch: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“, konnte sie bislang auch nicht gelöst werden. All die vielen und teuren Ausbildungen und auch Methoden liefen deshalb ins Leere.

Ein paar Tage nach unserem ersten Gespräch schreibt sie mir wie folgt: „Ja, langsam sickert es durch, dass ich ein Thema mit Veränderung und mit Lernen habe. Es war interessant, als ich mit meinem Anwalt telefonieren musste und ich es von diesem Aspekt her gesehen habe.Interessanterweise wird mir auch bewusst, dass ich tief in meinem Inneren Zweifel daran habe, dieses Mal die Veränderung zu schaffen, da ich es bis jetzt auch nicht geschafft habe.“

 

Das, was uns hindert, muss ans Licht – ins Bewusstsein

Soweit ihre Worte. Ich antwortete ihr, dass dies wunderbar sei, dass ihr das jetzt bewusst wird. Dies ist ein erster wichtiger Schritt, wenn die tiefsitzenden Zweifel langsam ans Licht kommen. Nur so können wir lernen damit bewusst und konstruktiv umzugehen, so dass sie uns nicht mehr behindern. 

Bislang haben diese Zweifel unbewusst bei meiner Klientin immer wieder dazu geführt, dass sie die beabsichtigen Veränderung nicht herbeiführen konnte. Dabei hat sie bereits enorm viel ausprobiert und vor allem auch viel Geld ausgegeben. Doch so lange diese tief im Unterbewusstsein sitzenden Verhinderungsmuster nicht aufgedeckt werden, gelingt eine Veränderung hin zum Positiven nicht. 

Du musst wissen, dass das Unterbewusstsein zu ungefähr 95% auf unsere alltäglichen Handlungen und Gewohnheiten einwirkt. Dazu zählen auch unsere unbewussten Gedanken und Gefühle. Und mit nur 5% sind wir mit unserem Tagesbewusstsein beteiligt. Wenn wir daher versuchen mit unserem auf 5% begrenzten Tagesbewusstsein eine Veränderung herbei zuführen, dann stehen uns 95% unsichtbare Wirkung unseres Unterbewusstseins entgegen.

Das ist der Grund, warum wir scheitern, wenn wir lediglich auf der äußeren Ebene versuchen eine Veränderung herbeizuführen. Denke jetzt für einen kurzen Moment an all die vielen Male, wo du in einer Silvesternacht voller Euphorie und guter Vorsätze für das neue Jahr warst. Jetzt weißt du, warum es nicht geklappt hat. Solange wir das Pferd von der falschen Seite her aufzäumen, gelingen unsere Veränderungswünsche nicht.

Vielmehr gilt es die wahren Ursachen, die unbewussten Muster im Unterbewusstsein aufzudecken und diese ans Licht zu holen. Dann können wir bewusst damit umgehen und die Veränderung Schritt für Schritt in der gewünschten Form herbei führen. 

Wie kommst du nun dem auf die Spur, was dich in deinem Unterbewusstsein von der Veränderung abhält? Erforsche deine Motive. Ergründe was hinter deinen Widerständen liegt. Frage dich in die Freiheit. Das heißt ganz konkret, dass du hinterfragst, warum dein Veränderungswunsch bislang nicht geklappt hat, obwohl du schon soviel ausprobiert hast. 

Frage dich in die Freiheit

Frage, was ist der Grund, dass es nicht gelingt? Im Fall meiner Klientin habe ich sie solange nach dem Grund gefragt bis klar war, dass sich dahinter die Weigerung Neues zu lernen verbirgt. Und auch da habe ich weitergefragt. Was verbirgt sich hinter der Weigerung zu lernen? Und dann war klar, dass damit Wachstum verhindert wird. An dem Punkt haben wir bei unserem Anamnese-Gespräch aufgehört. Denn diese Erkenntnis muss sich erstmal im Verstand meiner Klientin breit machen. Das gilt es erstmal so stehen zu lassen. Und mit ihrer Mail zeigte sie mir, dass sie dabei war diese Erkenntnis in ihrem Alltag zu berücksichtigen und so neue Erkenntnisse zu gewinnen, hinsichtlich der Art wie es sich im Alltag zeigt. In ihrem Fall beim Telefonat mit dem Anwalt. 

Die Tatsache, dass auch der tiefsitzende Zweifel ans Licht kommt, zeigt mir, dass der Veränderungsprozess gut angestoßen ist. Aus meiner Erfahrung heraus weiß, ich dass dies die ersten Schritte weg vom alten und hin zum neuen Ich meiner Klientin sind. Ich begleite sie dabei mit großer Freude und Zuversicht. Erleben zu können, wie es ihr auf diesem Weg gelingt mit jedem Tag mehr in eine größere Selbstsicherheit  und in ein erstarkendes Selbstbewusstsein hinein zu finden, erfüllt mich zutiefst. Das ist das nächste Geheimnis. Das Geheimnis vom Teilen, das ich dir in einem der nächsten Beiträge anvertraue. 

Hier nochmals eine kurze Zusammenfassung der 3 wichtigsten Faktoren, damit Veränderung gelingt:

Faktor 1 – Veränderung braucht Zeit und deine Aufmerksamkeit (Energie)

Faktor 2 – Dein Wunsch nach Veränderung muss konkret und priorisiert sein. 

Faktor 3 – Veränderung braucht ein JA auf allen Bewusstseinsebenen

Soweit für heute. Ich hoffe ich konnte dich mit meinem Beitrag inspirieren. Wenn dich der Artikel angestupst hat                                    und du spürst, dass auch du deinen Veränderungsprozess anstoßen willst,

dann nimm mein Angebot zu einem kostenfreien Klarheitsgespäch an. Dabei klärst du mit meiner Unterstützung deinen Veränderungswunsch und definierst, was noch im Weg steht. So machst du den ersten Schritte in dein neues Leben – zu deinem neuen Ich.

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Zur Info: Die Gespräche finden derzeit auf Zoom statt, d.h. du hast keinerlei Telefonkosten oder ähliches.

 

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